Pünktlich zum Jahrestag der Tötung von Osama bin Laden stattet der US-Präsident einen Blitzbesuch in Kabul ab. Er unterzeichnet ein strategisches Abkommen mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai - und macht in einer Fernsehansprache Wahlkampf für sich selbst. Kurz nach Obamas Abreise erschüttern Explosionen die Hauptstadt Kabul.
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Außenminister Guido Westerwelle bemüht sich um Kontakt zu dem Deutsch-Afghanen, den die US-Armee in einem Militärgefängnis am Hindukusch gefangen hält. Abgeordnete verlangen die Aufklärung des Falles.
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Daniel Brössler, Berlinmehr...
US-Präsident Obama beteuert, die Koranverbrennungen in Afghanistan seien unbeabsichtigt geschehen. Ein afghanisches Untersuchungsgremium widerspricht - und verweist auf die hohe Anzahl der zerstörten Bücher.
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Erst die Koran-Verbrennung und jetzt das: Ein US-Soldat tötet in Afghanistan 16 Menschen. Sein mutmaßlicher Amoklauf steht in einer langen Reihe von Verfehlungen der US-Armee. Was ist über den Täter bekannt? Und was bedeutet der Vorfall für den Abzug der Bundeswehr? Fragen und Antworten.
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Markus C. Schulte von Drach, Melanie Staudinger und Michael Königmehr...
Sein Motiv ist noch unklar: Ein US-Soldat hat in der afghanischen Provinz Kandahar auf Zivilisten geschossen. Die Rede ist von bis zu 16 Toten. Der Mann wurde festgenommen, die Internationale Schutztruppe will den Fall untersuchen.
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"Wir haben Angst", sagt ein Einheimischer. "Die Übergabe der Sicherheitsverantwortung läuft wie geplant", sagt der IsaF-Oberkommandierende. 2014 sollen die internationalen Truppen abziehen, doch nach Monaten voller Rückschläge schauen viele Afghanen besorgt in die Zukunft.
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Tobias Matern, Kabulmehr...
Tausende Afghanen protestieren vor der US-Basis in Bagram, weil afghanische Arbeiter im Müll angebrannte Koran-Exemplare gefunden hatten. Die Internationale Schutztruppe Isaf versucht zu beschwichtigen und spricht von "unsachgemäßer Entsorgung".
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Sie werfen mit Steinen, setzen Fahrzeuge in Brand und skandieren anti-amerikanische Parolen: Die gewaltsamen Proteste gegen Koranverbrennungen durch US-Soldaten in Afghanistan eskalieren. Mindestens fünf Demonstranten kamen bislang bei den Ausschreitungen ums Leben.
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Die Empörung über verbrannte Koranausgaben treibt in Afghanistan am dritten Tag in Folge Tausende Menschen auf die Straßen. Bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften kamen erneut Demonstranten ums Leben. Der Protest droht vollends zu eskalieren, die Taliban appellieren an die Bevölkerung, den "Invasoren eine Lektion zu erteilen". US-Präsident Obama versucht, die Situation zu entschärfen.
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Die Wut auf die Amerikaner wächst. Nachdem US-Soldaten in Afghanistan Ausgaben des Korans verbrannt haben, kommt es in mehreren Städten zu massiven Protesten. Bis zu acht Menschen sollen getötet worden sein. Die USA entschuldigen sich für den Vorfall - doch die Erklärung lässt an der Einsicht der Amerikaner zweifeln.
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Nächste Runde in der Propaganda-Schlacht: Iran hat einen angeblichen CIA-Agenten im Staatsfernsehen präsentiert. Die Aufgabe des Amerikaners mit iranischen Wurzeln sei es gewesen, den iranischen Geheimdienst zu unterwandern, behauptet Teheran - doch die Angaben lassen sich nicht überprüfen.
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Wütende Demonstranten, fliegende Steine - angesichts der gewaltsamen Proteste in Afghanistan hat die Bundeswehr ihre Soldaten aus einem Lager im Norden des Landes vorzeitig abgezogen. Die Wut in der Bevölkerung über die Verbrennung von Koran-Ausgaben auf einem US-Stützpunkt hält an. Nach den Freitagsgebeten werden landesweit schwere Ausschreitungen befürchtet.
