Was bedeutet die Digitalisierung für unsere Gesellschaft? Welche Entwicklungen werden das Online-Zeitalter prägen? Welche Debatten führen die Internet-Vordenker gerade? Diese und weitere Fragen beschäftigen die Autoren des Digitalblogs von Süddeutsche.de.
Die Digitalisierung ist ein Segen für Kulturpessimisten. Ständig bringt sie neue Entwicklungen hervor, über die sich hervorragend lamentieren lässt: Soziale Netzwerke? Wir werden alle vereinsamen. Filesharing? Künstler sterben aus. Smartphones? Volkskrankheit Burnout.
Dabei ist oftmals gar nicht so sehr die Frage entscheidend, ob eine neue Technologie gut oder schlecht ist, sondern, auf welche Art und Weise sie eingesetzt wird. Wer auf Twitter willkürlich 500 Nutzern folgt, wird kaum soziales Kapital daraus schlagen können. Wer sich genau überlegt, wessen Nachrichten er abonniert, schon. Lädt jemand permanent Musik herunter, wird er den Kulturschaffenden kaum helfen. Versichert er sich damit, dass der Konzertkartenkauf auch lohnt, ist das Bild ein anderes.
mehr...
"Endlich mal eine Frau in deinem Leben!" Diese Anerkennung schlägt dem Astrophysiker Raj von seinen Kollegen entgegen, nachdem er Bekanntschaft mit Siri gemacht hat. Der Spruch ist ziemlich gemein. Nicht nur weil Raj an einem Kindheitstrauma leidet, so dass es ihm in Anwesenheit einer Frau schlichtweg die Sprache verschlägt. Sondern auch, weil Siri nur die Sprachsteuerung ist, über die sich das neueste iPhone bedienen lässt.
Aber Raj, das ist sein Dilemma, liebt nicht nur Technik. Er erliegt eben auch den faszinierenden Möglichkeiten, die diese Technik ihm bietet. In der digitalen Welt, so glaubt er, ist alles möglich. Selbst das, was in der analogen Welt eben nicht funktioniert. Zum Beispiel, sich mit einer Frau auf einen Kaffee verabreden: Als Raj Siri fragt, wie es wohl mit einem Kaffee wäre, da entgegnet sie, dass sie sechs Coffeeshops entdeckt habe, und drei davon direkt um die Ecke sind. Wow!
mehr...
RenaDeux hat seit kurzem einen Bruder - leihweise nur. RenaDeux, so haben wir unseren Saugroboter genannt. Eigentlich heißt sie, also er, Roomba 563 PET. Kein Wunder also, dass wir uns für einen familientauglichen Namen entschieden haben. Ein Blick auf die Rezensionen bei Amazon zeigt, dass wir damit nicht allein sind. Die Geräte dort heißen "Wall.E", "Larry" oder natürlich "Robby".
Wir haben unseren Namen in Anlehnung an unsere damalige Putzfrau gewählt. Ein Kollege hat gleich gemutmaßt, dass wir menschliche Arbeitskraft durch Maschinen ersetzen. Schließlich hat RenaDeux dafür gesorgt, dass die Putzdame weniger kommen musste, so dass sich der Roboter im betriebswirtschaftlichen Sinne innerhalb von weniger als einem Jahr amortisiert hat. Inzwischen saugt er quasi umsonst. Nun im Hochlohnland Schweiz angekommen, sind wir doppelt dankbar.
mehr...
Reddit ? Das ist doch die harmlose Version von 4Chan, die sozialste Linkschleuder, seit Digg den Bach runterging . So dachte ich bis zum vergangenen Freitag und war damit wahrscheinlich nicht alleine.
Dann ermordete ein Doktorand bei der Batman-Premiere in einem Kino in Aurora , Colorado, 12 Menschen und verletzte mehrere Dutzend . Und die Reddit-Nutzer zeigten zu diesem tragischen Anlass, wie Breaking News im Jahr 2012 aussehen können.
mehr...
