Renault hat den Ärger der Pariser Regierung über die Abwanderungspläne in die Türkei unterschätzt. Nach einer Standpauke lenkt die Konzernspitze nun ein.
Nach massivem Druck der Pariser Regierung hat der Autohersteller Renault seine Pläne aufgegeben, die Produktion des Kleinwagens Clio in die Türkei zu verlagern. Auch Teile der vierten Generation des Autos würden im Werk Flins nordwestlich von Paris gebaut, sagte Unternehmensvize Patrick Pelata, nachdem er ins Industrieministerium einbestellt worden war.
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Fertigung des Renault Clio: Das Modell wird auch in Zukunft mehrheitlich in Frankreich hergestellt. (© Foto: AFP)
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Mehrere Regierungsvertreter hatten Anfang der Woche heftig gegen die Verlagerungspläne protestiert. Sie hatten darauf verwiesen, dass der französische Staat mit 15 Prozent an dem Autobauer beteiligt sei und diesen zudem in der Wirtschaftskrise mit Milliardenbeträgen unterstützt habe. Gestoppt wird nun die Clio-Produktion in Spanien und Slowenien.
Die Botschaft der Regierung scheine "angekommen zu sein", sagte Industrieminister Christian Estrosi nach dem Treffen mit Pelata. Die Produktion des Clio IV bleibe "mehrheitlich" in Frankreich.
Paris will dem Autohersteller aber offenbar ein für alle Mal klarmachen, dass Verlagerungspläne nicht hinnehmbar sind: Renault-Chef Carlos Ghosn sei trotz des Einlenkens in den kommenden Tagen bei Präsident Nicolas Sarkozy einbestellt, sagte der Industrieminister. Dieser werde den Protest "noch stärker" ausdrücken.
Neues Elektroauto
In Flins im Großraum Paris soll ab September 2011 das neue Renault-Elektroauto Zoe gefertigt werden, das im folgenden Jahr auf den Markt kommen soll.
"Solange der Zoe die Fabrik in Flins nicht auslastet - und das wäre für ein Elektroauto schon ein ziemlich fantastisches Szenario -, wird es Clios in Flins geben", sagte Pelata.
Ein Teil der Clio-Produktion findet heute bereits im türkischen Bursa statt. In Flins wurde mit 140.000 Clios im vergangenen Jahr aber der überwiegende Teil der Wagen hergestellt.
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(sueddeutsche.de/dpa/pak/tob)
Streit um Parteispitze bei der Linken
Für die EU-Staaten in Ihrer Aufzählung kann ich nur das wiederholen, was Rhinelander schon gerufen hat, nämlich: " wo bleibt der Kommisar ?"
Bei knapp 14 Stunden Montagezeit für einen Polo - hätte nie gedacht, dass die Entlohnung der deutschen VW-WerkerInnen eine derart fürstliche ist ...
... gut 140 Euro mehr pro Stunde als in Spanien.
Also: Nix wie ab in eine deutsche Polomontagehalle, 5 Jahre Polobasteln und dann mit einem "Hasta la vista & Olé!" auf den Lippen rüber-runter nach España - auf Frühverrentung machen.
Ich weiss gar nicht so recht, warum sich die Franzosen gar so sehr über eine Fertigung in der Türkei echauffieren.
Ach so, es geht um das ENDprodukt!
Eigenartigerweise bestehen solche Zimperlichkeiten nicht, wenn (nicht nur) die französischen OEMs die Hersteller ihrer Einzelteile mit dem Argument des angeblichen Kostenvorteils dazu drängen, ebendiese Produktion in die Türkei (und andere Billiglohnländer) zu verlagern.
Der angebliche Kostenvorteil löst sich jedoch besonders angesichts der überlangen Transportwege, den berüchtigten "Motivationszahlungen" und den vielen, vielen Charterfrachtfliegern nur allzu schnell in Luft auf.
Die VW-Fertigungen in Zwickau, Dresden, Emden und Wolfsburg und die Opel-Fertigungen in Rüsselsheim und (vor allem) in Eisenach zeigen, dass auch in Deutschland höchstproduktiv Autos gefertigt werden können.
Daher sehe ich überhaupt keinen Grund, warum ein Polo plötzlich 2000 mehr kostet, bloß weil er statt in Spanien in Dresden gebaut wird.
Die einzigen Gründe, die mir hierfür einfallen, sind, dass der Profit mit dem Label "Made in Germany" erhöht werden soll und deshalb der Hersteller einfach 2000 draufschlägt, oder dass die Fertigung in Spanien vom spanischen Staat und der EU (von unserem Geld) subventioniert wird und daher 2000 niedrigere Kosten resultieren.
Das kann ich mir aber nicht vorstellen.
@Mythorus:
Ich behaupte einfach mal, dass die Menschen selbst in diesem verstörten Land bereit wären, diese Mehrkosten zu tragen, wenn sie dadurch die Sicherheit hätten, nicht in Asch und Bein verschütt zu gehen...
Meiner Ansicht nach war der "Geiz ist Geil"-Hype der vergangenen Jahren auch darauf zurück zu führen, dass die Leute das Gefühl hatten, ihnen würde der Boden unter den Füßen entzogen. Stichtwort Hartz IV usw.
Wer abzustürzen droht, aufgrund der ökonomischen Vergewaltigung durch neoliberale Heuschrecken, der dreht nunmal jede Kopeke dreimal um, bevor er sie ausgibt.
Wer indes Zuversicht hat, Nachts schlafen kann und nicht wegen Geldsorgen zugrunde geht, der kann auch dann mal tiefer in die Tasche greifen.
Ganz zu schweigen davon, dass es meiner Ansicht nach gar nicht nötig ist, unser immenses Konsum-Niveau auf Teufel komm raus zu halten. Der Mammon des Materialismus macht uns nicht glücklich.
Ich habe kein Auto, geschweige denn einen Mercedes. Darum, an sich, geht es mir hierbei auch nicht. Mir geht es um meine, eure, unsere Zukunft.
Und ich sage euch: So lange wir nach der Pfeife derer tanzen, welche dieses Land wie eine Zitrone ausquetschen.....wird das nie und nimmer was werden mit den "blühenden Landschaften".
Die Zeit ist reif - die Stunde da...
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