Der Einstieg des möglichen Investors Hasan Ismaik droht an der 50-plus-1-Regel zu scheitern. Die Bedenken sind nachvollziehbar: Er will kein Geld in einen siechenden Klub pumpen - und doch nichts zu sagen haben.
50 plus 1, vor allem darauf kommt es nun an beim TSV 1860 München. Das ist kein Punktestand, mit dem sportliche Ziele erreicht werden, wie etwa der seit langem herbeigesehnte Aufstieg in die erste Liga. 50 plus 1, so viele Anteile am klammen Fußball-Zweit- ligisten würde der mögliche Retter der Sechziger, der aus Jordanien stammende Geschäftsmann Hasan Ismaik, 34, eines Tages gerne am Giesinger Traditionsklub besitzen.
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Probleme mit 50+1: Hasan Abdullah Ismaik. (© Bongarts/Getty Images)
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Dem Vernehmen nach beharrt er derzeit in den stockenden Verhandlungen über seinen Einstieg auf der Option, dass er die unternehmerische Mehrheit und Führung bei der Fußball-Firma übernehmen kann - sofern die Deutsche Fußball Liga (DFL) das irgendwann doch mal erlauben sollte. Bislang verhindern das die DFL-Statuten, laut denen Kapitalgeber allenfalls Minderheitsanteile erwerben dürfen - 50 minus 1, also maximal 49 Prozent. Denn die Klubs sollen Herr im eigenen Haus bleiben, um Tendenzen wie in England, Italien oder Spanien zu verhindern, wo selbst Topklubs von Investoren aus aller Welt kontrolliert werden.
An die deutschen Regeln will sich Ismaik natürlich halten, "wir würden niemals Vereinbarungen treffen, die gegen DFL-Vorschriften verstoßen", betont er. Aber womöglich ändern sich ja irgendwann doch die Regeln, und darauf möchte er vorbereitet sein, wenn er nun viel Geld in 1860 steckt.
Ismaik will im Kooperationsvertrag festschreiben lassen, dass er automatisch weitere zwei Prozent der Anteile erwerben darf, sobald das zulässig wäre. Ismaik ist nicht bereit, mehrere zehn Millionen Euro in den siechenden TSV zu pumpen, um nachher tatenlos zuzusehen, wie sich womöglich ein anderer Investor nach einer Regeländerung die Mehrheit sichern würde.
Das klingt nach logischem Geschäftsgebaren. Doch etliche Funktionäre und Aufsichtsräte der Löwen sollen nun große Probleme haben, dieser Klausel zuzustimmen. Neben anderen Punkten, die Ismaiks Einfluss betreffen, ist dies wohl der Knackpunkt in den Gesprächen.
Präsident Dieter Schneider soll nicht zu den Bedenkenträgern gehören. Der Unternehmer aus dem Landkreis Dachau hat ja selbst schon mehrere Betriebe gerettet - aber sicher nie um den Preis, dass er Geld gibt und nichts zu sagen hat. "So einen Einstieg wird es nie geben", betont Ismaik. Schneider entgegnet, 1860 wolle aber bei so einem Geschäft "Partner bleiben und nicht nur Befehlsempfänger".
Was derzeit bei 1860 geschieht, ist für den deutschen Fußball von grundsätzlicher Bedeutung. Immer wieder stellen einflussreiche Geldgeber und Fußball-Funktionäre die 50-minus-1-Auflage in Frage. Der Präsident von Hannover 96, Martin Kind, fordert seit Jahren deren Abschaffung. Der Unternehmer hat mit seinem Geld die 96er aus der Regionalliga in die Bundesliga zurückgebracht und steht nun sogar kurz davor, dem ruhmreichen FC Bayern den letzten Startplatz in der Champions League wegzuschnappen.
Mit Kinds Klage zur 50-1-Regel befasst sich im Sommer ein DFB-Schiedsgericht unter Vorsitz des früheren Verfassungsrichters Udo Steiner. Greift nun der arabische Investor Ismaik bei 1860 zu und erhält dort eine hypothetische 50-plus-1-Option, dürfte dies zwangsläufig den Druck erhöhen: Noch ein paar Vereine mehr, die ohne fremdes Geld nicht auskommen - und irgendwann fände sich vielleicht doch mal eine Mehrheit für neue Spielregeln.
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Harte Kritik des Bayern-Präsidenten
Champions-League-Finale
Wenn`s der Moby sagt,
wird nie mehr vertagt.
Er steht über den Dingen,
auf des Adlers Schwingen.
Von dort oben sieht er alles,
auch im Fall eines Falles,
das es die DFL nicht kennt
und sich in den Statuten nur verrennt.
Bloss hilft das den Löwen nicht,
sie sind ja nicht vor dem Gericht!
Das Sagen für die Kohle,
der Scheich sich gerne hole.
Nur plant hier ein Gescheiter,
der denkt zwei Häuser weiter,
wenn die Banken nicht mehr wollen,
war`s das mit dem Scheich, dem Tollen.
Momentan gibt es die rechtliche Mehrheitsbremse und die kann man noch nicht verhandeln.
Haben Sie vielen Dank für Ihre klaren Ausführungen. Bisher hatte ich die Diskussion um die 50+1-Regelung so wahrgenommen, dass es umstritten sei, ob sie vor ordentlichen Gerichten, insbesondere dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg, Bestand haben könnte oder nicht. Doch diese Informationen hatte ich auch nur von den studierten Laienjuristen von DFB und DFL. Sie haben hier offenbar größere Kompetenz, vermutlich eine ordentliche Professur für Verbandsrecht. Deshalb bin ich Ihnen auch dankbar, dass Sie Ihre knappe und kostbare Freizeit uns Interessierten widmen und für Klarheit bei einem bisher von mir für komplex gehaltenen Problem sorgen.
Wer hat eigentlich bei Bayer Leverkusen und dem VFL Wolfsburg das Sagen?
Diese 49% Regel ist doch total verlogen und hätte auch vor einem ordentlichen Gericht keinen Bestand.
Die Verschacherung von Talenten zu Dumpingpreisen geschah in der Liquiditätsnot.
Das ganze Vertragswerk krankt an der Forderung Ismaiks, dass die Gläubiger hohe Teilverzichte leisten müssen, wie sie es für die reine Bankenlösung in Aussicht gestellt haben. Was soll ein Schwarzer dazu sagen, wenn er gerade Geld nachgeschoben hat?
Ich meine der FC Bayern solte für alle Vereine welt weit als vorbild gelten den dieser Verein wird in ein paar jahren der Finazstärkste verein der welt sein mi tden wenigsten schulden!! und das duch Hern hoeneß.die Bayern zeigen das es geht ohne große investoren. wenn einige zu dumm sind finaz politik zu betreiben und ihre guten talente nur so weg schmeissen dann haben diese vereine es nicht anders verdient als abzusteigen!!!
Paging