3. Oktober 2012, 15:26Von Thorsten Riedl ⁄ Tastatur fürs iPad Wenn XL-Finger auf einen Touchscreen treffen

Das Ultrathin Keyboard Covers von Logitech

(Foto: Logitech)

Lieber Leser, ich gestehe zu Beginn, manchmal habe ich keinen blassen Schimmer, was du willst. Beispiel Netbook. Was war das für ein Trubel vor fast fünf Jahren, als Asus den EeePC vorstellte, andere folgten. Die Geräte waren klein, oft die Displays zu klein, und langsam, oft zu langsam. Als Reiseschreibmaschine taugten Netbooks. Zu nicht mehr.

Und heute? Niemand spricht mehr von Netbooks. Sitze ich in der Bahn und schreibe mit meinem Samsung N150 ernte ich seltsame Blicke - vor allem vom Nachbarn, der sein Tablet streichelt, in der Regel eines mit Apfel-Logo natürlich. Tablet-Computer mit berührungsempfindlichem Bildschirm sind jetzt der letzte Schrei. Aber hast du, werter Leser, schon einmal versucht, einen qualifizierten Text auf einem Tablet zu erstellen? Was für ein Graus ...  mehr...

26. September 2012, 15:46Von Pascal Paukner ⁄ Digitales Notizbuch von Moleskine und Evernote Analog ist besser

Zusammenbringen, was vielleicht gar nicht zusammenpasst? Moleskine und Evernote versuchen es.

(Foto: Evernote)

Vielleicht hätte man sich ein Beispiel an Google nehmen sollen. Jahrelang hat das amerikanische Unternehmen neue Produkte mit dem Hinweis versehen, dass es sich um einen Dienst im Betastadium handelt. Die Kunden wussten: Daran wird noch gearbeitet, da ist nicht alles perfekt. Funktionierte etwas nicht wie gewünscht, war kaum jemand sauer auf die Google-Programmierer. Alles noch beta.

Es gibt viele andere Produkte, die noch beta sind, bei denen das aber nicht ausdrücklich erwähnt wird. Der populäre Hersteller hochpreisiger Notizbücher, Moleskine, und der 38 Millionen Nutzer zählende Webdienst Evernote haben jetzt gemeinsam ein solches auf den Markt gebracht. Ein sogenanntes Smart-Notebook soll es sein und es ist die Antwort der beiden Unternehmen auf das bemerkenswerte Phänomen, dass trotz Digitalisierung scheinbar nostalgisch anmutende Objekte wie das klassische Notizbuch sich einer unvermindert großen Beliebtheit erfreuen.  mehr...

26. September 2012, 13:37Von Pascal Paukner ⁄ Online-Plattform Myspace Mission Wiederbelebung

Myspace macht sich schick. Klasse statt Masse könnte jetzt angesagt sein.

(Foto: vimeo.com/50071857)

Im Umgang mit Toten gibt es ein paar eiserne Regeln. Man redet beispielsweise nicht schlecht über sie. Und schon gar nicht macht man sich lustig. Bei Myspace haben da viele eine Ausnahme gemacht. Das soziale Netzwerk war einmal das größte der Welt, hatte in den besten Zeiten mehr als 260 Millionen Nutzer und mit Rupert Murdochs News Corporation einen potenten Geldgeber. Scheinbar hervorragende Voraussetzungen, um im harten Konkurrenzkampf der sozialen Netzwerke zu überleben. Tatsächlich aber kam alles ganz anders.

Mit Facebook wuchs Myspace innerhalb weniger Jahre ein übermächtiger Konkurrent heran, der Innovationen nicht nur schneller, sondern auch benutzerfreundlicher umsetzte. Die Folge: Myspace verlor Millionen Nutzer, wurde für den Eigentümer zum Verlustgeschäft, galt als tot und war fortan vor allem bitterbösem Hohn und Spott ausgesetzt. Dass aus Myspace nochmal etwas werden könnte, schien lange ausgeschlossen.  mehr...

