Bewertung der Kreditwürdigkeit Fitch senkt Rating für italienische Banken

Italiens Wirtschaft darbt, nun werden auch die Kredite immer teurer: Die US-Ratingagentur Fitch hat das Rating führender Banken des Landes herabgestuft. Und der Negativtrend könnte sich noch weiter fortsetzen.

Die US-Ratingagentur Fitch hat wenige Tage nach der Abstufung der Kreditwürdigkeit Italiens die Bewertung führender Banken des Euro-Krisenlandes ebenfalls gesenkt. Das Rating für Unicredit und Intesa Sanpaolo sei von A- auf BBB+ gesenkt worden, hieß es in einer Mitteilung. Der Ausblick für die Bewertung beider Geldhäuser sei "negativ". Damit drohen weitere Herabstufungen.

Laut der Mitteilung senkte Fitch zudem die Bewertung von Agos Ducato SpA's (Agos) und der Banca Nazionale del Lavoro auf A- von zuvor A. Auch hier wurde der Ausblick auf "negativ" gesetzt. Demgegenüber ließ die Agentur die Bewertung weiterer Banken, darunter die Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) und die Banco Popolare unverändert auf "BBB", senkte allerdings in beiden Fällen den Ausblick von "stabil" auf "negativ".

Nach dem unklaren Wahlausgang in Italien hatte Fitch die Bonitätsnote von Italien um eine Stufe auf BBB+ gesenkt. Zuvor war Italien noch mit A- bewertet worden. Das war die erste Abwertung der Bonität des Euro-Krisenlandes seit den Parlamentswahlen, die wegen des Patts für Unsicherheit an den Märkten gesorgt hatten.

Jeden Tag geben 1000 italienische Firmen auf. Die Insolvenzrate bei Unternehmen mit schlechter Bonitätsnote ist nach Angaben der Ratingagentur Standard & Poor's von 5,7 Prozent auf 9,5 Prozent hochgeschnellt.