Storm, Ruger & Co.

Um Manager anderer Waffenfirmen neidisch zu machen, gibt Ruger-Chef Mike Fifer manchmal an, dass niemand solche Riesengeschosse wie er abgefeuert hat: Als U-Boot-Offizier waren es zwei Intercontinental-Raketen in einem Test während des Kalten Krieges. Ohnehin herrschen in dem Unternehmen aus Connecticut ehemalige Soldaten - auch vom Trend zu Militärwaffen für den Privatgebrauch profitiert das Unternehmen: Die Kriege der USA haben ein Heer von Veteranen produziert, sie mögen ihre Waffen military-style. Keine Einzelfirma verkauft so viele Waffen wie Sturm, Ruger & Co: 900.000 waren es 2010, bei Wachstumsraten von mehr als 20 Prozent dürften bald es eine Million sein. Das Unternehmen machte im Geschäftsjahr 2011/2012 406 Millionen Dollar Umsatz. Verkaufsschlager ist das halbautomatische 10/22-Gewehr (das Bild zeigt die Pistole MK II 22/45). Für mehr als 5000 Arbeitsplätze und 81 Millionen Dollar Steuereinnahmen im Jahr sind Waffenfirmen wie Ruger laut Bloomberg in Connecticut verantwortlich - in jenem Staat, der nach dem Amoklauf von Newtown über schärfere Regeln für Waffenbesitz nachdenkt.

Bild: Jeff Dean / CC-by-sa-2.5

17. Dezember 2012, 15:37 2012-12-17 15:37:34

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