14. September 2012, 21:13Von Johannes Kuhn ⁄ Digitale Debatte Samuel Beckett, die Provinz-Rocker und das Urheberrecht

Peter Hofmann hatte eine, uns waren dafür die Gema-Gebühren zu teuer: die Goldene Schallplatte

(Foto: dapd)

Am Samstag, 15. September, diskutiere ich in München im Rahmen der Nacht der Autoren mit Dirk von Gehlen, Tobias Kniebe und Andrian Kreye über das Urheberrecht. Dieser Text ist eine subjektive Einstimmung darauf und beschäftigt sich mit der Frage: Warum hat das Urheberrecht so einen schlechten Ruf?

Die Begebenheit trug sich so zu: Anfang dieses Jahrtausends, als der Siegeszug von Napster in meiner fränkischen Provinzheimat noch schlicht durch die lahmen Modem-Verbindungen gebremst werden konnte, nahm ich mit meiner Band eine CD auf. Goldene Schallplatten im Hinterkopf, wollten wir diese natürlich pressen lassen. Was nicht funktionierte. Voraussetzung sei eine Gema-Mitgliedschaft, teilte man mir freundlich mit. Zudem hätten wir für jede CD mehr als eine Mark zusätzlich an Lizenzgebühren hätten entrichten müssen.  mehr...

11. September 2012, 16:55Von Matthias Huber ⁄ Smartphone-App gegen Produktpiraterie Der größte Lump im ganzen Land

Wie im wilden Westen: "Wanted - Markenpiraten!"

(Foto: Screenshot: brandbounty.com)

Bisher war es Firmen und Anwälten vorbehalten, gegen Markenrechtsvergehen vorzugehen. Die Smartphone-App des amerikanischen Startup-Unternehmens Brandbounty will das ändern.

Damit kann ein Nutzer zum Beispiel melden, wenn er im Internet oder in einem Laden eine vermeintlich gefälschte Handtasche findet. Er macht ein Foto, versieht es per GPS direkt mit einer Location, fügt noch eine Beschreibung hinzu, übermittelt diese Daten - und schon nimmt er an einem Gewinnspiel teil oder ist für eine Belohnung qualifiziert. Gesponsort natürlich von den Rechteinhabern, denen die übermittelten Daten in Echtzeit zur Verfügung stehen.  mehr...

8. September 2012, 13:21Von Inga Methling ⁄ Web Index vorgestellt Deutschlands digitale Mittelmäßigkeit

Auf thewebindex.org zeigt eine interaktive Karte, welche Länder wie stark vom Internet beeinflusst werden und wie hoch das Einkommen dort ist. 

(Foto: Screenshot: thewebindex.org)

In welchen Ländern hat sich das World Wide Web in den letzten 20 Jahren am besten entwickelt? Das wollte sein Erfinder Tim Berners Lee wissen. Der Web Index, den er kürzlich in Berlin präsentierte, gibt die Antwort: Die Schweden profitieren am meisten vom World Wide Web, noch vor den USA und Großbritannien. Deutschland schafft es nur auf Platz 16.

Lee und seine Organisation die World Wide Web Foundation untersuchten insgesamt 61 Länder auf technische Rahmenbedingungen wie die Anzahl der Internetanschlüsse, Ladezeiten oder Qualität der Websites. Noch interessanter fanden die Wissenschaftler aber, wie stark die Bevölkerung der einzelnen Länder heute durch das Netz beeinflusst wird. Die Fragen, die sie sich stellten: Wie aktiv sind Politiker in sozialen Netzwerken? Wie schnell kommen Katastrophenwarnungen bei den Menschen an? Sind Schulen mit genug Computern versorgt und wie viele Jobs werden online angeboten?  mehr...

6. September 2012, 16:41Von Caspar Schlenk ⁄ QR-Code auf Grabsteinen Death sells

Ausschnitt eines QR-Codes

(Foto: dpa)

Schon lange vor der Erfindung des Internets haben die Menschen versucht, mit Verstorbenen Kontakt aufzunehmen. Die wilden Völker tanzten wild ums Feuer. Später versuchten selbst zivilisierte Menschen, durch Gläserrücken mit den Toten zu sprechen. Es ist ein zeitloses Thema für den spirituell angehauchten Teil der Bevölkerung - gemeinhin als Spinner bekannt. Death sells, mit dem Tod kann man Geschäfte machen.    mehr...

