Rekordmeister gewinnt gegen Freiburg Bayern kann's auch minimal

Mario Mandzukic: Akrobatisch, aber ohne Torerfolg

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Erfolg ohne Spektakel: Der FC Bayern siegt 1:0 gegen den SC Freiburg und stellt selbst damit einen neuen Rekord auf. Jupp Heynckes baut auf zehn Positionen um - und Tom Starke kommt zu seinem nächsten Auftritt.

Auch mit der zweiten Garde hat der FC Bayern die nächsten Rekorde in 50 Jahren Fußball-Bundesliga perfekt gemacht. Mit einem unspektakulären 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen Europapokal-Anwärter SC Freiburg schraubten der deutsche Meister die Punktausbeute auf die imponierende Bestmarke von 84 Zählern - drei mehr als Borussia Dortmund im vergangenen Meisterjahr. Zugleich spielten die Münchner am 31. Spieltag zum 20. Mal zu Null - auch das ist einmalig.

Das Siegtor vor 71 000 Zuschauern erzielte am Samstag Xherdan Shaqiri mit einem direkt verwandelten Freistoß in der 35. Spielminute. Trainer Jupp Heynckes machte bei seinem 50. Bundesligasieg mit den Bayern seit seiner Rückkehr nach München 2011 ausgiebig Gebrauch von der Möglichkeit, Stammkräfte für das Halbfinal-Rückspiel in der Champions League am kommenden Dienstag beim FC Barcelona zu schonen.

Im Vergleich zur 4:0-Hinspielgala gegen die Katalanen wechselte der 67-Jährige auf zehn Positionen - nur Jérome Boateng blieb drin. Im Tor stand Tom Starke, der auch bei seinem dritten Saisoneinsatz in der Liga ohne Gegentreffer blieb. Das war kein großes Kunststück, denn nur bei einem Schuss von Daniel Caligiuri war der Ersatzmann von Manuel Neuer ernsthaft gefordert (77.).

Beim 14. Sieg im 14. Rückrundenspiel brannte aber auch die Münchner Zweitbesetzung kein Feuerwerk ab. Der Sportclub agierte defensiv gut organisiert, die Bayern drückten zu selten aufs Tempo. Gefahr ging meist von dem agilen Shaqiri aus, der auch den ersten gefährlichen Schuss abgab (25.). Dazu setzte der technisch versierte Claudio Pizarro in der Offensive Akzente. Nach einem fragwürdigen Freistoß - Rafinha war ins Straucheln gekommen und gefallen - erzielte Shaqiri das Führungstor für den FC Bayern.

Die Hereingabe des Schweizers flog an allen Angreifern und Abwehrspielern vorbei und landete im Netz. Auch Emre Can, der sein vermeintlich erstes Bundesligator bejubelte, war wohl nicht mehr mit den Haarspitzen am Ball gewesen. Luiz Gustavo hätte direkt im Anschluss auf 2:0 erhöhen können, aber sein Schuss war zu schwach. Die Freiburger blieben auch nach der Pause in erster Linie auf die Sicherung des eigenen Tores bedacht.

Die Bayern machten das Spiel, ohne sich zu verausgaben: Ein Schuss von Pizarro wurde abgeblockt (53.), ein Lupfer von Mario Mandzukic landete auf der Torlatte (58.). In der letzten Viertelstunde erfreute Heynckes die Zuschauer noch mit der Einwechslung von Franck Ribéry und Mario Gomez, der gleich bei seiner ersten Aktion eine große Kopfballchance vergab (75.). Bei zwei weiteren Möglichkeiten fehlte dem Nationalstürmer ebenfalls das Torjägerglück. So blieb es beim knappen, aber verdienten 1:0-Erfolg.