Krise auf Europas Automarkt Opel beschert General Motors dramatische Verluste

Sorgenkind Opel: Der amerikanische Autohersteller General Motors hat 2012 in Europa Verluste in Milliardenhöhe gemacht - unter anderem mit der deutschen Tochter. Im vergangenen Jahr sank der Gewinn GMs um etwa ein Drittel.

Gerade ein Monat ist es her, dass General-Motors-Vizechef Steve Girsky das neue Opel-Modell Adam vorgestellt hat - der "mutige und innovative" Wagen, mit dem für die deutsche Auto-Tochter alles besser werden sollte. Und erst vor wenigen Wochen hatte General Motors (GM) verkündet, das Opel-Werk in Bochum schon 2015 zu schließen. Adam muss dem Konzern viel Geld einbringen, denn dessen Zahlen sehen düster aus.

GM hat in Detroit die aktuellen Geschäftszahlen vorgelegt. Sie zeigen: Im vergangenen Jahr schrieb GM in Europa einen operativen Verlust von 1,8 Milliarden Dollar. Vor allem Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall belasten die Bilanz.

Damit weitet sich der Verlust bei den beiden Herstellern auf fast 700 Millionen Dollar aus. GM bleibt trotzdem bei seinem Ziel, Mitte des Jahrzehnts in Europa wieder Gewinn zu machen.

In Nordamerika hingegen läuft das Geschäft für den amerikanischen Hersteller gut. GM konnte für das vierte Quartal 2012 den Nettogewinn von 472 Millionen Dollar 2011 auf 892 Millionen Dollar steigern. Das Ergebnis blieb aber hinter den Erwartungen von Branchenexperten zurück. Den Konzernumsatz steigerte GM um drei Prozent auf 39,3 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr 2012 sank der Gewinn aber um etwa 35 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. Auch ein anderer europäischer Autobauer, Peugeot, hatte am Morgen schlechte Zahlen vorgelegt.