Kim Schmitz scheint es blendend zu gehen. Zwar haben im vergangenen Januar die neuseeländischen Behörden Schmitz' Unternehmen Megaupload wegen des Verdachts auf Urheberrechtsverletzungen im großen Stil vom Netz genommen. Zwar saß Schmitz danach wochenlang im Gefängnis und durfte erst gegen die Zahlung einer Kaution wieder nach Hause. Zwar hat die USA kürzlich seine Auslieferung beantragt. Dennoch: Es scheint Kim Schmitz blendend zu gehen. Vielleicht sogar ein bisschen zu gut.
Anders ist nicht zu erklären, was der 38-Jährige jetzt der Öffentlichkeit präsentiert. Am Freitagmorgen stellte Schmitz die Webseite Kim.com ins Netz. Was dort zu sehen ist, ist ein Angriff auf die amerikanische Regierung, der selbst für Schmitz' Verhältnisse ungewöhnlich ist. "The Truth will come out", steht da dick, fett und in Versalien. Weiter unten der Vorwurf, die Obama-Regierung habe dem Internet den Krieg erklärt, indem sie Megaupload abgeschaltet habe. Und im Anschluss die suggestive Frage, ob man bei der Präsidentschaftswahl für Obama stimmen wolle. 1600 wollen das 4600 nicht. Man fragt sich, was das aussagen soll.
mehr...
Folgen auf die Acta-Proteste jetzt die Ceta-Proteste? Die EU-Kommission würde das gerne verhindern.
(Foto: AFP)
Netzaktivisten in ganz Europa sind alarmiert. Am vergangenen Montag veröffentlichte der kanadische Rechtsprofessor Michael Geist auf seinem Blog einen Artikel , der es in sich hat."Acta lebt: Wie die EU und Kanada Ceta als Hintertür benutzen, um Acta wiederzubeleben", ist das Stück überschrieben. Geist zeigt darin, wie ein kürzlich im Internet veröffentlichter Entwurf des Comprehensive Economic and Trade Agreement , kurz Ceta, vom Februar teils wortwörtlich dem im Europäischen Parlament gescheiterten Acta-Abkommen gleicht.
Ist Acta also gar nicht so tot, wie es noch vor einer Woche schien? Setzt die EU-Kommission nun in einem Handelsabkommen mit Kanada um, was das Parlament vergangene Woche mit großer Mehrheit abgelehnt hat? Schließlich war ja auch Kanada an Acta beteiligt. Zunächst wollte sich die Kommission in Brüssel zu solchen Befürchtungen nicht äußern. Geleakte Dokumente kommentiere man nicht, ließ man den Branchendienst ZDNet wissen . Außerdem habe man auch nicht vor, Ceta mit Acta zu vergleichen, hieß es.
mehr...
Während Horst Seehofer noch eine Facebook-Party in einer Münchner Nobel-Disco veranstalten musste, um seinen Profil mehr "Freunde" zu verschaffen , scheinen seine Kollegen von der CDU einen anderen Weg gewählt zu haben, um das gleiche Ziel zu erreichen.
Wie der Journalist Jens Schröder für das ZDF-Blog "Hyperland" recherchierte, hat das Twitter-Profil der CDU ( @cdu_news ) im April innerhalb von drei Tagen 5000 neue Follower dazu gewonnen . Das ist ein Zuwachs, für den die Partei zuvor ein halbes Jahr gebraucht hat. Und das Merkwürdige an den neuen Followern: Sie haben seltsame Namen wie @ykKOMIENSIMMIE, sie sind wenig aktiv und folgen kaum anderen Accounts. Also alles nur Fake?
mehr...
Wann ist ein Smartphone smart? Sind es wirklich vorwiegend technische Kennzeichen, die ein Smartphone ausmachen, so wie es Hersteller Samsung definiert? . Die Südkoreaner müssten es eigentlich wissen: Nach Nokia und Apple verkauft in Deutschland niemand mehr Alleskönnerhandys . Auch das Google Nexus kommt aus den Fabriken von Samsung . Nach Meinung vieler Tester ist das Handy des Suchmaschinenkonzerns aktuell eines der besten , wenn nicht sogar das beste Smartphone .
mehr...
