Fußball-Bundesliga Verwirrspiel um Kevin De Bruyne

Begehrter junger Mann: der Belgier Kevin De Bruyne.

(Foto: AFP)

Kevin De Bruyne ist der aktuell begehrteste Spieler der Bundesliga. Doch wohin wird er wechseln? Der Belgier dementiert, dass er bei Borussia Dortmund bereits einen Vertrag unterschrieben habe. Der FC Chelsea, dem De Bruyne noch gehört, verhält sich auffallend ruhig.

Längst ist der Belgier Kevin De Bruyne eine der begehrtesten Personalien der Bundesliga. Seinen aktuellen Klub Werder Bremen, der De Bruyne bis zum Saisonende vom FC Chelsea geliehen hat, wird der 21-Jährige definitiv verlassen. Erst wurde berichtet, De Bruyne befinde sich in Verhandlungen mit Bayer Leverkusen. Nun scheint Borussia Dortmund der heißeste Interessent zu sein.

Noch am Montag hatte die Bild-Zeitung berichtet, De Bruyne werde sich tatsächlich dem BVB anschließen. Wie das Blatt schrieb, habe sich der BVB mit dem Belgier auf einen Vertrag bis 2018 geeinigt. Die Verantwortlichen müssten sich nur noch mit dem FC Chelsea auf eine Ablöse einigen.

Das Interesse der Dortmunder ist verbrieft, kommentieren wollte der Klub die Gerüchte allerdings nicht. Sportdirektor Michael Zorc wollte die angebliche Einigung "weder bestätigen noch dementieren". Am Dienstag meldete sich De Bruyne selbst zu Wort. "Ich habe noch nirgendwo unterschrieben", sagte er nach dem Vormittagstraining bei Werder. Auf die Frage, ob der Fünfjahresvertrag völlig aus der Luft gegriffen sei, antwortete De Bruyne allerdings mit "Nein".

Auch De Bruynes Berater Patrick De Koster äußerte sich verhalten. Er erklärte der WAZ: "Es gibt noch keine Lösung. Er ist weiter ein Spieler des FC Chelsea."

Die wenigsten Töne - und das fällt auf - sind in dieser Angelegenheit aus London zu vernehmen. Noch ist unklar, zu welchem Preis Chelsea seinen talentierten Angestellten gehen lassen würde - oder ob der Klub De Bruyne am Ende nicht sogar halten möchte.

Chelsea steht vor einem Umbruch, sucht einen neuen Trainer, wird womöglich in José Mourinho eine ganz große Lösung präsentieren. Bis dahin könnten noch einige Wochen vergehen. Am Ende könnte Mourinho entscheiden, ob De Bruyne gehen darf. Oder ob er nicht doch gerne mit dem jungen Belgier zusammenarbeiten würde.