Der Transplantationsskandal hat vielen klargemacht, dass es so nicht weitergeht. Es wäre zu wünschen, dass daraus auch die Kraft zu einer wirklichen Umgestaltung des Systems erwächst. Denn noch immer ist unklar, wer eigentlich bevorzugt Organe bekommen soll.
Ein Gastbeitrag von Andreas Umgeltermehr...
Erste Ergebnisse der Untersuchungskommission zu Lebertransplantationen in Bayern sickern durch: In vier von fünf Transplantationszentren gab es Auffälligkeiten.
Von Christina Berndtmehr...
Werbung für die Organspende? Ausgerechnet jetzt? Das neue Transplantationsgesetz startet mit einer schweren Bürde. Die Auswirkungen des Organspende-Skandals in Zahlen.
Von Berit Uhlmannmehr...
Künftig soll sich jeder Deutsche regelmäßig fragen, ob er nach seinem Tod Organe oder Gewebe spenden will. Wie das neue Transplantationsgesetz funktioniert und welche Auswirkungen zu erwarten sind.
Von Berit Uhlmannmehr...
Derzeit fehlen in Deutschland etwa 12.000 Spenderorgane, jährlich sterben 1000 Menschen weil sie nicht rechtzeitig eine Niere oder Leber erhalten. Trotzdem will Gesundheitsministerin Schmidt das Transplantationsgesetz nicht ändern.
Von Nina von Hardenberg und Andreas Hoffmannmehr...
Der Bundestag hat eine umfassende Reform der Organspende beschlossen. Künftig soll jeder Deutsche regelmäßig gefragt werden, ob er seine Organe nach seinem Tod zur Verfügung stellt. Die Zahl möglicher Organspender soll sich damit erhöhen.
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Die Deutschen sollen künftig gründlicher über das Thema Organspende nachdenken. Dabei sind die Neuregelungen des Transplantationsgesetzes vergleichsweise moderat. Andere Länder haben drastischer auf den Mangel an Spenderorganen reagiert. Taugen sie als Vorbilder?
Von Berit Uhlmannmehr...
Bisher gehen die meisten Deutschen dem Thema Organspende aus dem Weg. Das soll anders werden. Der Bundestag hat nach einer emotionalen Debatte Einigkeit bewiesen und das Transplantationsgesetz neu geregelt.
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Jährlich sterben in Deutschland circa 1000 Menschen, die auf eine Organspende warten. Das will FDP-Gesundheitsminister Bahr ändern und schlägt eine Änderung des Transplantationsgesetzes vor: Die Krankenkassen sollen jedes Mitglied befragen, ob es zu einer Organspende bereit ist - vorgesehen sind drei Antwortmöglichkeiten.
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Der Arzt als Henker: Hirntote gelten hierzulande als gestorben, auch wenn sie sich noch bewegen können. Wann dürfen Organe entnommen werden?
Von Alexander Kisslermehr...
Patienten erhielten nicht immer das Organ, das ihnen zusteht, vier deutsche Kliniken hat der Transplantationsskandal inzwischen erfasst, es gibt eine erste Verhaftung. Minister diskutieren nun über Konsequenzen aus dem Organbetrug.
Von Christina Berndtmehr...
Meinung
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig beschuldigt einen Göttinger Transplantationsmediziner des versuchten Totschlags. Das mag hart klingen - und doch ist es unverständlich, dass nicht alle Staatsanwaltschaften mit solcher Härte vorgehen.
Ein Kommentar von Christina Berndtmehr...
Meinung
Das neue Transplantationsgesetz ist ein gutes Gesetz, das unter schlechtesten Bedingungen startet: Durch die mutmaßlichen Betrugsfälle in verschiedenen Krankenhäusern wurde das Vertrauen in das System der Organspende dramatisch beschädigt. Dabei ist aus dem Blick geraten, worum es in der Transplantationsmedizin wirklich geht.
