Irrer Fallrückzieher von Zlatan Ibrahimovic Zuletzt noch ein Karate-Kick und Rot

Es wurde ein Tor, das der 31-Jährige häufig erklären musste im nagelneuen Nationalstadion Friends Arena in Stockholm. "Solche Tore fallen. Glück oder Können? Ich weiß nicht, es fühlt sich jedenfalls gut an."

In den sozialen Netzwerken im Internet wird das Tor nun bereits zu den besten in der Geschichte des Fußballs gezählt. Hans Sarpei, früherer Profi und Twitter-Ikone, schreibt: "Eintrittskarte fürs Länderspiel 50 Euro, Amsterdam-Reise 200 Euro, nach dem Kick auf dem Handy das Ding von Zlatan sehen: Unbezahlbar."

Ibrahimovic zeigte mit diesem Treffer, dass er einer der außergewöhnlichsten Fußballer seiner Zeit ist. Einer, der vor der Saison zum Scheich-Klub Paris Saint-Germain gewechselt war und dort nun mit 15 Millionen Euro pro Jahr der bestbezahlte Kicker der Welt sein soll. Auch und vor allem sein Können und sein Einsatz führte zuletzt dazu, dass die Schweden auch in Berlin vier Treffer erzielt und dabei ein 0:4 aufgeholt hatten. Doch dazwischen liegt auch eine sehr unschöne Aktion: In Paris sah er in im Ligaspiel gegen AS Saint-Étienne Rot, weil er den Torwart mit einem Karate-Kick niederstreckte.

Ibrahimovic gibt der Sportart und seinen Zuschauern die Extreme, er verursacht Proteste und Faszination. Dieses 4:2 in der 90. Minute von Stockholm ist ein Geschenk an den Fußball. Mal sehen, wie viele junge Fans versuchen werden, es auf dem Bolzplatz nachzuahmen - und sich dabei die Knochen brechen.