3. September 2012, 13:32Von Inga Methling ⁄ Anti-Kriegs-App abgelehnt Apples zweifelhaftes Verhältnis zum Krieg

Drones+ zeigt auf einer Karte, wie viele Menschen durch Drohnen getötet wurden.

(Foto: http://vimeo.com/47976409)

Eine CIA-Drohne hat ein Haus getroffen und acht Menschen getötet. Der Angriff soll um sieben Uhr morgens erfolgt sein, das Haus wurde zerstört.  "Wer möchte schon so eine Nachricht auf sein iPhone bekommen?", haben sich Apples App-Store-Mitarbeiter offenbar gedacht und der App "Drones+" keine Freigabe erteilt.

Josh Begley ist der Erfinder des Mini-Programms, das über Opferzahlen durch militärische Drohnenangriffe aufklären soll. Der Student der New York University verarbeitete die Zahlen der Londoner Organisation Bureau of Investigative Journalism in einer interaktiven Karte. So kann der Nutzer auf einen Blick erkennen, wann wo wieviele Personen durch die unbemannten Flieger getötet wurden - und ob sich Zivilisten unter den Opfern befinden. Gleichzeitig bekommt der App-Besitzer aktuelle Meldungen über neue Angriffe auf sein Smartphone geliefert, wie das Vorführvideo zeigt.  mehr...

23. August 2012, 09:51Von Thorsten Riedl ⁄ Übersetzungsprogramme fürs Smartphone App gewordene Science-Fiction-Fantasien

Fürs Smartphone gibt es zahlreiche Übersetzungs-Apps. Einige erinnern an Werkzeuge in Science-Fiction-Romanen.

(Foto: Bloomberg)

Captain Kirk hatte den Universal Translator, Arthur Dent seinen Babelfisch - und wir unsere Smartphones. Okay, gleich zugegeben, der Einstieg ist von den Kollegen der USA Today geliehen, bekommen sie später wieder zurück, versprochen. Der Vergleich ist aber auch zu schön für das Thema Sprache, genauer: fremde Sprache.

Die Kollegin von USA Today konzentriert sich im Artikel auf drei kleine Programme für Smartphones, die ohne Datenverbindung zu nutzen sind. Meine Idee: ein Überblick über die aktuellen Möglichkeiten von Übersetzungs-Apps. Kann man vergessen. Forget it. Vergeet het. Beim mobilen Betriebssystem iOS von Apple finden sich bei der Suche nach "Translate" hunderte Treffer. Bei den Kollegen des Android-Lagers unter Google sind es ebenso viele verschiedene Programme, die das Schlagwort für sich verbuchen. Also habe ich mir die gängigste Software angeschaut, die in den App-Stores schon gute Bewertungen erhalten hat und auf den oberen Plätzen der Rangliste steht.  mehr...

16. August 2012, 15:04Von Pascal Paukner, Köln ⁄ Europas größte Computerspielmesse eröffnet Tipps für die Gamescom

Eine Gamescom-Besucherin beim Testen. Die Tickets für Samstag sind bereits vergriffen.

(Foto: dpa)

Es gibt Menschen, für die das Messegelände im Kölner Stadtteil Deutz derzeit der Himmel auf Erden ist. 140.000 Quadratmeter ist Europas größte Videospielmesse, die Gamescom, in diesem Jahr groß. Mehr als 600 Aussteller sind vor Ort. Laut Herstellerangaben können die Besucher etwa 300 Games erstmals in Deutschland ausprobieren.  mehr...

9. August 2012, 15:08Von Pascal Paukner ⁄ Google verändert Websuche Babyschritte in die Suchmaschinenzukunft

Google will mehr Ordnung in die Informationsflut bringen und verpasst seiner Suchmaschine ein Update.

(Foto: Bloomberg)

Der Suchmaschinenmarkt gehört derzeit nicht zu den Feldern im IT-Bereich, in denen ein besonders harter Konkurrenz- und Verdrängungskampf herrscht. Seit Jahren dominiert Google das Feld. Zahlreiche vermeintliche Google-Killer sind gekommen, vor allem aber sind sie wieder gegangen. Kaum jemand, der sich heute noch an Cuil, Blekko oder Powerset erinnert. Suchen im Web, das heißt heute: googeln.

