Nationalspieler Reus' Verletzung schwerer als angenommen

Da war er noch fit: Nationalspieler Marco Reus muss drei Monate pausieren.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Fußball-Nationalspieler Marco Reus muss voraussichtlich drei Monate pausieren. DFB-Kapitän Philipp Lahm warnt vor einem Fehlstart gegen WM-Gruppengegner Portugal. Die deutschen Hockey-Herren verpassen trotz eines Sieges gegen Südkorea das WM-Halbfinale.

Fußball, Borussia Dortmund: Die Verletzung von Marco Reus ist schlimmer als ursprünglich angenommen, der Fußball-Nationalspieler wird Borussia Dortmund voraussichtlich drei Monate lang fehlen. Das gab der Vizemeister am Dienstag bekannt. Bei weiteren Untersuchungen in den vergangenen Tagen stellte BVB-Mannschaftsarzt Markus Braun neben dem schon bekannten Teilriss der Syndesmose auch noch einen knöchernen Bandausriss an der Fersenbein-Vorderseite fest. Damit wird Reus dem BVB bis weit in die kommende Saison hinein fehlen. Die Bundesligaspielzeit 2014/15 beginnt am 22. August. Reus hatte die Verletzungen bei der WM-Generalprobe der Nationalmannschaft gegen Armenien (6:1) am vergangenen Freitag erlitten und seine WM-Teilnahme daraufhin absagen müssen.

Fußball, WM: Für Kapitän Philipp Lahm ist der schwierige WM-Auftakt der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal gleich ein Wegweiser für den weiteren Turnierverlauf. "Wenn man dieses Spiel nicht gewinnen sollte, kann man schon unter Druck geraten", sagte Lahm am Dienstag in Santo André. Der Gegner um Weltfußballer Cristiano Ronaldo sei "physisch sehr stark und gefährlich". Der Kapitän hat mit Bundestrainer Joachim Löw bereits über seine WM-Position gesprochen. Es liege aber nicht in seiner Verantwortung, das öffentlich zu verkünden. Vieles deutet jedoch in Brasilien darauf hin, dass Lahm im Mittelfeld beginnen wird und nicht rechts hinten.

Hockey, WM: Erstmals seit der Premiere im Jahr 1971 findet das Herren-Halbfinale einer Hockey-WM ohne Deutschland statt. Zwar gewann die erfolgsverwöhnte Auswahl von Bundestrainer Markus Weise am Dienstag in Den Haag ihr letztes Vorrundenmatch in gewohnt souveräner Manier gegen Südkorea 6:1 (3:0). Doch Rivale Argentinien hatte den deutschen Olympiasiegern und Europameistern zuvor durch ein 5:1 über Südafrika die letzten vagen Hoffnungen aufs Erreichen des Mindestziels genommen.

"Was das deutsche Hockey in den letzten zehn, zwölf Jahren erreicht hat, war einzigartig. Vielleicht ist es da sogar ganz hilfreich, wenn es auch mal anders als erhofft läuft", erklärte DHB-Präsident Stephan Abel zum mageren Abschneiden beider ambitionierten Mannschaften. Man werde "vieles auf den Prüfstand stellen", um den Auswahlteams und ihren nicht zur Disposition stehenden Trainern "mehr Freiräume" für eine angemessene Vorbereitung auf Top-Events zu verschaffen.

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Dass die DHB-Herren in den Niederlanden scheitern könnten, war nicht unbedingt erwartet, aber doch befürchtet worden. Das Fehlen von Leitwolf Moritz Fürste (Kreuzbandriss) konnte nicht wie erhofft kompensiert werden. Nebenmann Oliver Korn, der nach einem verschleppten Blinddarm-Durchbruch zehn Kilo Gewichtsverlust wettmachen musste, kam ebenso wie Welthockeyspieler Tobias Hauke nach einer im Vorfeld der WM erlittenen Gesichtsverletzung und Kapitän Max Müller nach seiner Achillessehnen-Operation nicht in Top-Form.

