Korruption, Dreck, Armut: Charles Dickens hat wie kein anderer die Londoner Milieus geschildert. Sein einzigartiges Talent lag weder im Romaneschreiben noch im Journalismus, sondern in der brillanten Kombination von beidem. Damit wurde er vom amüsierten Beobachter zur moralischen Institution.
Von Alexander Mendenmehr...
Vor 200 Jahren wurde Charles Dickens geboren, eigentlich könnte ganz London das Jubiläum feiern - aber den wenigsten ist nach Feiern zumute. Weil der Kapitalismus Angst macht und keiner seine Gefahren besser beschrieben hat als der Erfinder von Oliver Twist. Ein Stadtspaziergang durch Londons Finanzdistrikt, der einiges über die Zukunft verrät.
Von Lars Reichardtmehr...SZ-Magazin
Harry Potter und Captain America als Erbauungslektüre im Gefangenenlager: Ein Blog sammelt Fotos aus der halbleeren Häftlingsbibliothek von Guantanamo. Der Zynismus der Titelauswahl zeigt: Gerade scheinbar Nebensächliches wie eine Bibliothek hat etwas mit Respekt und Menschenwürde zu tun.
Von Nadia Pantelmehr...
Somerset House, King's College und Covent Garden: Eine besondere Stadtführung durch London zeigt Besuchern bekannte Sehenswürdigkeiten aus einem anderen Blickwinkel - dem einer Obdachlosen.
Von Lena Jakat, Londonmehr...
Der berühmte Geizhals aus Entenhausen wird 65 Jahre alt. Und noch immer gibt es ungeklärte Fragen und falsche Gerüchte. Ist Dagobert überhaupt die reichste Ente? Woher stammt sein Vermögen? Und kann man in Geld überhaupt schwimmen?
Von Pia Ratzesberger und Benjamin Rombergmehr...
Waisenjunge Pip ist verliebt in Estella, doch die Dame verkehrt in anderen Kreisen als der junge Schmied. Da ermöglicht ihm plötzlich ein unbekannter Gönner den gesellschaftlichen Aufstieg - mit weitreichenden Folgen. Charles Dickens' Roman ganz konventionell verfilmt, und gerade deswegen empfehlenswert.
Von Susan Vahabzadehmehr...
"Ein Kind kommt auf die Welt, Pech gehabt": Sibylle Berg macht einen messianischen Zwitter namens Toto zum Helden ihres neuen Romans. Das Buch ist voll von bitterem Witz über den miserablen Zustand der Welt.
Von Burkhard Müllermehr...
Der Literaturnobelpreis geht in diesem Jahr an den chinesischen Schriftsteller Mo Yan. Zur Begründung hieß es, Mo Yan habe "mit halluzinatorischem Realismus Märchen, Geschichte und Gegenwart vereint". Der Autor wurde in den achtziger Jahren mit seinem Romanzyklus "Das rote Kornfeld" bekannt. Die Ehrung gilt als die wichtigste literarische Auszeichnung der Welt und wird am 10. Dezember in Stockholm feierlich verliehen.
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Sie lassen die Puppen tanzen, erzählen mörderische Geschichten und leben ihren Eigensinn aus: In München gibt es das Residenztheater oder die Kammerspiele, aber auch viele kleine Privattheater - und die schlagen sich ohne Unterstützung von Stadt oder Staat alleine durch.
Ein Überblick von Ingrid Fuchsmehr...
Seit Jahrzehnten versuchen die Panzerknacker das Unmögliche: Onkel Dagoberts Vermögen aus dem Geldspeicher zu entwenden. Sie werden daran immer scheitern. Weil sie dämlich sind und einer kapitalistischen Illusion glauben, die die Weltgeschichte am Laufen hält.
Von Willi Winklermehr...
Die Reichen sind böse und die Armen sind immer ein bisschen gut: Kann man in diesen Zeiten noch einen moralischen Roman schreiben und Sozialkritik üben? Joanne K. Rowling kann es. Ihr erster Roman "Ein plötzlicher Todesfall" ist ein schreckliches Märchen.
