Man müsse jetzt "Nägel mit Köpfen" machen - auch wenn es in der Bundesregierung noch keine Einigung gebe: Angela Merkel plädiert gemeinsam mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in den 17 Staaten der Euro-Zone. Doch für die Bundeskanzlerin ist es damit nicht getan.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy machen Druck für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer: Merkel sagte nach einem Treffen mit Sarkozy in Berlin, sie persönlich könne sich eine solche Abgabe auch auf Ebene der Euro-Länder vorstellen.
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Eine Einführung der Steuer auf Ebene aller 27 EU-Mitglieder wäre aber besser, fügte die CDU-Chefin hinzu. Die Finanzminister sollten bis März eine abschließenden Beurteilung der dazu vorliegenden Vorschläge der EU-Kommission abgeben. "Ich finde es eine gute Initiative, dass Frankreich jetzt sagt, es müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden", sagte Merkel.
Vergangene Woche hatte es sogar in der französischen Regierung geheißen, notfalls sei man auch zu einem Alleingang ohne Deutschland bereit. Sarkozy sagte: "Wenn wir nicht ein gutes Beispiel geben, wird nichts passieren." Die Verursacher der Finanzkrise 2008 müssten zu ihrer Lösung beitragen.
Merkel räumte jedoch ein, dass über die Transaktionssteuer in ihrer Regierung kein Konsens besteht. Die FDP sperrte sich erneut gegen eine Beschränkung auf die Euro-Länder und warnte vor Ausweichreaktionen an den Londoner Finanzplatz. In der EU lehnt Großbritannien eine Steuer auf Börsenumsätze strikt ab, auch Schweden ist nach schlechten Erfahrungen mit einer solchen nationalen Steuer dagegen.
Bereits im Sommer gab es zwischen Merkel und Sarkozy Überlegungen, die Einführung einer Finanztransaktionssteuer voranzutreiben. Die Grundidee für eine solche Abgabe stammt aus den siebziger Jahren. Damals regte der amerikanische Wissenschaftler James Tobin an, Devisenmarkt- und Derivate-Geschäfte zu besteuern. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) könnte eine Transaktionssteuer, die beim jedem einzelnen Handelsgeschäft mit Aktien, Devisen und Derivaten fälllig würde, bei einem Steuersatz von 0,01 Prozent weltweit 200 Milliarden Dollar einbringen.
Die EU-Kommssion hatte kürzlich einen Vorschlag ausgearbeitet, der von einem Steuersatz von 0,1 Prozent für Aktien- und Anleihengeschäfte und von einem Steuersatz von 0,01 Prozent für Derivategeschäfte ausgeht. Sie verspricht sich davon EU-weit Einnahmen von etwa 57 Milliarden Euro pro Jahr.
Merkel sieht "gute Chance" für nationale Schuldenbremsen
Die Verhandlungen zum geplanten Fiskalpakt der Euro-Länder kommen derweil voran, wie Merkel weiter sagte. Es gebe eine "gute Chance", den Pakt für nationale Schuldenbremsen schon im Januar zu unterzeichnen. Spätestens solle dies im März geschehen. Der nächste EU-Gipfel soll laut Merkel bereits Ende Januar, wahrscheinlich am 30. Januar, abgehalten werden.
Mit den Vereinbarungen verpflichten sich die Euro-Staaten zur Haushaltsdisziplin, um die Schuldenkrise dauerhaft zu lösen. Griechenland bleibt das größte Problem. Das Land braucht bis März dringend neue Milliardenhilfen, andernfalls ist es bankrott. Allerdings laufen die versprochenen Reformen, die die staatlichen Einnahmen erhöhen sollen, nur schleppend.
Die Kanzlerin forderte die Regierung in Athen auf, ihren Verpflichtungen zur Überwindung der Schuldenkrise nachzukommen. Deutschland und Frankreich setzten sich dafür ein, dass die nächsten Milliardenhilfen ausgezahlt würden und Griechenland in der Euro-Zone bleibe, sagte Merkel. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Regierung in Athen die gemachten Zusagen einhalte. Gleichzeitig müsse es zur freiwilligen Umschuldung kommen. Ohne eine Umsetzung dieser Punkte könne kein Geld nach Athen fließen.
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(Süddeutsche.de/dapd/olkl/mikö)
Vor TV-Auftritt
(Fortsetzung)
Ich hatte bereits über die Umfaller-Rolle der Grünen in Sachen
"Stuttgart 21" aus Machtkalkül sowie über die abrupte Kehrtwende der Kanzlerin in der Atompolitik, weil ihre Umfragewerte nach Süden gingen, räsonniert. Aber auch die SPD kriegt ihr Fett weg: Frau Y. hatte in Hessen versprochen, mit der Linken nicht zusammenzuar-beiten, nach der Wahl versuchten sie und Herr Beck das Gegenteil,
und scheiterten an der Empörung der Bürger darüber. Ich bin auf die Zeit vor und nach der Bundestagswahl 2013 gespannt, wie sie dann mit der demokratischen Gretchenfrage "wie hältst es du mit der Linken" umgeht. Wenn es hart auf hart geht, wird sie wohl auch umfallen, wie es die FDP in Jahrzehnten erfolgreich vorgemacht hat.
Fazit: Man kann keinem Politiker mehr trauen und sollte diese Leute eigentlich zum Teufel schicken, aber leider hamma nix Anderes!
