Hartz IV vor Gericht: Die Regelsätze der Bundesregierung sind nicht mehr als eine grobe Schätzung, die sich als Berechnung tarnt.
Wer von Hartz IV leben muss, muss jeden Cent umdrehen. Es ehrt das Bundesverfassungsgericht, dass es genau das in seiner Verhandlung über die Hartz-IV-Gesetze auch getan hat. Die Richter haben penibel nachgefragt, wie denn die sogenannten Regelsätze zustande kommen. Die Vertreter der Bundesregierung haben es nicht recht erklären können. Es offenbarte sich, wie schludrig der Gesetzgeber bei der Berechnung des Existenzminimums verfährt. Es handelt sich nicht wirklich um eine Berechnung, sondern um eine Schätzung Pi mal Daumen, die sich als Berechnung tarnt.
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verhandelt darüber, ob die Hartz-IV-Regelsätze für Kinder verfassungsgemäß sind oder nicht. (© Foto: ddp)
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Im Video: Das Bundesverfassungsgericht hat am Dienstag Zweifel an der Methode zur Ermittlung der Hartz-IV-Regelsätze geäußert und eine umfassende Prüfung angekündigt
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Das funktioniert so: Das Statistische Bundesamt befragt, wie es zu seinen Aufgaben gehört, die Verbraucher über ihre Ausgaben für die lebensnotwendigen Dinge - und erstellt daraus die Verbrauchsstatistik. Der Hartz-IV-Gesetzgeber nahm nun daraus die Verbrauchsdaten der unteren zwanzig Prozent der Einkommensbezieher, und strich einzelne Positionen daraus ganz heraus oder machte kräftige Abschläge - weil angeblich Dinge enthalten sind, die der Hartz-IV-Mensch nicht braucht. Näher geprüft hat das der Gesetzgeber aber nicht. Das macht nun das Verfassungsgericht.
Die Richter haben schon bei der Verhandlung klargemacht, dass es nicht nur um den Geldbetrag geht, den man in Deutschland zum nackten Überleben braucht. Es geht um mehr, nämlich um das soziokulturelle Existenzminimum, also um den Betrag, den man benötigt, um am gesellschaftlichen Leben wenigstens ein wenig teilnehmen zu können.
Eine moderne Sozialpolitik sorgt dafür, dass der Mensch Bürger sein kann; seine politischen Rechte brauchen ein soziales Fundament. Die Richter werden es beschreiben und befestigen.
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(SZ vom 21.10.2009/mel)
Gysi gegen Lafontaine
Noch nie war es anders und auch künftig hat Bestand, dass jeder selbst darüber befindet, wo er sich seine persönliche Obergrenze einzieht. Sich entschieden zu haben, beispielsweise mit monatlich 670,-- zu haushalten, brächte den Staat in die unhaltbare Situation, einem öffentliche Gelder nachwerfen zu müssen, wenn das Bundesverfassungsgericht zu dem Schluss gelangte, dass soziokulturell die Latte darüber aufzulegen wäre.
dass seinerzeit unsere russlanddeutschen Heimkehrer alles was nötig? war vom Staat finanziert bekamen? Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern.
Und sind es wirklich die Hartz IV-Empfänger, die ständig jammern?
Meiner Erfahrung nach, sind es vor allem jene, die noch immer sehr gut vesorgt sind, die sich aber leisten können, wegen nichtgezahlter Boni auch noch die ohnehin schon so überlasteten Gerichte zu strapazieren. Sie können es sich eben leisten, sich ihr Recht zu erkaufen. Welcher HartzIV-Empfänger kann denn von seinen mageren Bezügen auch noch einen Anwalt miternähren?
Verfolgt man die bisherigen Kommentare findet man, von Ausnahmen abgesehen, kaum einen Hinweis auf das eigentliche Problem. Dieses gebetsmühlenartige Herunterleiern der bekannten Sprüche von der Hängematte und den unbestreitbar vorhandenen Arbeitsunwilligen( aber wohl eher eine Minderheit unter den Arbeitslosen) geht doch völlig daneben.
Man hat Menschen deklassiert und das mit eigentlich einer Demokratie unwürdigen Methoden, einer Schätzung anstelle einer seriösen Berechnung.
Dass HartIV-Sätze manchmal trotzdem mehr einbringen als tägliche Arbeit kan man ja wohl micht ernsthaft den Betroffenen anlasten. Es ist schlichtweg das Problem dieses Wirtschaftssystems, dass gute Arbeit immer weniger auch gut bezahlt wird.
Dass das Bundesverfassungsgericht nun in dieser Sache entscheiden muss ist nur ein weiterer Beweis für die Unfähigkeit der Poltik, unser Leben verantwortungsvoll zu gestalten, wie es der Wähler eigentlich erwarten könnte.
Davon bin ich aber schon lange geheilt.
bezeichnet Ihr Geburtsjahr. Deshalb erlaube ich mir Ihnen mitzuteilen:
Ich habe schon meinen Teil für Volk und Vaterland geleistet, in die Steuer- und Sozialkassen eingezahlt, Abitur (mit 2.0 in Bayern, nicht etwa in Bremen) gemacht und studiert (Examen mit 2.o ebenfalls in Bayern(!)) und gute Noten erworben, als Ihre Lebensleistung nur darin bestand herumzukrähen und in Ihre Windeln zu machen.
Und obwohl ich mein Leben lang überdurchschnittlich "geleistet" habe, darf ich mich heute als Alleinerziehender mit Perspektive Null von Grünschnäbeln, wie Ihnen, als Sozialschmarotzer oder Hängemattenkandidat schmähen lassen...
Was wissen Sie schon vom realerbn leben unter Hartz-IV-Bedingungen? Nichts!
Das hindert Sie aber nicht daran, auf einem vermeintlich höheren Niveau BLÖD-Zeitungs-Parolen zu verbreiten.
Ich bin es leid, mir von Youngstern, wie Ihnen etwas über meine Moral und Arbeitsethik oder meine Erzeihungsfähigkeit vorlabern zu lassen!
Die erschreckende bürokratische Herzlosigkeit, mit der hier mit wehrlosen Kindern verfahren wird, kann sich wohl weiterhin einer Verantwortung entziehen. Das Bundesverfassungsgericht muss jetzt wieder dafür sorgen, dass hier wenigstens die Hausaufgaben bei einer Berechnung erledigt werden, bei der es um weit mehr geht als um eine Sparsamkeit, die wir bei der großzügigen Behandlung der Krisenbänker und ihren üppigen Bonis wohl weiterhin vermissen dürfen.
Realitätsfernen Bürokraten solche Entscheidungen zu überlassen zeigt auch, welcher "Mut" sich hinter dem großsprecherischen Gehabe unserer politischen "Garde" versteckt.
Werter @ elephant 76
,
du fragstest warum so viele CDU und FDP gewählt haben ? Ich will versuchen eine selbstverständlich nicht allumfassende Antwort zu geben:
1. viele der Michel glauben ohne zu denken !
2. wer so gekonnt lügt wie die Mitverursacher der Krise und dann andere dafür
beschuldigt, den glaubt der Michel gerne
3. je dicker man aufträgt, lügt und auch noch nachweislich betrügt den glaubt der
Michel eher, nach der Devise es wird schon nicht alles so schlimm sein
3. viele gehen nicht zur Wahl und unterstützen dadurch diese Hal....ken.
Paging