Datenschützer haben es derzeit nicht leicht: Im Bundestag wird der Ausverkauf der Grundrechte beschlossen, während der Souverän gebannt ein paar Männern beim Fußballspielen zujubelt. Internetunternehmen biegen quasi wöchentlich mit neuen Ideen um die Ecke , wie soziale Beziehungen noch ein bisschen öffentlicher gestaltet werden könnten. Und Künstler erklären die Privatsphäre zum kreativen Experimentierfeld. Künstler wie Johannes Osterhoff.
Osterhoff wohnt in Berlin, ist 31 Jahre alt und von Beruf Interface Artist. Das heißt er spielt mit digitalen Nutzeroberflächen, denkt sie neu und verändert sie. Als das iPhone vor wenigen Tagen seinen fünften Geburtstag feierte, nahm er das zum Anlass, ein neues Projekt zu starten. Es heißt iPhone live und ist schnell erklärt: Jedes Mal wenn Osterhoff den Home-Button seines iPhones drückt, erstellt das Smartphone automatisch einen Screenshot, der dann ebenso automatisch auf seiner Webseite veröffentlicht wird. Nicht für die Dauer von ein oder zwei Wochen macht Osterhoff das, sondern ein ganzes Jahr. 365 Tage. Dazu hat sich der Künstler selbst verpflichtet, auf seiner Webseite Er nennt es Manifest .
mehr...
Schnick, Schnack, Schnuck ist das Schach des kleinen Mannes: Fast alle essentiellen Mini-Konflikte (Wer bringt den Müll raus? Wer wechselt die vollen Babywindeln? Wer geht in die 16-Uhr-Redaktionskonferenz?) lassen sich über das auch als "Schere, Stein, Papier" bekannte Spiel entscheiden.
mehr...
Japanese toymaker Bandai's 'Smart Pet' robotic dog toy is demonstrated at the International Toy Show in Tokyo Japanese toymaker Bandai's 'Smart Pet' robotic dog toy, with an Apple iPhone mounted as the dog's face, is demonstrated at the International Toy Show in Tokyo June 14, 2012. The robotic dog is controlled through the 'Smart Pets' application and offers an interactive experience by petting and touching the iPhone screen. The toy which won the 'Innovative Toys' category at the toy show will be on display during the four-day event which opens to public on Saturday, showcasing a total of about 35,000 products by 144 toy manufacturers. REUTERS/Yuriko Nakao (JAPAN - Tags: ENTERTAINMENT SOCIETY)
(Foto: REUTERS)
Es ist ein Null-Thema, ein Null-Anlass an die Markteinführung eines Telefons zu erinnern. Doch das iPhone ist nicht nur ein Telefon, nicht mal nur ein Handy, nicht mal nur ein Smartphone. Es ist eine Beatmungsmaschine. Es hält am Leben. Die Nachkommer von anderen Firmen: Google, Microsoft et. al sind Nachkommer, sind Me-Too-Produkte. Mitunter mögen sie in manchen Funktionen inzwischen sogar besser sein, wenn sie nicht von Microsoft kommen. Aber es bleiben Nachahmerprodukte. Zuerst war das iPhone.
Natürlich nicht. Zuerst war der Blackberry. Wir reden nicht davon, welche Geräte zuerst auf dem Markt waren. Wir reden darüber, welche Geräte maßgeblich unser Leben verändert haben. Und das war, nach der Schrumpfung der Handys von Ziegelsteingröße auf Taschenformat, der Blackberry. Denn der Blackberry hatte als Erster die "Push-Funktion", die niemand ernstlich preisen kann, wenn er Berufs- und Privatleben noch trennen will.
mehr...
Dass viele YouTube-Videos als Kunst gelten können, ist zumindest bei netzaffineren Zeitgenossen inzwischen unumstritten. Doch sind die Kommentare unter den Clips womöglich Literatur? Ein Wiener Verlag wirft diese und weitere durchaus essentielle Fragen auf.
mehr...
