Der dauerhafte Rettungsschirm ESM spaltet die Euro-Zone: Frankreich und Italien versuchen, den Vertrag zu modifizieren - zugunsten der privaten Gläubiger. Deutschland stemmt sich dagegen. Denn die Änderung würde vor allem die Steuerzahler belasten.
Innerhalb der Euro-Zone ist ein Streit darüber ausgebrochen, ob bei drohenden Staatspleiten die privaten Gläubiger der betroffenen Länder an den Kosten von Rettungsaktionen beteiligt werden sollen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung plädieren Frankreich und Italien dafür, eine entsprechende Klausel aus dem Vertragsentwurf über die Errichtung des dauerhaften Euro-Rettungsschirms ESM zu streichen. Deutschland hingegen will an der Gläubigerhaftung festhalten.
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In der Frage der Euro-Bonds ist sich Kanzlerin Merkel einig mit Frankreichs und Italiens Regierungschefs - beim Thema Gläubigerhaftung stehen sie sich nun im Streit gegenüber. (© AP)
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Hinter den Überlegungen in Paris und Rom steckt die Erkenntnis, dass im Fall Griechenlands die Beteiligung von Banken, Versicherungen und Fonds an den Kosten des jüngsten Hilfspakets die Turbulenzen an den Finanzmärkten dramatisch verschärft hatte. Laut Vereinbarung sollen die Geldhäuser gegenüber Athen auf die Hälfte ihrer Forderungen verzichten, was einem Abschreibungsbedarf von mindestens 70 Milliarden Euro gleichkommt.
Seither haben Staatsanleihen ihren Nimbus als absolut sichere Form der Geldanlage verloren. Dies hatte in den letzten Tagen dazu geführt, dass die bisherigen Käufer der Papiere in eine Art Streik getreten waren. Selbst die Bundesregierung hatte es in dieser Woche nicht geschafft, genügend Interessenten für eine zehnjährige Anleihe zu finden. "Derzeit will niemand will Staatstitel aus der Euro-Zone in die Bücher nehmen", hieß es in Berliner Regierungskreisen.
Kanzlerin Angela Merkel hatte dagegen wiederholt betont, es könne nicht sein, dass die Banken an den Anleihen verdienten, bei einem Zahlungsausfall das Risiko aber an die Steuerzahler weiterreichten. Die Niederlande, Finnland und Österreich sahen das bisher genauso.
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(SZ vom 26.11.2011/aper)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Einen besseren Witz gibt es kaum. Der 11.11 wäre ein würdiges Datum für diesen Schmarrn. Und der liebe Barroso macht den Diener für sein Land. Toller Europäer. Und der Luxemburger. Der macht auch immer mehr eine lächerliche Figur. Beendet das Trauerspiel und löst diesen sinnlosen Verbund auf.
die Looser der EU. Erst Verträge machen, dann nachdenken, ach das kann ja in die Hose gehen, so da ändern wir mal eben.
Vetragstreue ist bei den PIIGS incl. der Grand-Nation ein Fremdwort, legen wir mal die Deutschen richtig rein, das ist ihr Motto.
Dann die Aussage Exportmeister, meine Damen und Herren in der EU gibt es keinen Export, ist alles ein Binnenmarkt, oder verstehen das die Knallköppe in Brüssel nicht?
Es wäre doch alles so einfach, nur einer muss freiwillig gehen nämlich Deutschland, dann können sich die PIIGS austoben mit frankofiler Unterstützung, denn es ist abzusehen, das dann auch die restlichen 4 aaa-Staaten den Euroraum verlassen würden.
Noch steht ja Mutti wie ein Fels in der Brandung und wehrt sich frauhaft gegen die Verstaatlichung der EU-Schulden zu Lasten der Steuerzahler. Aber wartet ab, bis Big-Joe in Frankfurt Mutti die Richtung vorgibt, dann kommen die Euro-Bonds von ganz alleine.
Traumhafte Kapitalanlage, wenn das Risiko gleich null ist. Wie aber bildet sich dann der Zinssatz? Und überhaupt: Kommunismus für Kapitaleigner und Kapitalismus für den Rest? Die spinnen, die Eliten. (vgl. Obelix)
http://www.sueddeutsche.de/geld/dreister-steuerfall-in-italien-millionen-euro-verdient-sechs-euro-versteuert-1.1217686
Das passt super zu dem Artikel, wie sich in Italien die Steuerzahler vorm Bezahlen drücken können. Da macht es doch so richtig Spaß in Deutschland zu leben, wo das Steuereintreiben, vor allem beim Mittelstand und bei der Mehrwertsteuer, klasse funktioniert. Wenn das mal nicht nach hinten losgeht.
Paging