Verletzung des Nationalspielers Reus fällt für restliche Hinrunde aus

Verletzt in Paderborn: Marco Reus.

(Foto: Jonas Güttler/dpa)
  • Marco Reus wird 2014 nicht mehr auf den Fußballplatz zurückkehren.
  • Der Nationalspieler erleidet gegen Paderborn einen Außenbandriss.
  • Schiedsrichter Wolfgang Stark ärgert sich über seine Entscheidung.

Diagnose: Außenbandriss im Sprunggelenk

Die Bundesliga-Hinrunde ist für Fußball-Nationalspieler Marco Reus beendet. Im Spiel bei Aufsteiger SC Paderborn (2:2) erlitt der 25-Jährige am Samstag einen Außenbandriss im Sprunggelenk und fällt die restlichen Spiele in diesem Jahr aus. Dies teilte der BVB am Sonntagnachmittag mit. Reus, der in der 67. Minute ausgewechselt worden war, kann voraussichtlich Anfang Januar wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Der Torschütze zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung war bei einem harten Tackling von Gegenspieler Marvin Bakalorz am rechten Knöchel getroffen worden und musste mit einer Trage vom Platz gebracht werden. Vor der WM in Brasilien war Reus mit einem Syndesmoseriss im linken Sprunggelenk wochenlang ausgefallen und hatte die WM-Teilnahme verpasst.

Bakalorz entschuldigt sich

Reus hatte außerdem im vergangenen Bundesligaspiel gegen seinen Ex-Klub Borussia Mönchengladbach (1:0) eine Bänder- und Sehnenzerrung sowie ein Knochenödem im linken Sprunggelenk erlitten. In den Länderspielen gegen Gibraltar (4:0) und Spanien (1:0) hatte der Ex-Gladbacher gefehlt. Bakalorz entschuldigte sich für das harte Einsteigen.

"Das war ein Scheiß-Gefühl"

Nationalspieler Marco Reus fällt nach einem harten Foul des Paderborners Marvin Bakalorz für die restliche Hinrunde aus. Der Übeltäter ist untröstlich. BVB-Trainer Jürgen Klopp beschwichtigt das aber nicht. Von Freddie Röckenhaus mehr ...

"Wir waren damals im Trainingslager zusammen auf dem Zimmer - ich würde Marco Reus niemals gewollt umtreten", sagte der Paderborner: "Ich wollte zum Ball gehen, aber ich berühre ihn, das war zu heftig. Es tut mir auf jeden Fall leid."

Wolfgang Stark ärgert sich

Schiedsrichter Wolfgang Stark sieht indes seine Entscheidung, Bakalorz nur zu verwarnen, im Nachhinein als falsch an. "Im Spiel habe ich es so gesehen, dass Bakalorz zum Ball grätscht, den Ball auch leicht berührt und danach Reus trifft. Für mich war das in dem Moment Foul und Gelb. Als ich nachher die Zeitlupe gesehen habe, habe ich mich selbst erschrocken und muss sagen: Rot wäre die richtige Entscheidung gewesen", sagte der 45-Jährige Bild.de.

Weiter führte Stark aus: "Mir tut Marco Reus leid. Wir hatten uns beim Aufwärmen noch unterhalten, und ich habe ihm da gesagt: 'Schön, dass Sie wieder fit und zurück sind!' Ich hoffe sehr für ihn, dass die Verletzung nicht zu schlimm ist!"


Quelle: Opta Sportdaten

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