To match feature JAPAN-OKINAWA/FOOD Cans of 'Spam' luncheon meat are displayed at a market in Naha on the southern Japanese island of Okinawa March 5, 2008. Spam, 'taco rice' and A&W Root Beer - if you're looking to sample authentic Okinawan cuisine, these are musts for the menu. The southern Japanese island may be best known abroad for a healthy diet heavy on tofu and bitter-tasting vegetables called 'goya', but Okinawans are just as likely to tuck into fast food burgers and other dishes first made familiar by American troops. Picture taken March 5, 2008. To match feature JAPAN-OKINAWA/FOOD REUTERS/Issei Kato (JAPAN)
(Foto: Reuters)
Erst heute meldete sich wieder mein alter Freund Jerry Okoro wieder. Er arbeitet für Nigerias staatliche Ölgesellschaft und bat mich, ihm meine Kontonummer für die Überweisung von 40 Millionen US-Dollar zu geben.
Ich konnte ihm leider noch nicht antworten, denn ich musste noch das Angebot von Farida Warizi überdenken. Sie ist Chefin der nigerianischen "Economic and Financial Crime Commission" und möchte mir fünf Millionen Dollar vorläufig anvertrauen. Sie muss Geld außer Landes schaffen, ich erhalte für meine Hilfe eine Provision. Sie benötigt vorher nur ein paar persönliche Informationen.
mehr...
(FILES) This January 5, 2011 file photo shows the Windows Logo at a Microsoft press conference at the 2011 International Consumer Electronics Show in Las Vegas, Nevada. Microsoft on June 18, 2012 is scheduled to make a 'major' announcement that has the Internet buzzing with talk that it would involve taking on Apple iPad with tablets running on Windows software. AFP PHOTO / Robyn Beck / FILES
(Foto: AFP)
Ein Hoch auf Christian Alexander Almonte! Man kennt ihn nicht, er ist nur ein normaler Facebook-Nutzer. Doch er bringt das ganze geheimnissatte Brimborium auf den Punkt. "Is this, when the world ends?" fragt er gut gelaunt. Und meint damit die geradezu idiotisch aufs Ominöse zielende Kampagne auf Nokias Facebook-Seite . Dort stehen nämlich, eingestellt von Nokia, seit Samstag drei Bilder, die lediglich ein Datum vor unterschiedlichen Hintergründen zeigen: 06.18.12, also das Datum des heutigen Tages.
Ein Bild zeigt den Kartenausschnitt von Honolulu. Sonst steht da nix. Aber einige hundert Leute "liken" das schon mal und vielen Kommentatoren ist dieser Kartenausschnitt Anlass genug für Spekulationen, was wohl am Montag, 18. Juni 2012, geschehen könnte, weil Nokia es so will. Darum ist Almonte zu preisen, der dem Irrsinn einer nicht-ankündigenden Ankündigung den passenden Silber-Ironie-Rahmen verpasst: "Geht dann die Welt unter?" Danke dafür.
mehr...
Online-Shop kogan.com führt eine Sondergebühr für Nutzer des veralteten Internet Explorer 7 ein.
(Foto: Screenshot: kogan.com)
Hand aufs Herz, in welchem Browser lesen Sie gerade diesen Text? Sie sind im Digitalblog, also wahrscheinlich Firefox, Safari oder Chrome. Und wie viele Menschen kennen Sie, die noch mit dem Internet Explorer 7 durchs Netz surfen?
Für all diese digital Ewiggestrigen könnte das Einkaufen im Internet bald teurer werden - zumindest, wenn andere Webseitenbetreiber dem Beispiel des australischen Online-Shops Kogan folgen. Der erhebt ab sofort auf alle Einkäufe, die mit Microsofts inwzischen fast sechs Jahre alter Browserversion, die immer noch mit Windows XP mitinstalliert wird, eine Sondergebühr. 6,8 Prozent des Kaufpreises schlägt Kogan als "Internet Explorer 7 Tax" auf jede solche Bestellung auf.
mehr...