Für Google ist das eine komfortable Position, kann es sich doch durch die üppig fließenden Erlöse aus Werbeanzeigen noch erlauben, im Bereich Social Media Facebook und Twitter weiterhin hinterherzulaufen.  mehr...

8. August 2012, 16:39 ⁄ Umstrittene Schnüffelsoftware Wie geht es weiter mit dem Bayerntrojaner?

Teile des Computer-Codes des Bayerntrojaners: Alles in Ordnung, meint der Minister.

(Foto: dpa)

Ich war nach der Veröffentlichung des Prüfberichts durch den bayerischen Landesdatenschutzbeauftragten (pdf hier) gelinde gesagt entsetzt: Alle Vorwürfe hätten sich als haltlos erwiesen, interpretierte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann die Analyse. Ein Fazit, das dem gesunden Menschenverstand deutlich entgegenläuft. 

Frank Rieger vom CCC hat in der FAS dazu bereits angemerkt: "Dass sich Politiker mit dieser Einstellung erdreisten können, das Vertrauen der Bürger einzufordern und hintenrum die kontinuierliche Missachtung des Verfassungsgerichts dulden, scheint langsam zur Normalität zu werden."  mehr...

7. August 2012, 12:08Von Johannes Kuhn ⁄ Cloud Computing Überwachung in der Wolke

Der Tend geht zur Datenwolke, der Cloud. Das weckt auch Begehrlichkeiten von Strafverfolgungsbehörden.

(Foto: Reuters)

Das Dokument trägt den nichtssagenden Namen "Etsi Draft Technical Report DTR 101 657 v. 0.0.5" und ist eines dieser digitalen Papiere, die in den Tiefen des Netzes schlummern, ohne dass jemand etwas mit ihnen anzufangen wüsste.

Fast niemand, außer Erich Moechel. Der ehemalige Futurezone-Autor analysierte den Entwurf des "Europäischen Instituts für Telekommunikationsnormen" (Etsi) und schrieb daraufhin einen Artikel, in dem von einem "Facebook-Überwachungsstandard" die Rede war. Auch Christiane Schulzki-Haddouti griff das Thema  auf und schrieb für das ZDF-Hyperlandblog von einer "geheimen Hintertür für die Cloud", die Europa gerade bastle.  mehr...

1. August 2012, 14:11Von Mirjam Hauck ⁄ Microsofts E-Mail-Dienst Warum Hotmail zu Outlook wird

Hotmail ist tot, es lebe Outlook, verkündete Microsoft am Dienstagabend in seinem Firmenblog. Outlook.com soll in Anlehnung an den Namen des weit verbreiteten E-Mail-Programms Hotmail ablösen - einen der ersten E-Mail-Dienste, den es im World Wide Web überhaupt gab. Microsoft hatte Hotmail nicht selbst erfunden, sondern im Jahr 1997 zwei amerikanischen Entwicklern abgekauft. 1999 hatte Hotmail 300 Millionen Nutzer, und ich war einer davon.

Allerdings hatte ich damals daneben noch drei GMX-Adressen, zwei Uni.de-Adressen und eine quasi berufliche von der Uni, an der ich gerade studierte. Wenn heute darüber spekuliert wird, dass die E-Mail tot sei und Facebook und Konsorten das Medium getötet haben, dann war das Ende der neunziger Jahre die Zeit, in der die E-Mail noch jung, frisch und lebendig und für uns Studenten ein erstes digitales Komunikationsmittel war. Man meldete sich überall dort an, wo gerade etwas neu auftauchte, wollte keinen neuen Maildienst verpassen. Woher sollte denn einer wissen, welcher der Beste ist?  mehr...

30. Juli 2012, 19:22Von Pascal Paukner ⁄ Webdienst IFTTT Beobachte Olympia für mich, Internet!

Macht was man will: der Webdienst IFTTT.

(Foto: Screenshot)

Die Digitalisierung ist ein Segen für Kulturpessimisten. Ständig bringt sie neue Entwicklungen hervor, über die sich hervorragend lamentieren lässt: Soziale Netzwerke? Wir werden alle vereinsamen. Filesharing? Künstler sterben aus. Smartphones? Volkskrankheit Burnout.

