Nach Geldstrafen des Vereins Mario Balotelli klagt gegen ManCity

Der Flügelflitzer Immer dem Taxi nach

(Video: Süddeutsche.de, Foto: dapd)

Der italienische Stürmer scheut keinen Konflikt: Eine Geldstrafe wegen diverser Platzverweise von umgerechnet 420.000 Euro will Mario Balotelli nicht zahlen. Nun zieht er gegen seinen Klub Manchester City vor Gericht. Dabei ist sein Trainer ohnehin zornig auf ihn.

Mario Balotelli ist ein außergewöhnlicher Stürmer, wer wüsste das besser als die Fußballfans aus Deutschland. Balotellis nackte Jubelbrust samt martialischer Geste aus dem EM-Halbfinale gegen Italien ist unvergessen - nun sorgt Balotelli erneut für Schlagzeilen: Er klagt gegen seinen Klub Manchester City.

Weil der 22 Jahre alte Stürmer eine von Manchester City verhängte Geldstrafe in Höhe von insgesamt 340.000 Pfund (rund 420.000 Euro) nicht zahlen will, zieht Balotelli den englischen Meister vor ein Gericht der Premier League. Die Anhörung soll am Mittwoch stattfinden.

Balotelli, der mit seinen beiden Treffern für Italien maßgeblichen Anteil am Halbfinal-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der EM in Polen und der Ukraine hatte, hatte bereits intern Einspruch gegen Strafe eingelegt, die zwei Wochengehältern entspricht. Dieser wurde jedoch abgelehnt.

Balotelli war in der vergangenen Saison wettbewerbsübergreifend für elf Spiele gesperrt und deshalb vom Klub zur Kasse gebeten worden. Zuletzt war Balotelli auch wegen schwacher Leistungen in die Kritik geraten. Der Stürmer hatte nach der 2:3-Derbyniederlage gegen Manchester United in der Vorwoche den Zorn von City-Teammanager Roberto Mancini zu spüren bekommen. Balotelli, in der 51. Minute ausgewechselt, müsse beginnen, "über seinen Job nachzudenken. Wenn man einen Spieler mit Marios Qualitäten hat, kann man nicht glauben, dass er seine Qualität zum Fenster rauswirft."