Schufa will bei Facebook und Co. nach Daten stoebern ARCHIV: Das Logo des Sozialen Netzwerkes Facebook auf dem Monitor eines Computers spiegelt sich in Leipzig in einer Sonnenbrille (Foto vom 28.05.10). Die Schufa koennte bald auch im Internet die Kreditwuerdigkeit von Millionen Deutschen durchleuchten. Die Auskunftei laesst derzeit untersuchen, wie sie in sozialen Netzwerken wie Facebook Informationen ueber Verbraucher sammeln kann. Mit der Schufa kommen Verbraucher immer dann in Beruehrung, wenn sie zum Beispiel einen Kredit beantragen oder einen Mietvertrag abschliessen - und Bank oder Vermieter die beruehmte 'Schufa-Auskunft' verlangen. Damit wollen sie herausfinden, ob der Vertragspartner solvent ist - oder fast pleite. (zu dapd-Text) Foto: Sebastian Willnow/dapd
(Foto: dapd)
Datenschutz ist eine Art deutscher Fetisch. Um das zu verstehen, muss man nicht zur Volkszählung in den achtziger Jahren zurückgehen. Immer wenn globale Netzkonzerne wie Google und Facebook an ihrer Datenmechanik drehen, sind deutsche Bedenkenträger unter den ersten Kritikern. Es hat gute Gründe, warum ausgerechnet das Münchner Google-Büro ein Kompetenzzentrum für Datenschutz ist. Wie viel Macht bekommen unkontrollierbare Konzerne über uns, wenn sie zu viel von uns wissen? Diese Frage treibt hierzulande wohl mehr Menschen um als anderswo.
Dass wir unsere Daten besonders schützen wollen, bedeutet allerdings nicht, dass wir besonders viel davon verstehen. Wie jetzt der Fall Schufa zeigt . Drei Thesen.
mehr...
Eigentlich hatte Tim Cook den Stecker bereits gezogen: In einem Interview Ende Mai konnte er nach langem Schweigen der Frage nicht mehr ausweichen, wie das Unternehmen eigentlich die Entwicklung des eigenen sozialen Netzwerks Ping beurteile. Die Antwort war unmissverständlich: Die Kunden hätten entschieden, sagte Cook,dass Ping ein Produkt sei, das sie nicht wollten. Welche Schlüsse das Unternehmen daraus allerdings zu ziehen gedenke, sagte Cook nicht.
Keine drei Wochen später, ist klar, wie es weitergehen wird. Nämlich gar nicht. Wie der amerikanische Techblog All Things Digital in der Nacht zum Mittwoch meldete, wird der Dienst mit dem nächsten großen iTunes-Update im Herbst wird eingestellt. Ping ist tot, möchte man sagen und merkt: Eigentlich war Ping gar nie lebendig.
mehr...
Ermittlungen gegen Sportmoderator Marcel Reif Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Sportmoderator Marcel Reif (Archivfoto vom 17.04.2004). Es gehe um einen erheblichen Geldbetrag von einem Schweizer Bankkonto, bestätigte Oberstaatsanwalt Alfons Grevener am Freitag (04.02.2005). Das Verfahren sei auf der Grundlage von anonymen Hinweisen eingeleitet worden. Nach Angaben der ´Bild"- Zeitung soll Reif 776 000 Mark (fast 400 000 Euro) für einen Bekannten nach Deutschland geschafft haben. Damit könnte er Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet haben. Foto: Gero Breloer dpa/lnw +++(c) dpa - Bildfunk+++
(Foto: dpa/dpaweb)
Ist Marcel Reif das nächste Opfer der Internet-Revolution? Ein solches Szenario klingt nicht nur für leidgeplagte Sky-Zuschauer verlockend, rangieren doch Fußballkommentatoren inzwischen am Ende der Beliebtheitsskala, nur noch knapp über den Schiedsrichtern. Die Mehrzahl der TV-Reporter ist redselig wie besserwisserisch, und dabei im Kommentar noch oberflächlich - so zumindest der Eindruck, liest man während einer Fußballübertragung Twitter (ein Medium, in dem natürlich niemand redselig, besserwisserisch oder oberflächlich agiert).
Wer derzeit vom öffentlich-rechtlichen Fußballkommentar genervt ist, dem bietet nun eine neue Seite eine Alternative: Bei marcel-ist-reif.de kann theoretisch jeder, der ein Computermikrofon und eine Internetverbindung besitzt, zum Reporter werden. Wer sich nicht zu Kommentaren über das Spielgeschehen berufen fühlt, kann aus einem halben Dutzend Audio-Kanälen die passende Beschallung wählen, das Angebot reicht von der Sportstudentinnen-WG über Poetry-Slammer bis hin zur Internet-One-Man-Gang Jens Best. Fernsehton aus, Audio-Stream an, fertig ist die Alternativ-Reportage.
mehr...