Ein Kommentar von Charlotte Frankmehr...
Die Prüfer kommen regelmäßig, doch die Transplantationskliniken wissen nicht, wann. Mit solchen Maßnahmen will die Bundesärztekammer das Vertrauen in das System wiederherstellen. Zehn Zentren für Lebertransplantationen haben die Kontrolleure bereits besucht.
Von Christina Berndt und Nina von Hardenbergmehr...
Frank-Walter Steinmeier brachte das Thema einer breiten Öffentlichkeit nahe, als er seiner Frau eine Niere spendete. Die Organspende kann auch zu Lebzeiten erfolgen - und hat bessere Prognosen als die Transplantation von Organen Verstorbener. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Lebendspende.
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Um Manipulationen bei der Organvergabe in Zukunft zu verhindern, setzt Gesundheitsminister Daniel Bahr auf schärfere Kontrollen und mehr staatliche Aufsicht. Nach einem Spitzengespräch mit Politik und Gesundheitsexperten kündigte er an, alle Transplantationszentren zu überprüfen. Künftig sollen je drei Personen über die Aufnahme von Patienten in Wartelisten entscheiden.
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Meinung
Die mutmaßliche Schieberei mit Spenderorganen in Göttingen hat das Zeug, sich zum größten Transplantationsskandal der Republik auszuwachsen. Damit das Vertrauen in die Organspende nicht weiter erschüttert wird, müssen Verstöße künftig schärfer geahndet werden. Denn Verbrecher sind in der Transplantationsmedizin nicht seltener als anderswo, Eitelkeiten und Machbarkeitswahn dagegen eher häufiger.
Ein Kommentar von Christina Berndtmehr...
"Der schlimmste Vorfall in der deutschen Transplantationsmedizin": Am Göttinger Universitätsklinikum wurden offenbar in großem Stil Krankenunterlagen gefälscht. Dadurch bekamen ausgewählte Patienten bevorzugt Spenderorgane zugeteilt. Nach SZ-Informationen geht es um mehr als zwei Dutzend Fälle. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Von Christina Berndtmehr...
Im Organspende-Skandal mehren sich die Klagen, dass nicht viel eher eingeschritten wurde. Hätten die Verantwortlichen den verdächtigen Arzt nicht schon 2005 stoppen können, als sein erster Fehltritt bekannt wurde?
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Der Bundestag hat eine umfassende Reform der Organspende beschlossen. Jeder Deutsche soll in Zukunft regelmäßig mit der Frage konfrontiert werden, ob er nach dem Tod seine Organe freigibt. Wie die Spende funktioniert - ein Überblick.
Von Berit Uhlmannmehr...
Interne Untersuchungen bestätigen: Am Universitätsklinikum hat es offenbar mehr Unstimmigkeiten bei Leber-Transplantationen gegeben als bislang bekannt. Unterdessen will Bayerns Wissenschaftsminister Heubisch vorsätzliche Manipulationen bei Transplantationen künftig härter bestrafen.
Von Christina Berndtmehr...
Es ist eine Premiere für Deutschland: Chirurgen aus Hannover haben zum ersten Mal eine Lebend-Lungenspende vorgenommen. Ein elfjähriger Junge erhielt Teile der Lungen von seinen beiden Eltern.
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24 Millionen AOK-Versicherte sollten in Kürze den Organspendeausweis erhalten. Daraus wird nichts. Die AOK ist bereits die zweite Kasse, die derart auf den Transplantations-Skandal reagiert.
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Meinung
Schärfere Sanktionen, unangemeldete Kontrollen, sogar die Schließung von Transplantationszentren. Die Reaktionen der Funktionäre auf den Organspende-Skandal in Göttingen und Regensburg sind nur Aktionismus. Dabei gerät aus den Augen, worum es bei der Debatte eigentlich gehen sollte.
Ein Kommentar von Charlotte Frankmehr...
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