Steuersenkungen und Förderung neuer Energien: US-Präsident Obama will die Konjunktur unbedingt stützen - zu schwach waren die jüngsten Daten. Doch den Börsen reichen die Pläne nicht.
Das Ziel heißt Jobs: US-Präsident Barack Obama hat neue Konjunkturprogramme in Aussicht gestellt, um die Wirtschaft zu beleben.
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Obama will zusätzlichen einen Konjunkturschub, um Arbeitsplätze zu schaffen. (© dpa)
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Mit Steuersenkungen sollen Firmen dazu angehalten werden, Arbeitsplätze in den USA zu schaffen. Auch eine Verlängerung von Steuererleichterungen für die Mittelschicht erwägt Obama. Außerdem sind Investitionen in die Infrastruktur sowie erneuerbare Energien im Gespräch.
"Nicht einfach investieren"
Details nannte er aber nicht. Er erklärte lediglich, dass die neuen Schritte "zu einem Umfeld beitragen sollen, wo der Privatsektor nicht nur einfach investiert, sondern auch einstellt". Die Maßnahmen sollen in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.
Obama steht gut zwei Monate vor den Kongresswahlen unter Druck, angesichts der Furcht vor einer neuen Rezession Handlungsbereitschaft zu demonstrieren. In der schleppenden Konjunkturerholung gilt vor allem der Arbeitsmarkt als Sorgenkind. Experten sehen eine günstigere Lage auf dem Arbeitsmarkt als Bedingung für mehr privaten Konsum, der in der US-Wirtschaft eine wichtige Rolle spielt.
An der Wall Street konnte Obama die Sorgen der Anleger nicht mildern. Die zusätzlichen Schritte zur Stimulierung der Wirtschaft wurden zwar als positiv bewertet, die Händler beurteilten die Aussagen aber als nicht konkret genug. Der US-Leitindex Dow Jones rutschte daraufhin auf knapp über 10.000 Punkte ab.
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(sueddeutsche.de/rtr/bbr/hgn)
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Auf den Punkt gebracht von Robert Kurz (in : Neues Deutschland ; 20.08.20109 :
"Das Hauptproblem ist neben der Staatsverschuldung die massive Überschuldung der US-amerikanischen Privathaushalte, deren Konsum 70 Prozent des BIP ausmacht. In den Hochzeiten der Defizitkonjunktur 2007 lag das reale Durchschnittseinkommen unter dem von 1970. Die Konsumkraft kam allein von Kreditkarten und beliehenen Hypotheken, die großenteils nichts mehr wert sind. Die offizielle Arbeitslosigkeit hat sich auf 10 Prozent verdoppelt, real wird sie auf 17 Prozent geschätzt. Allein um diesen prekären status quo zu erhalten, ist ein jährliches Wachstum von 3 Prozent erforderlich; eine dauerhafte Senkung der Erwerbslosenquote wäre nur bei 6 bis 9 Prozent Wachstum erreichbar. Das ist auf lange Sicht ausgeschlossen, denn vor allem die Mittelklasse erodiert in atemberaubendem Tempo. Um wieder kaufkräftig zu werden, müssten die US-Haushalte mehr als 6 Billionen Dollar Schulden tilgen oder ihre Ausgaben für 10 Jahre massiv einschränken. Das würde die Konjunktur umso mehr in den Abgrund reißen. Eine weitere staatliche Subventionierung stellt aber die Kreditwürdigkeit der USA und nicht zuletzt die militärische Weltmacht in Frage. Die Kosten für die Einsätze in Afghanistan, im Irak und anderswo sind seit 2002 um mehrere hundert Prozent gestiegen und können nach dem Platzen der Finanzblasen nicht mehr aus der Portokasse bezahlt werden."
Gibt es Kurzarbeit bei dem Amis? Wie ist denn die Uebersetzung: "Short Working"? Jedenfalls habe ich noch in keinem Bericht gelesen, dass die Amis mit Kurzarbeit ihre Probleme loesen wollen.