Dabei ist oftmals gar nicht so sehr die Frage entscheidend, ob eine neue Technologie gut oder schlecht ist, sondern, auf welche Art und Weise sie eingesetzt wird. Wer auf Twitter willkürlich 500 Nutzern folgt, wird kaum soziales Kapital daraus schlagen können. Wer sich genau überlegt, wessen Nachrichten er abonniert, schon. Lädt jemand permanent Musik herunter, wird er den Kulturschaffenden kaum helfen. Versichert er sich damit, dass der Konzertkartenkauf auch lohnt, ist das Bild ein anderes.  mehr...

26. Juli 2012, 16:59Von Varinia Bernau ⁄ Neue App "Sbob.me" Flirten für Kontaktscheue
Kaffee

Ein Cappucchino für die Angebetete

(Foto: iStockphoto)

"Endlich mal eine Frau in deinem Leben!" Diese Anerkennung schlägt dem Astrophysiker Raj von seinen Kollegen entgegen, nachdem er Bekanntschaft mit Siri gemacht hat. Der Spruch ist ziemlich gemein. Nicht nur weil Raj an einem Kindheitstrauma leidet, so dass es ihm in Anwesenheit einer Frau schlichtweg die Sprache verschlägt. Sondern auch, weil Siri nur die Sprachsteuerung ist, über die sich das neueste iPhone bedienen lässt.

Aber Raj, das ist sein Dilemma, liebt nicht nur Technik. Er erliegt eben auch den faszinierenden Möglichkeiten, die diese Technik ihm bietet. In der digitalen Welt, so glaubt er, ist alles möglich. Selbst das, was in der analogen Welt eben nicht funktioniert. Zum Beispiel, sich mit einer Frau auf einen Kaffee verabreden: Als Raj Siri fragt, wie es wohl mit einem Kaffee wäre, da entgegnet sie, dass sie sechs Coffeeshops entdeckt habe, und drei davon direkt um die Ecke sind. Wow!  mehr...

25. Juli 2012, 09:37Von Thorsten Riedl ⁄ Neuer Putzroboter im Test Feucht verwischt

Der Scooba 230 und der Roomba 780 in ihrer natürlichen Umgebung

(Foto: iRobot)

RenaDeux hat seit kurzem einen Bruder - leihweise nur. RenaDeux, so haben wir unseren Saugroboter genannt. Eigentlich heißt sie, also er, Roomba 563 PET. Kein Wunder also, dass wir uns für einen familientauglichen Namen entschieden haben. Ein Blick auf die Rezensionen bei Amazon zeigt, dass wir damit nicht allein sind. Die Geräte dort heißen "Wall.E", "Larry" oder natürlich "Robby".

Wir haben unseren Namen in Anlehnung an unsere damalige Putzfrau gewählt. Ein Kollege hat gleich gemutmaßt, dass wir menschliche Arbeitskraft durch Maschinen ersetzen. Schließlich hat RenaDeux dafür gesorgt, dass die Putzdame weniger kommen musste, so dass sich der Roboter im betriebswirtschaftlichen Sinne innerhalb von weniger als einem Jahr amortisiert hat. Inzwischen saugt er quasi umsonst. Nun im Hochlohnland Schweiz angekommen, sind wir doppelt dankbar.  mehr...

24. Juli 2012, 10:55Von Johannes Kuhn ⁄ Internet-Communitys Reddit, das unterschätzte Universum

Reddit-Screenshot: Mehr als ein "Digg"-Abklatsch mit Gruseloptik.

(Foto: Screenshot: Reddit.com)

Reddit? Das ist doch die harmlose Version von 4Chan, die sozialste Linkschleuder, seit Digg den Bach runterging. So dachte ich bis zum vergangenen Freitag und war damit wahrscheinlich nicht alleine.

Dann ermordete ein Doktorand bei der Batman-Premiere in einem Kino in Aurora, Colorado, 12 Menschen und verletzte mehrere Dutzend. Und die Reddit-Nutzer zeigten zu diesem tragischen Anlass, wie Breaking News im Jahr 2012 aussehen können.  mehr...

