General Motors gibt sich störrisch, der Opel-Bieterprozess soll nicht überdacht werden. Tritt dennoch Plan B ein, bedeutet das vor allem eines: Jobabbau im ganz großen Stil.
Die Zweifel von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes lassen den ehemaligen Opel-Mutterkonzern General Motors nicht kalt. Zwar hoffen die Amerikaner trotz der wettbewerbsrechtlichen Bedenken weiter auf einen Verkauf an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna. Allerdings gibt es in Detroit auch einen Plan B.
Der Opel-Verkauf zieht sich weiter in die Länge, weil Brüssel Bedenken geäußert hat. Und GM? Hält an Magna als Käufer fest. (© Foto: dpa)
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Wie das Wall Street Journal (WSJ) auf seiner Website berichtete, bereitet sich GM auch auf ein mögliches Scheitern des Geschäftes mit Magna vor. Dann würde GM die Kontrolle über Opel einfach behalten.
Greift Plan B, wären die Folgen für die deutschen Arbeitnehmer gravierend. Für den Fall der Fälle plane GM ein radikales Sanierungsprogramm, das im Vergleich zu den Magna-Plänen Tausende weitere Stellenstreichungen vorsieht. Außerdem bedeute dies die Schließung oder den Verkauf von mindestens einem deutschen Werk, berichtet das WSJ unter Berufung auf informierte Kreise.
Insolvenz noch vorstellbar
Um die Restrukturierung zu finanzieren, würde GM staatliche Hilfen anfragen. Alternative sei die Insolvenz. Zum Vergleich: Magna will in Europa rund 10.500 Stellen abbauen, davon etwa 4500 der rund 25.500 Jobs in Deutschland. Die vier deutschen Werke in Rüsselsheim, Bochum, Kaiserslautern und Eisenach will Magna erhalten.
Trotz der Bedenken der Europäischen Union habe GM aber "nicht die Absicht, den Bieterprozess zu überdenken, der zum Verkauf der deutschen Tochter geführt hat", berichtete das WSJ weiter.
In Verhandlungskreisen hieß es am Montag, trotz der EU-Bedenken werde ein rascher Vertragsabschluss zwischen Magna und GM angestrebt. Eine Unterzeichnung an diesem Mittwoch sei grundsätzlich möglich. Voraussetzung sei, dass die von Brüssel gewünschten Klarstellungen von GM und der Bundesregierung vorliegen.
Berlin hat der Kommission inzwischen in einem Brief versichert, dass die Staatshilfen nicht an das Konsortium Magna/Sberbank gebunden seien und allein das überzeugende industrielle Konzept den Ausschlag gegeben habe. Nun muss noch GM eine Erklärung in Brüssel abgeben.
Die EU-Kommission hatte am Freitagabend erklärt, es gebe "deutliche Hinweise", dass die Unterstützung der Bundesregierung nicht den europäischen Wettbewerbsregeln entspreche. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes forderte die Bundesregierung auf, General Motors Gelegenheit zu geben, "das Ergebnis des Bieterprozesses zu überdenken".
Der Vertrag über den Kauf von Opel durch Magna hatte ursprünglich am Donnerstag unterzeichnet werden sollen. Deutschland hatte Opel Staatshilfen über insgesamt 4,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. 1,5 Milliarden Euro hat die Bundesregierung bereits als Überbrückungskredit gezahlt.
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(sueddeutsche.de/AFP/dpa/mel/tob)
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An dunnhaupt: @, Ersatzteile werden weitergebaut werden,dass ist immer ein gutes Geschaeft. Beispiel siehe Borgward,die bauten bis in die 90 ger Jahre Ersatzteile nicht nur fuer sich,oder siehe Roover. Die Opel Kriese ist die Kriese von GM,dort hatte man alle wichtigen Zukunftsinvestionen zusammengestrichen und Gelder durch ueberteuerte Lizenzen und Leasingvertraege ueber Producktionseinrichtungen Opel massiv ausbluten lassen. Auch muesste GM Milliarden in die Werkseinrichtungen investieren um auf dauer Konkurenzfaehig zu bleiben,an den aktuellen Opel Modellen,liegt es nicht die sind mindesten so gut wie die der anderen Mitbewerber.Auch der Abbau von Arbeitsplaetzen die da durch die Presse geistern,keiner kann sagen was davon stimmt, hier pokern die Verhandlungspartner.
Wie jede andere Firma hat vermutlich auch Opel versucht Autos zu bauen, die sich verkaufen lassen. In neun von den letzten zehn Jahren, also lange VOR der Krise, hat Opel jedoch nichts als Verluste eingefahren. Dass sich Opel ausgerechnet jetzt in der Krise nun plötzlich zu einem Gewinnbringer entwickeln kann, ist wohl utopisch. Tatsächlich ist Opels Marktanteil in diesem Jahre abermals gesunken und beläuft sich jetzt auf nur noch 7 Prozent. Wer will denn ein Auto kaufen, von dem man nicht einmal weiß, ob man im kommenden Jahr überhaupt noch Ersatzteile bekommt?
Die einzige Marke die innerhalb GM technologisch etwas taugt (... ich bin kein Opelfan!) ist OPEL!
GM wird sich von ihrem einzigen fortschrittlichem Technologieträger nicht trennen, denn ohne OPEL "know how" in Forschung und Entwicklung kann sich GM gleich von der Zukunft verabschieden.
OPEL wird Insolvent gehen und mit stark geschrumpfter Produktion (Schwerpunkt nach wie vor in Deutschland) und deutlich verstärkter Forschungs- und Entwicklungskompetenz weiter fortbestehen!
wenn die EU das stoppt (selbst wenn sie in der Sache recht hätte). Deutschland ist doch ohnehin EU-müde. Das könnte dann in offenen Hass umschlagen.
das problem ist nicht von Überkapazität, sondern von schlechter Verteilung des Geldes. Seit den 80en wir das Konsum mit kredite gepumpt. Die Arbeiter kosten immer weniger, die Unternhemer verdienen im Durschnitt immer mehr, und der Ausgleich durch Kredite hat ein doppelter Vorteil für die Unternhmer gehabt: Stimuliert den Konsum und gleich die Lücke vom niedrigen Gehalt. Heute sehen wir die Konsequenzen, ein 10% der Bevölkerung hat ein 60 der Geldmasse un der Rest muss durchhalten. So ein Ungleichgewicht gab es seit 1229 nicht und wir kennen die Konsequenzen.
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