Wulff Responds To Critics In Television Interview BERLIN, GERMANY - JANUARY 04: On TV screens are displayed an interview with German President Christian Wulff in which he responded to critics on January 4, 2011 in Berlin, Germany. Wulff has come under increasing pressure to resign following reports that he personally intervened in attempts to prevent journalists from writing about aspects of his personal life, including a recent call to Editor-in-Chief Kai Diekmann of Bild Zeitung, in which he threatened Diekmann with legal action should the paper publish a story about Wulff's personal finance conduct while Wulff was prime minister of Lower Saxony. These accusations come on the heels of revelations of cozy relationships between Wulff and businessmen in Lower Saxony that included free holidays and low interest loans. (Photo by Andreas Rentz/Getty Images)
(Foto: Getty Images)
Um 20:15 Uhr erfährt die Fernseh-Öffentlichkeit in voller Länge, was Bundespräsident Christian Wulff zu den Vorwürfen gegen ihn sagt . Nur: Wenn sie Teil der Internet-Öffentlichkeit ist, wird sie bis dahin bereits längst wissen, was passiert ist.
Die Debatte um die Sperrfrist für das Gespräch ist bizarr: Kurz nach 17 Uhr wurde das Gespräch aufgezeichnet, um 18 Uhr konnten es dann Journalisten sehen. Bereits zu diesem Zeitpunkt twitterte unter anderem die Nachrichtenagentur dpa die wichtigsten Aussagen.
mehr...
Thomas Pfeiffer will eine Internet-Leerabgabe zur Finanzierung von Kunst und Kultur.
(Foto: Thomas Pfeiffer)
Seit Wochen wird in Deutschland intensiv über die Zukunft des Urheberrechts gestritten. Der grüne Netzpolitiker Thomas Pfeiffer hat nun die Idee einer Internet-Leerabgabe ins Spiel gebracht. Finanzielle Verluste der Künstler sollen durch eine Pauschalabgabe auf Internet- und Mobilfunkanschlüsse aufgefangen werden. Schon ein zusätzlicher Euro pro Handy-Datentarif und 1,50 Euro pro DSL-Anschluss würden monatlich mehr als 53 Millionen Euro in die Kassen spülen, rechnet Pfeiffer in seinem Blog vor .
Süddeutsche.de: Herr Pfeiffer, wann haben Sie zuletzt gegen das Urheberrecht verstoßen?
mehr...
Spaciges Fahrzeug aus dem USB-Stick Das undatierte Handout-Foto zeigt eine Frau, die neben einem neu entwickelten Gefährt von der Fakultät Gestaltung der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim kniet. 'Es ist das weltweit erste Fahrzeug, dass in einem Stück in 3D gedruckt und von einem Akkuschrauber angetrieben wird', teilte eine Sprecherin mit. Das Fahrzeug wurde am Rechner modelliert und auf einem 3D-Drucker mit einem bestimmten Verfahren ausgedruckt. Der Fahrzeugrahmen ist gerade mal sechs Kilo schwer. Motor und Anbauteile wiegen zusammen drei Kilo. 'Das Faszinierende an dem Fahrzeug ist auch, dass die Daten gerade einmal 37,5 Megabyte groß sind, also jeder sie schnell und einfach auf einem USB-Stick mitnehmen kann', sagte die Sprecherin. Foto: HAWK dpa/lni +++(c) dpa - Bildfunk+++
(Foto: picture alliance / dpa)
Während die Diskussion über das Urheberrecht gerade erst an Fahrt aufgenommen hat, zeichnet sich am Horizont eine Debatte ab, bei der die aktuellen Interessenskonflikte von Internet-Nutzern, Urhebern und Verwertern wie ein simples Vorgeplänkel wirken.
mehr...