Tennis, Birmingham: Mona Barthel hat beim WTA-Tennisturnier in Birmingham ihre Zweitrundenpartie gegen die Serbin Ana Ivanovic verloren. Gegen die frühere Weltranglisten-Erste war die 57. der Weltrangliste aus Neumünster chancenlos. Die 23-Jährige kassierte bei dem mit 710 000 Dollar dotierten Rasen-Turnier eine 4:6, 1:6 Niederlage.

Radfahren, Frankreich: Nikias Arndt aus Buchholz hat die dritte Etappe der Dauphiné-Rundfahrt im Massensprint gewonnen. Er siegte am Dienstag vor dem Belgier Kris Boeckmans und feierte damit seinen bisher größten Erfolg als Radprofi. Der 22 Jahre alte Teamkollege der Topsprinter Marcel Kittel und John Degenkolb triumphierte nach 194 Kilometern in Teil nach Zielfoto-Entscheid. An der hart umkämpften Spitze im Gesamtklassement hat sich nichts geändert: Der Tour-de-France-Sieger Chris Froome, Gewinner der ersten beiden Etappen der Tour-Generalprobe, liegt weiter 12 Sekunden vor dem zweifachen Toursieger Alberto Contador aus Spanien.

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Die beiden Protagonisten, die sich knapp einen Monat vor der 101. Frankreich-Rundfahrt offensichtlich schon in der richtigen Verfassung für den Saisonhöhepunkt befinden, hatten am Dienstag quasi eine Ruhetag. Trotz zweier mittlerer Steigungen weit genug vom Ziel entfernt, gehörte die Etappe den Sprintern. Das dürfte sich schon am Mittwoch wieder ändern. Im Vorjahr hatte Froome die Dauphiné-Rundfahrt gewonnen und anschließend die Tour-de-France. Dieselbe Triumphfahrt schwebt ihm jetzt wieder vor. Allerdings scheint Contador als sein Hauptkonkurrent viel besser in Form als im vergangenen Jahr. 2013 war der Spanier Tour-Vierter.

Fußball, Sergio Ramos: Der spanische Nationalspieler Sergio Ramos ist zum Botschafter des Kinderhilfswerks Unicef ernannt worden. "Ich bin sehr stolz und es ist ein Privileg für mich", sagte der Innenverteidiger vom Champions-League-Gewinner Real Madrid am Dienstag bei einer kleinen Feier im Trainingsquartier des Weltmeisters in Curitiba. Ramos versprach: "Ich werde mich hundertprozentig einsetzen." Der Fußball-Profi engagiert sich seit 2007 in verschiedenen Projekten für benachteiligte Kinder. Er besuchte Programme in Senegal und kickte bei Benefizspielen zwischen den "Champions for Africa" und den "Champions for Life" mit. Zudem wirkte er bei zahlreichen Videos und speziellen Fernsehprogrammen zugunsten von UNICEF-Projekten mit.

Fußball-WM, Prämien: Der neue Fußball-Weltmeister kassiert von der Fifa eine Rekordprämie. Der Sieger des Endspiels am 13. Juli bekommt aus dem Topf des Weltverbandes 25,7 Millionen Euro (35 Millionen Dollar). Der unterlegene Finalist erhält immerhin 18,3 Millionen Euro (25 Millionen Dollar). Platz drei bringt 16,1 und Platz vier 14,6 Millionen Euro. Insgesamt schüttet die Fifa mit rund 422 Millionen Euro (576 Millionen Dollar) die höchste Summe der WM-Geschichte aus - in Südafrika 2010 waren es 420 Millionen Dollar.

Basketball, Bundesliga: Spielmacher Michael Stockton hat seinen Vertrag bei Basketball-Bundesligist Riesen Ludwigsburg um ein Jahr verlängert. Das teilte der Verein am Dienstag mit. Mit der Unterschrift des US-Amerikaners bleiben den Schwaben die Leistungsträger aus der gerade erfolgreich beendeten Saison erhalten. Vor Stockton hatten die Ludwigsburger schon Coby Karl, Shawn Huff, Adam Waleskowski, Patrick Flomo, Tim Koch und Johannes Joos weiter an den Verein gebunden.