20. Juli 2012, 18:56Von Pascal Paukner ⁄ Megaupload-Gründer veröffentlicht Musikvideo Kim Schmitz macht in Kirmespop

Kim Schmitz scheint es blendend zu gehen. Zwar haben im vergangenen Januar die neuseeländischen Behörden Schmitz' Unternehmen Megaupload wegen des Verdachts auf Urheberrechtsverletzungen im großen Stil vom Netz genommen. Zwar saß Schmitz danach wochenlang im Gefängnis und durfte erst gegen die Zahlung einer Kaution wieder nach Hause. Zwar hat die USA kürzlich seine Auslieferung beantragt. Dennoch: Es scheint Kim Schmitz blendend zu gehen. Vielleicht sogar ein bisschen zu gut.

Anders ist nicht zu erklären, was der 38-Jährige jetzt der Öffentlichkeit präsentiert. Am Freitagmorgen stellte Schmitz die Webseite Kim.com ins Netz. Was dort zu sehen ist, ist ein Angriff auf die amerikanische Regierung, der selbst für Schmitz' Verhältnisse ungewöhnlich ist. "The Truth will come out", steht da dick, fett und in Versalien. Weiter unten der Vorwurf, die Obama-Regierung habe dem Internet den Krieg erklärt, indem sie Megaupload abgeschaltet habe. Und im Anschluss die suggestive Frage, ob man bei der Präsidentschaftswahl für Obama stimmen wolle. 1600 wollen das 4600 nicht. Man fragt sich, was das aussagen soll.  mehr...

13. Juli 2012, 19:16Von Pascal Paukner ⁄ Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen im Netz Wenn Acta plötzlich Ceta heißt

Ist Ceta wie Acta eine Gefahr für das freie Internet? Die EU-Kommission bemüht sich, diesen Eindruck zu zerstreuen.

(Foto: AFP)

Netzaktivisten in ganz Europa sind alarmiert. Am vergangenen Montag veröffentlichte der kanadische Rechtsprofessor Michael Geist auf seinem Blog einen Artikel, der es in sich hat. "Acta lebt: Wie die EU und Kanada Ceta als Hintertür benutzen, um Acta wiederzubeleben", ist das Stück überschrieben. Geist zeigt darin, wie ein kürzlich im Internet veröffentlichter Entwurf des Comprehensive Economic and Trade Agreement, kurz Ceta, vom Februar teils wortwörtlich dem im Europäischen Parlament gescheiterten Acta-Abkommen gleicht.

Ist Acta also gar nicht so tot, wie es noch vor einer Woche schien? Setzt die EU-Kommission nun in einem Handelsabkommen mit Kanada um, was das Parlament vergangene Woche mit großer Mehrheit abgelehnt hat? Schließlich war ja auch Kanada an Acta beteiligt. Zunächst wollte sich die Kommission in Brüssel zu solchen Befürchtungen nicht äußern. Geleakte Dokumente kommentiere man nicht, ließ man den Branchendienst ZDNet wissen. Außerdem habe man auch nicht vor, Ceta mit Acta zu vergleichen, hieß es.  mehr...

13. Juli 2012, 16:48Von Mirjam Hauck ⁄ Twitter Die wundersame Follower-Vermehrung der CDU

Freunde fürs Leben: Twitter-Follower und Facebook-Fans.

Während Horst Seehofer noch eine Facebook-Party in einer Münchner Nobel-Disco veranstalten musste, um seinen Profil mehr "Freunde" zu verschaffen, scheinen seine Kollegen von der CDU einen anderen Weg gewählt zu haben, um das gleiche Ziel zu erreichen.

Wie der Journalist Jens Schröder für das ZDF-Blog "Hyperland" recherchierte, hat das Twitter-Profil der CDU (@cdu_news) im April innerhalb von drei Tagen 5000 neue Follower dazu gewonnen. Das ist ein Zuwachs, für den die Partei zuvor ein halbes Jahr gebraucht hat. Und das Merkwürdige an den neuen Followern: Sie haben seltsame Namen wie @ykKOMIENSIMMIE, sie sind wenig aktiv und folgen kaum anderen Accounts. Also alles nur Fake?  mehr...