1. Eine Finanztransaktionssteuer werden sicher nicht die Banken
zahlen, sondern die Kosten auf die Kunden abwälzen. Dann
zahlen diejenigen, welche die Finanzkrise nicht verschuldet
haben - wie üblich. Wir sollen mit unseren "Garantien" (Steuern)
ja auch die Griechen retten, während das dortige Kapital bereits
aus dem Land geflohen ist, und Griechenland mangels Steuer-
eintreibung immer tiefer in die Pleite gerät. Nach Aussage des
griechischen Ministerpräsidenten wird das Land seine Probleme
nicht lösen können, so daß die 100 Milliarden € Hilfen und der
Schuldenschnitt verloren sind, nur weil die Europas Politiker
unbedingt Betrüger, Unfähige und Unwillige "retten" wollen.
2. Von Herrn Schäuble hört man, daß er angesichts der fehlenden
Milliarden für den Rettungsschirm im Haushalt über eine Umge-
hung der grundgesetzlich vorgeschriebenen Schuldenbremse
nachdenkt. Was sind Vorschriften wert, die ständig umgangen
werden? Siehe die Maastricht-Kriterien! Und was sind Grund-
gesetz und der Amtseid eines Ministers noch wert?
3. Von Herrn Steinmeier und Herrn Gabriel hörte man neunmalklu-
ge Vorschläge, was die Regierung vor 1 bis 2 Jahren versäumt
habe. Warum legten diese Schlaumeier ihre Vorschläge nicht
schon damals auf den Tisch? Und die Linke trägt außer Polemik
auch nichts zur Lösung bei.
4. Die F.D.P. redet von Steuerreduzierung für alle, verschafft aber
vor allem ihrer Klientel Steuergeschenke und Vorteile auf Kosten
anderer. So besetzt sie derzeit in mehreren von ihr "geführten"
Ministerien hunderte von Beamtendienstposten mit ihren Partei-
gängern, bevor sie vom Wähler ins politische Nirvana geschickt
wird. Da soll einer Griechenland beanstanden, wenn es schon bei
uns wie auf einem orientalischen Basar zugeht.
Die politische Klasse scheint unfähig zu sein, Politik für das Volk zu machen, wofür sie gewählt wurde. Aber "Basisdemokratie" funktio-niert auch nicht. Man sieht das an "Stuttgart 21": zuerst waren die Grünen dafür, dann witterten sie die Chance auf einen Machtwech-sel, fielen von heute auf morgen um, gossen noch Öl ins Feuer, und gewannen. Nach dem Volksentscheid des ganzen Landes BW sind
sie wieder da, wo sie früher standen. Frau Merkel verlängerte die
Laufzeit der AKW, nach Fukushima stieg sie ganz schnell aus: was
kümmert sie ihr Schmarrn
1. Eine Finanztransaktionssteuer werden sicher nicht die Banken
zahlen, sondern die Kosten auf die Kunden abwälzen. Dann
zahlen diejenigen, welche die Finanzkrise nicht verschuldet
haben - wie üblich. Wir sollen mit unseren "Garantien" (Steuern)
ja auch die Griechen retten, während das dortige Kapital bereits
aus dem Land geflohen ist, und Griechenland mangels Steuer-
eintreibung immer tiefer in die Pleite gerät.
2. Von Herrn Schäuble hört man, daß er angesichts der fehlenden
Milliarden für den Rettungsschirm im Haushalt über eine
Umgehung der grundgesetzlich vorgeschriebenen Schulden-
bremse nachdenkt. Was sind Vorschriften wert, die ständig
umgangen werden? Siehe die Maastricht-Kriterien!
3. Von Herrn Steinmeier und Herrn Gabriel hört man jetzt neunmal-
kluge Vorschläge, was die Regierung vor 1 bis 2 Jahren versäumt
habe. Warum legten diese Schlaumeier ihre Vorschläge nicht
schon damals auf den Tisch?
4. Die F.D.P. bremst überall, wo sie nur kann, und will ihrer Klientel
Steuergeschenke und Vorteile auf Kosten der anderen ver-
schaffen. So besetzt sie derzeit in mehreren Ministerien hunderte
von Beamtendienstposten mit ihren Parteigängern, bevor sie vom
Wähler ins politische Nirvana geschickt wird.
Die politische Klasse scheint unfähig zu sein, wirksame Politik zu machen.
Mir scheint, dass sich hier die Eurostaaten selbst schaden. Der Handel ist international und wird dies einfach umgehen. Auf der anderen Seite braucht man keine Bank zu retten und damit den Bankenmanagerbonus zu sichern. Genauso ist es sinnlos Griechenland vor der Pleite zu retten, denn diese wird kommen. Ich bezweifle sowieso, dass es um die Rettung Griechenlands ging. Es ging um die Rettung des Hinterns von Joseph Ackermann und der Deutschen Bank.Aber sicherlich nicht um Georgios aus Griechland, denn der ist Mutti vollkommen gleich.
Und auch die Krise zeigt, wie problematisch wirtschaftliche und politische Verflechtungen, sind besonders wenn Bankenmanager ihre Geburtstage auf Steuerzahlerkosten feiern oder Politiker Bakschisch annehmen.
Muss es nicht sooo heißen:
" Man müsse jetzt "Nägel mit Knöpfen" machen ... "
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