Von Willi Winklermehr...
Die Grundschule Dachau-Süd präsentiert am ersten Adventssonntag ein besinnliches Singspiel. Jürgen Rothaug inszeniert beim ASV einen "Weihnachtszauber". Beide helfen damit Menschen in Not.
Von Angelika Heilandermehr...
Gerüchte gab es schon länger, jetzt die offizielle Bestätigung aus dem Buckingham Palace: Prinz William und seine Ehefrau Catherine erwarten ihr erstes Kind. Die frohe Kunde wird jedoch überschattet - die 30-Jährige muss den Angaben zufolge derzeit in einem Londoner Krankenhaus behandelt werden.
Von Johanna Bruckner und Lena Jakat, Londonmehr...
Orte von melancholischer Schönheit sind Londons Friedhöfe, die noch aus der Zeit von Charles Dickens datieren. Am schönsten gruseln kann man sich auf dem Highgate Cemetery, wo der Rauschebart von Karl Marx aus dem Pflanzendickicht ragt.
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Goldene Paillettenjacke, schwarze Sonnenbrille und glitzernde Kopfhörer: Das DJane-Equipment sitzt. Ruth Flowers alias "Mamy Rock" ist weltweit die älteste ihrer Zunft. 72 Jahre ist sie alt - und hat sich keinen Tag davon gelangweilt. Jetzt ist sogar ein Film über sie in Planung.
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London kann einen Pfunde kosten - nicht an Körpergewicht, aber an Barvermögen. Clevere Touristen müssen angesichts astronomischer Übernachtungs-, Menü- und Eintrittspreise trotzdem nicht verzweifeln. Es geht auch günstiger, einige Attraktionen sind sogar umsonst.
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Roman Polanski hat den "Oliver Twist" von Charles Dickens neu verfilmt, aus persönlichen Erinnerungen heraus und mit einem gezielten Blick auf die cleveren Kids von heute.
Von FRITZ GÖTTLERmehr...
Scotland Yard galt als die beste Polizeibehörde der Welt - bis der Abhörskandal von Murdochs "News of the World" den Ruf ruinierte. Dabei hat Korruption bei der Metropolitan Police eine lange Tradition.
Von Alexander Mendenmehr...
Überschießende Phantasie gepaart mit lebensnahem Realitätssinn: US-Erfolgsautor John Irving, der für "Gottes Werk und Teufels Beitrag" einst den Oscar für das beste Drehbuch bekam, wird an diesem Freitag 70 Jahre alt. Und noch immer erzählen seine äußerst populären Bücher vom Ringen - und vom letzten Satz.
Von Bernd Graffmehr...
Ethische Maßstäbe sind ihr fremd, sowohl im Privat- als auch im Berufsleben. So viel Unmoral muss von einem ordentlichen Drehbuch im deutschen Fernsehen bestraft werden: Die Anwältin Maria Schwadorf wird in "Im Alleingang - die Stunde der Krähe" zur geläuterten Heldin im Rollstuhl. Und früher oder später bleibt ihr gar nichts anderes übrig, als zum guten Menschen zu werden.
Von Katharina Riehlmehr...
Das Böse als Stimulans: Der Marquis de Sade und Elfriede Jelinek dienen dem amerikanischen Romancier Nicholson Baker nur zum Teil als Vorbild - der Teufel steckt bei ihm in den Zwischentönen des Systems, die voller Sexualangst schrillen. Deswegen haut er der amerikanischen Prüderie nun das Schmuddelbuch "Haus der Löcher" um die Ohren.
Von Ina Hartwigmehr...
Weihnachten ist eine einzige "Orgie der Wertvernichtung". Diese These vertritt der US-Wirtschaftswissenschaftler Joel Waldfogel - und argumentiert: Weil die Beschenkten oft nichts mit den Präsenten anfangen können, seien sie in ihren Augen auch weniger wert. Sein Rat: Einfach mal nichts schenken.
Von Verena Mayermehr...
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