13. Juli 2012, 16:09Von Thorsten Riedl ⁄ Mitdenk-Apps Wie Smartphones zu Cleverphones werden

Wann ist ein Smartphone smart? Sind es wirklich vorwiegend technische Kennzeichen, die ein Smartphone ausmachen, so wie es Hersteller Samsung definiert?. Die Südkoreaner müssten es eigentlich wissen: Nach Nokia und Apple verkauft in Deutschland niemand mehr Alleskönnerhandys. Auch das Google Nexus kommt aus den Fabriken von Samsung. Nach Meinung vieler Tester ist das Handy des Suchmaschinenkonzerns aktuell eines der besten, wenn nicht sogar das beste Smartphone.  mehr...

10. Juli 2012, 17:59Von Pascal Paukner ⁄ Künstler macht sein iPhone öffentlich Wider die Pseudoprivatsphäre

Was sich Johannes Osterhoff auf seinem iPhone beispielsweise anschaut. 

(Foto: Screenshot)

Datenschützer haben es derzeit nicht leicht: Im Bundestag wird der Ausverkauf der Grundrechte beschlossen, während der Souverän gebannt ein paar Männern beim Fußballspielen zujubelt. Internetunternehmen biegen quasi wöchentlich mit neuen Ideen um die Ecke, wie soziale Beziehungen noch ein bisschen öffentlicher gestaltet werden könnten. Und Künstler erklären die Privatsphäre zum kreativen Experimentierfeld. Künstler wie Johannes Osterhoff.

Osterhoff wohnt in Berlin, ist 31 Jahre alt und von Beruf Interface Artist. Das heißt er spielt mit digitalen Nutzeroberflächen, denkt sie neu und verändert sie. Als das iPhone vor wenigen Tagen seinen fünften Geburtstag feierte, nahm er das zum Anlass, ein neues Projekt zu starten. Es heißt iPhone live und ist schnell erklärt: Jedes Mal wenn Osterhoff den Home-Button seines iPhones drückt, erstellt das Smartphone automatisch einen Screenshot, der dann ebenso automatisch auf seiner Webseite veröffentlicht wird. Nicht für die Dauer von ein oder zwei Wochen macht Osterhoff das, sondern ein ganzes Jahr. 365 Tage. Dazu hat sich der Künstler selbst verpflichtet, auf seiner Webseite Er nennt es Manifest.  mehr...

2. Juli 2012, 16:18 ⁄ Mensch vs. Maschine Knobel-Roboter auf Siegeszug

Schnick, Schnack, Schnuck ist das Schach des kleinen Mannes: Fast alle essentiellen Mini-Konflikte (Wer bringt den Müll raus? Wer wechselt die vollen Babywindeln? Wer geht in die 16-Uhr-Redaktionskonferenz?) lassen sich über das auch als "Schere, Stein, Papier" bekannte Spiel entscheiden.   mehr...

29. Juni 2012, 16:22Von Bernd Graff ⁄ Telefonieren mit Apple Mein Ich ist ein iPhone

Ein iPhone als Roboterhund

(Foto: REUTERS)

Es ist ein Null-Thema, ein Null-Anlass an die Markteinführung eines Telefons zu erinnern. Doch das iPhone ist nicht nur ein Telefon, nicht mal nur ein Handy, nicht mal nur ein Smartphone. Es ist eine Beatmungsmaschine. Es hält am Leben. Die Nachkommer von anderen Firmen: Google, Microsoft et. al sind Nachkommer, sind Me-Too-Produkte. Mitunter mögen sie in manchen Funktionen inzwischen sogar besser sein, wenn sie nicht von Microsoft kommen. Aber es bleiben Nachahmerprodukte. Zuerst war das iPhone.

Natürlich nicht. Zuerst war der Blackberry. Wir reden nicht davon, welche Geräte zuerst auf dem Markt waren. Wir reden darüber, welche Geräte maßgeblich unser Leben verändert haben. Und das war, nach der Schrumpfung der Handys von Ziegelsteingröße auf Taschenformat, der Blackberry. Denn der Blackberry hatte als Erster die "Push-Funktion", die niemand ernstlich preisen kann, wenn er Berufs- und Privatleben noch trennen will.  mehr...