DFB-Kapitän Michael Ballack zählt beim FC Chelsea nach einer schwierigen Phase wieder zur Stammelf. Doch die ausbleibenden Vertragsgespräche schüren Spekulationen.
Der Bundestrainer will demnächst mit seinem Stab nach London fliegen, um Michael Ballack beim FC Chelsea zu besichtigen, das hat Joachim Löw anfangs der Woche angekündigt. Es wäre eine Premiere - in den vier Jahren, die der Kapitän der Nationalelf in England spielt, hat Löw bisher nicht den Weg auf die Insel gefunden. Sollte er sich nun aber auf die beschwerliche Reise machen, könnte er zumindest relativ gewiss sein, Ballack tatsächlich in Aktion zu erleben. Zuletzt hatte der 33-jährige Mittelfeldspieler wegen einer Verletzung pausieren und anschließend in drei Partien bis zur Einwechslung auf der Bank Platz nehmen müssen. Am Dienstag beim 1:0-Sieg gegen die Bolton Wanderers gehörte er aber wieder zur ersten Elf.
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Hängt derzeit in der Luft: Michael Ballack weiß noch nicht, wohin ihn die Zukunft führt. (© Foto: afp)
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Über Ballacks Stand im Team des italienischen Trainers Carlo Ancelotti hatte sich Löw zuvor bereits am Telefon erkundigt und Beruhigendes erfahren. Er wusste, dass sein Kapitän beim zweiten Champions League-Achtelfinale gegen Inter Mailand nur dank einer Spritzenbehandlung hatte mitwirken können, und dass er nach der verlorenen Partie nicht wegen personeller Umstürze im Londoner Spitzenteam oder wegen chronisch nachlassender Leistung, sondern aufgrund einer Achillessehnenblessur aussetzen musste. Als er sich davon erholt hatte, vermachte ihm einer seiner Söhne eine Erkältung, die er aus dem Kindergarten importiert hatte. So verlängerte sich die Trainings- und Spielpause.
Unsicherheit im Verein
Während Löw darauf vertrauen darf, einen gesunden und motivierten Kapitän zur WM-Vorbereitung begrüßen zu dürfen, hat Ballacks vorübergehendes Verschwinden aus Chelseas Stammformation den Spekulationen in der Branche Nahrung gegeben. Es schien zu seiner unsicheren Situation beim Londoner Spitzenklub zu passen. Seit Monaten verbreitet die englische Presse Meldungen, die eine just bevorstehende Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages verheißen, er selbst hatte im vergangenen Herbst erzählt, "dass wir uns bald zusammensetzen werden", aber auf dieses ergiebige Gespräch wartet er immer noch.
Es gibt zwar nach Angaben seines Beraters Michael Becker ein Angebot des Vereins, die Zusammenarbeit ein weiteres Jahr fortzusetzen. Aber die Garantie reicht Ballack nicht aus. Er möchte eine Zusage, die seine Vorstellung vom Karrierehorizont erschließt, er will eine längere Bindung oder zumindest die Option darauf. Offenkundig möchte er seine Laufbahn im Nationalteam nicht nach der WM in Südafrika beenden, er hat auch die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine noch im Blick. Bis dahin braucht er einen Arbeitgeber, der ihn auf hohem Niveau beschäftigt.
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Der Flügelflitzer
Wikipedia ist doch um die Ecke, oder? Warum nicht erst auf den neuesten Stand bringen? Dort wird Deine Frage beantwortet.
Kurzfassung: Die Strafe ist nicht mehr.
Ich dachte Chelsea darf dieses Jahr nicht auf dem Transfermarkt tätig werden. Daher sollte ne Vertragsverlängerung doch sicher sein...