To match Insight FACEBOOK/FORECASTS Facebook Inc. CEO Mark Zuckerberg is escorted by security guards as he departs a hotel in New York in this May 7, 2012 file photo. To match Insight FACEBOOK/FORECASTS REUTERS/Eduardo Munoz/Files (UNITED STATES - Tags: BUSINESS)
(Foto: REUTERS)
Während die Facebook-Aktie am Dienstag zwischenzeitlich mit einem Preis von unter 30 Dollar auf ein Allzeittief rutschte (was bei weniger als zwei Börsenwochen natürlich nichts aussagt) und Mark Zuckerberg für seine Flitterwochen in Rom weilt, diskutiert die Tech-Branche über mögliche Zukunftsoptionen des Unternehmens.
Nach den Berichten über schlechtere Umsätze für das aktuelle Quartal ist klar, dass Facebook neue Einnahmequellen oder zumindest eine bessere Vermarktung braucht. Um sich diese zu erschließen, scheint das Unternehmen keine Angst vor waghalsigen Geschäftsentscheidungen zu haben.
mehr...
Heerscharen der Hölle sind durchaus keine Randgruppe. Zu ihnen gehören Zombies, Skelette, Vampire ebenso wie bizarre Dämonen und Teufelsanbeter. Neu in der Parade der Bösewichter, für viele Kitsch-Gegner wohl naheliegend, sind quietschbunte Einhörner und flauschige Teddybären im Dienste des Höllenfürsten. Entwicklerstudio Blizzard hat ein Bonuslevel eingebaut, das auf den ersten Blick so gar nicht zum düsteren Gesamtbild des Spiels passen will .
Die fiesen Einhörner und abgrundtief bösen Teddybären zeigen, dass die Blizzard-Macher einen Hang zur feinen Selbstironie pflegen, hatten doch im Vorfeld viele Fans kritisiert, der dritte Teil komme für die Diablo-Reihe zu bunt und comicartig daher. Der "Ponylevel" inDiablo 3 steht aber auch in der Tradition des skurrilen Diablo-Humors. Im ersten Spiel machten noch (unwahre) Gerüchte von einem "Cowlevel" die Runde, im zweiten Teil wurden sie dann Realität (hier ging es für die Spieler gegen äußerst wehrhafte Nutzrinder).
mehr...
Soziales Netzwerk –
Meilensteine der Facebook-Geschichte
Tausende Autoren haben sich bereits mit Mark Zuckerberg und der Geschichte Facebooks auseinandergesetzt, ob sie den Jungunternehmer jemals persönlich trafen, oder ihn nur aus der Ferne kennen. Der 28-Jährige und sein Unternehmen sind längst eine gigantische Projektionsfläche für symbolträchtige und teilweise auch klischeebeladene Analysen. Weil sich diese Texte wechselseitig beeinflussen, finden sich im Gesamtbild ständig wiederkehrende Motive, die uns aber nicht unbedingt schlauer machen.
Diese Collage aus Artikeln über Facebook und seinen Gründer soll kein Porträt sein, sondern entstandene Projektionsfläche deutlich machen und Raum für die Auseinandersetzung mit ihr geben. Kein Satz ist neu, einzig die Zwischenüberschriften wurden zur besseren Lesbarkeit eingefügt. Die Originaltexte finden Sie, wenn Sie auf den jeweiligen Satz klicken.
mehr...
Absolventen mit Hacker-Kenntnissen sind begehrt auf dem Jobmarkt.
(Foto: Getty Images)
Die Frage schwirrt bereits etwas länger durch die Luft, jetzt wird sie etwas greifbarer: Wie ethisch müssen Hacker sein?
Neue Nahrung erhält die Debatte durch einen Vortrag von Jürgen "tante" Geuter bei der Zwischenkonferenz des Chaos Computer Clubs, der SIGINT . "Der Club hat eine allgemein akzeptierte Hacker-Ethik - und die stinkt", ist der wohl prägnanteste Satz daraus. Sie stamme aus den Achtzigern und sei zu unkonkret , zu viel habe sich seitdem verändert.
mehr...
Hinweis: Die Angabe der E-Mail-Adresse dient nur zum Versenden sowie dazu,
den Empfänger zu informieren. Die Adressen werden nicht für Werbe- oder andere
Zwecke verwendet.