Kryptowährung "Bitcoin hilft Kriminellen"

Ewald Nowotny, 73, ist seit 2008 Präsident von Österreichs Zentralbank. Der Ökonom sitzt auch im EZB-Rat, wo die Geldpolitik der Euro-Zone bestimmt wird. Nowotny war früher auch Politiker. Er ist verheiratet und hat einen Sohn.

(Foto: Bloomberg)

Ewald Nowotny, Präsident der Österreichischen Notenbank, wird in letzter Zeit oft gefragt, ob man jetzt statt Gold lieber Bitcoin kaufen sollte. Ein Gespräch über die Kryptowährung.

Interview von Andrea Rexer und Markus Zydra, Wien

Während draußen der eisige Winterwind weht, bringt die einzige Pflanze im Büro des Gouverneurs der Österreichischen Nationalbank einen Hauch von südländischem Flair nach Wien. Vor Ewald Nowotnys Schreibtisch steht eine mannshohe Palme. Gewissermaßen ist auch die Geldpolitik der Notenbank eine Mischung aus mitteleuropäischer Strenge, gemischt mit südländischem Pragmatismus.

Herr Nowotny, der Preis für Bitcoin hat in den vergangenen Monaten Rekorde gebrochen. Sehen Sie darin eine Gefahr?

Ewald Nowotny: Bitcoin ist ein reines Spekulationsobjekt, das sich als Währung ausgibt. Auf der ...