Bio-Lebensmittel sind teurer - aber sind die auch gesünder? Nein, sagt die Stiftung Warentest. Es gebe keine Unterschiede in Qualität und Geschmack. Zwei Vorteile hat die Bio-Kost allerdings doch.
Keine Frage, Bio ist in. In Ratgebern werden Öko-Lebensmittel propagiert, grüne Supermärkte schießen wie Pilze aus dem Boden - und inzwischen verkaufen selbst Discounter wie Aldi und Lidl Bio-Produkte. Verbraucher müssen dafür deutlich mehr zahlen - Fachleute schätzen den Bio-Aufschlag auf 30 bis 50 Prozent.
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Bio-Lebensmittel sind nicht gesünder als herkömmliche Produkte, urteilt die Stiftung Warentest. (© ag.dpa)
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Nur eine Frage stellt sich dabei: Ist Bio auch gesünder?
Die Stiftung Warentest hat acht Jahre lang verschiedene Lebensmittel getestet - jeweils in der Bio-Variante und in der herkömmlichen Version. Das Resultat ist für die Öko-Branche fatal: Weder seien Bio-Lebensmittel gesünder noch würden sie besser schmecken, urteilten die Tester. Auch sonst gebe es im Durchschnitt keine qualitativen Unterschiede, berichtete die Stiftung.
Vorteil: Bio-Vollmilch
Demnach erzielten sowohl die Bio-Produkte als auch die herkömmlichen Lebensmitteln sehr gute, aber auch mangelhafte Ergebnisse. Bei Vollmilch und Würzölen punktete vor allem die Bio-Version. Natives Rapsöl schnitt in der normalen Variante besser ab.
Zwei Vorteile bieten die Bio-Lebensmittel den Testern zufolge allerdings: Pestizide kämen seltener vor, außerdem engagierten sich die Bioanbieter wesentlich stärker für Umwelt und Soziales als Hersteller herkömmlicher Produkte, hieß es bei der Stiftung Warentest.
Bei der Belastung durch Pestizide können Verbraucher demnach den Versprechen der Anbieter von Bioobst, Biogemüse und Biotee vertrauen: In 75 Prozent dieser Produkte seien gar keine Pestizide nachweisbar gewesen. In der Frage des Geschmacks und Geruchs sowie bei der Belastung mit Keimen haben sich Ökoprodukte den Angaben zufolge in den vergangenen Jahren verbessert.
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(sueddeutsche.de/AFP/tob/mel)
Gysi gegen Lafontaine
Was Ihr Autor uns mitteilen will, würde nur Sinn machen, wenn mehr Pestizide im Essen gesünder wären. Sind sie aber nicht, ganz im Gegenteil: Pyrethroide, die ca. 25% des Weltpestizidverbrauchs stellen können bei akuter Belastung Haut- und Schleimhautreizungen sowie neurologische Symptome herbeiführen. Bei chronischer Belastung werden initial nicht-entzündliche schmerzhafte und juckende Sensationen im Bereich der Expositionsareale, allgemeine Leistungsminderung, Schwindel, Muskelfaszikulationen, beginnende Polyneuropathie mit Par- und Dysästhesien an Händen und Füßen sowie rheumatoide Schmerzen in Muskeln und Gelenken beschrieben. Ist man mit derartigen Beschwerden wirklich genauso gesund wie ohne?
Ein Artikel mit dem Inhalt und der Überschrift - mehr als unpassend! Schlechter Redakteur - ausserdem schlecht recherchiert.
Dann mal gute Nacht, selbst bei oberflächlicher Betrachtung des hier geschriebenen stimmt die Überschrift nicht mit dem Text überein, beim Studium des Stiftung Warentest-Artikels wirds dann noch abwegiger.
Hier ist eine sofortige Entschuldigung des Redakteurs bei den Menschen die wirklich etwas arbeiten (die Biobauern und Händler) und eine Richtig-/Gegendar-stellung vonnöten.
Jahrelang wurde behauptet, nur durch Spritzmittel und Kunstdünger könne die Qualität von Obst und Gemüse gewährleistet werden. Nun beweist Warentest das Gegenteil:
Die Ökoprodukte sind von gleicher Qualität bei geringerem Schadstoffgehalt.
So rum wird ein Schuh draus. Niemand hat behauptet, daß durch Weglassen von Pestiziden der Vitamingehalt von Obst und Gemüse steigt. Warum sollte er?
Aber es ist möglich, ökologisch zu wirtschaften, ohne Einbußen an Qualität für die Produkte. Danke für den Beweis Stiftung Warentest.
Ich leite seit 16 Jahren einen Biomarkt und stehe deshalb ja im Verdacht, nur in eigener Agenda zu schreiben.
Als ich damit angefangen habe, war ich auch nicht von allem was Bio ist überzeugt. Ich habe den Laden zusammen mit meinem Partner nicht übernommen, um reich zu werden, das ist der falsche Weg. Sondern weil ich die Überzeugung hatte, daß die konventionelle Landwirtschaft so nicht die Zukunft sein kann. Was mich über die Jahre hinweg immer fester hinter der Sache hat stehen lassen, die ich nun absolut überzeugt vertrete war, daß es sich im Bio-Bereich immer lohnt, genauer hinzusehen. Man wird nicht enttäuscht. Auch wenn man ins Ausland sieht nicht.
Was mir seit längerem ein Rätsel ist, ist die Agenda der Stiftung Warentest. Man hätte aus dem gleichen Artikel auch eine gegenteilige Überschrift machen können.
Nämlich: "Bio eben doch besser" - ich meine worum geht es? Wir wollen unbelastete Lebensmittel, wie kann ich einfach akzepzieren, daß bei den meisten konventionellen Lebensmitteln sich die Belastungen ja in einem (willkürlich festgelegten) gesetzlichen Rahmen befänden. Als wüsste man mittlerweile nicht, dass sie diese Pestizidmixe akkumulieren?
Ich finde es sowieso nicht richtig, daß die Stiftung Warentest bei Ihrer Bewertung dem Preis eine so starke Gewichtung gibt. Das ist zwar sehr Aldi und Lidl freundlich, aber das ist doch ein Punkt andem ich den Verbraucher selbst entscheiden lassen kann, worauf es ihm mehr ankommt.
Stattdessen sollte man vielleicht auch Gentechnikfreiheit als Masstab setzen, artgerechte Tierhaltung, klare Herkunftsbezeichnungen, Regionalität und selbstverständlich Pestizidfreiheit.
Vielleicht sollte auch die Stiftung Warentest akzeptieren, daß die Zeit fortschreitet und die Menschen ihre Werte z.T. anders definieren.
Daß auch die Süddeutsche Zeitung sich auf dieses Niveau begibt, finde ich sehr schade.
Wenn der offenbar einzige Grund einen Artikel zu schreiben ist, reisserisch zu sein und nur dazu dient, Menschen mit Überzeugung zu suggerieren "Ihr seid auch nicht besser weil ihr bio kauft" ist das arm.
Ich bin sehr froh über die Reaktionen meiner Kunden, die sich überwiegend negativ über diese Pressekampagne bei mir geäussert haben.
Vielleichtträgt ja unsere kontinuierliche Arbeit auch in der SZ-Redaktion irgendwann Früchte - man muss ja nur die Augen aufmachen.
Mit freundlichen Grüßen
Birgit Steininger vom Biomarkt "Natürlich Leben" in Fürstenfeldbr
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