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Es ist längst nicht mehr nur die Hauptstadt Kabul, in der aufgebrachte Afghanen gegen den Westen demonstrieren, nachdem Koran-Ausgaben auf einer US-Militärbasis verbrannt wurden: In mindestens sechs Provinzen werden Proteste, Verletzte, Tote gemeldet. In Baglan versucht eine aufgebrachte Menge, ein Isaf-Feldlager zu stürmen.
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Im Innenministerium in Kabul sind zwei Angehörige der Isaf-Schutztruppe getötet worden. Als Reaktion darauf zieht die Nato sämtliche ihrer Mitarbeiter aus den afghanischen Ministerien ab. Die radikalislamischen Taliban brüsten sich im Internet mit der blutigen Tat, sie sei eine Reaktion auf die Koranverbrennungen durch US-Soldaten. Im ganzen Land dauern die massiven Proteste an.
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Meinung
Die jüngsten Proteste nach den Koran-Verbrennungen in Bagram zeigen, wie fragil die Sicherheitslage in Afghanistan ist. Bis zur Verantwortungsübergabe 2014 ist nur noch wenig Zeit. Die Bundesregierung muss sie nutzen, auch wenn der Einsatz scheitern kann.
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Daniel Brösslermehr...
Die Taliban sprechen von einer Vergeltungsaktion für die Koranverbrennung durch US-Soldaten: Bei einem Autobomben-Anschlag auf den Flughafen von Dschalalabad nahe einer Militärbasis sind mindestens neun Menschen getötet worden - darunter auch Zivilisten.
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Es ist ein Streit um zwei Jahre: Die Länder fordern ein Verbot für die Käfighaltung von Legehennen bis 2023. Der Bund hält dies frühestens 2025 für machbar. Nur im Ziel sind sich alle einig: Die Haltungsformen der Zukunft sind Boden-, Freiland- und Biohaltung.
Kurzmeldungen
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Die Vereinten Nationen halten Strafen für jene US-Soldaten für zwingend geboten, die in Afghanistan mehrere Exemplare des Korans verbrannt hatten. Der UN-Sonderbeauftragte Kubis verlangt von den USA, die Schändung nicht durchgehen zu lassen.
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Viele Soldaten, die in Afghanistan im Einsatz sind, wissen immer noch zu wenig über das Land - wie jene Amerikaner, die gedankenlos den Koran verbrennen. Dass die Isaf-Soldaten nun interkulturell geschult werden sollen, ist eine gute Idee. Allerdings hätte man die schon haben sollen, als der Westen die Taliban vor mehr als zehn Jahren gestürzt hat.
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Tobias Maternmehr...
Es sind schockierende Bilder: Vier US-Soldaten urinieren auf drei tote Taliban und verspotten sie. Was aus solchen möglicherweise sogar als Kriegsverbrechen einzustufenden Taten entstehen kann, haben die USA im Irak erlebt. Nun könnte auch in Afghanistan der Hass zunehmen - und Amerikas Mission untergraben.
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Janek Schmidtmehr...
Wollte er in den Dschihad oder zu seiner Großmutter? Die USA halten nach SZ-Informationen einen deutschen Studenten im afghanischen Militärgefängnis Bagram fest. Deutsche Diplomaten kommen nicht an ihn ran.
Von
Daniel Brösslermehr...
Wenige Monate nach den Anschlägen vom 11. September 2001 befiehlt Carl-Hubertus von Butler als erster deutsche Kommandeur auf afghanischem Boden. Soldat war er geworden, um Krieg zu verhindern.
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Joachim Käppnermehr...
Folter sei in afghanischen Gefängnissen "alltäglich und systematisch": Ein unveröffentlichter UN-Bericht erhebt schwere Vorwürfe gegen die afghanischen Behörden. Häftlinge sollen geschlagen und mit Elektroschocks traktiert worden sein. Nun reagiert die von der Nato geführte internationale Afghanistan-Schutztruppe Isaf und setzt die Überstellung von Gefangenen an afghanische Haftanstalten aus.
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Das UN-Kriegsverbrechertribunal für das frühere Jugoslawien hat den Ex-Militärchef Serbiens zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Momocilo Perisic soll unter anderem Militäreinheiten unterstützt haben, die für das Massaker von Srebrenica und die Belagerung von Sarajewo verantwortlich waren.
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Kaum ist der Prozess gegen Silvio Berlusconi wegen sexueller Kontakte mit der minderjährigen Ruby angelaufen, schon könnte er verschoben werden. Das italienische Verfassungsgericht hat einen Einspruch Berlusconis gegen seine Richter für zulässig erklärt.
Kurzmeldungen
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