IG-Metall-Tarifverhandlungen "Wir brauchen den Druck"

Jörg Hofmann ist seit zwei Jahren Erster Vorsitzender der IG Metall. Er stammt aus Baden-Württemberg, ist Diplom-Ökonom und seit 1987 hauptberuflich bei der Gewerkschaft.

(Foto: imago/IPON)

Diesmal will die IG Metall nicht nur über Geld verhandeln: Gewerkschaftschef Jörg Hofmann erklärt, warum vor allem ein Kulturwandel hin zu flexibleren Arbeitszeiten nötig ist.

Interview von Detlef Esslinger

Die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie hat begonnen. Nach dem Ende der Friedenspflicht, Anfang Januar, dürfte es Warnstreiks geben. Denn IG-Metall-Chef Jörg Hofmann, 61, fordert nicht nur sechs Prozent mehr Geld - sondern auch, dass die Arbeitnehmer für maximal zwei Jahre ihre Wochenarbeitszeit auf bis zu 28 Stunden reduzieren dürfen. Und falls sie Schichtarbeiter sind oder sie sich in der freien Zeit um Eltern oder Kinder kümmern möchten, sollen die Arbeitgeber ihnen einen Teil des Lohnausfalls ersetzen.

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