Podolski hält Bayern für Favorit

Achtelfinale der Champions League /
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Der Flügelflitzer Aufschrei unter Ringen

(Video: Süddeutsche.de, Foto: picture-alliance/ dpa)

Champions League, Achtelfinale: Nationalspieler Lukas Podolski sieht seinen Klub FC Arsenal im Duell mit dem FCB in der Außenseiterrolle. "Die Bayern sind sicherlich Favorit. Aber es gibt zwei Spiele, in denen auch wir die Chance haben, eine Runde weiterzukommen", sagte der 27-Jährige im Interview mit der Welt am Sonntag: "Sie können davon ausgehen, dass wir nicht abwarten, was die Bayern machen. Wir haben die Qualität, uns gegen sie zu behaupten." Podolski äußerte sich positiv über sein Leben in London. "Ich habe mir das Angebot damals angehört, mich damit auseinandergesetzt und anschließend entschieden, dass der Schritt zu Arsenal der richtige ist. Ich habe das bis heute keine einzige Sekunde bereut", sagte der ehemalige Publikumsliebling beim 1. FC Köln. Podolski genießt es, nun weniger im Blickpunkt zu stehen.

"In meiner Kölner Zeit stand ich schon sehr im Fokus der Öffentlichkeit. Alles wurde permanent thematisiert und kommentiert. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass alles andere wichtiger war als das eigentliche Spiel", sagte er dem Kölner Express: "Bei Arsenal herrscht eine tolle Atmosphäre und Ruhe, die man wohl selten findet. So dass man sich total auf Fussball konzentrieren kann. Abseits des Fußballs begegnen einem die Menschen in London mit sehr viel Respekt." Entspannt reagierte der 107-malige Nationalspieler auf die Kritik, die es zuletzt an ihm gegeben hat: "Ich bin selbstkritisch genug und weiß, dass ich nicht immer alles perfekt mache. Aber ich bin jetzt fast zehn Jahre beim DFB und habe über 100 Länderspiele bestritten. Ich weiß also, wie das Geschäft läuft. Wirst du ausgewechselt, bist du als Spieler plötzlich der, der unter Druck steht und um seinen Platz fürchten muss. Ganz ehrlich: Damit kann ich leben."

Tennis: Tommy Haas ist beim ATP-Turnier im kalifornischen San Jose ins Finale eingezogen. Der 34-Jährige mit Wohnsitz Los Angeles setzte sich gegen den an Nummer zwei gesetzten John Isner (USA) mit 6:3, 6:4 durch und trifft nun beim mit 546.930 Dollar (ca. 409.000 Euro) dotierten Hardplatzturnier auf den topgesetzten Milos Raonic (Kanada), der 2011 und 2012 in Kalifornien gewinnen konnte, oder den Amerikaner Sam Querry. Haas konnte sich erneut auf seinen guten Aufschlag verlassen und musste nur einen einzigen Breakball abwehren. Beim ersten Matchball leistete sich der ehemalige Weltranglistenzweite zwar seinen zweiten Doppelfehler, doch anschließend machte Haas seinen ersten Finaleinzug in San Jose perfekt. Haas hat in seiner Karriere bisher 13. Titel auf der ATP-Tour gesammelt, der letzte datiert vom Juni 2012 beim Rasenplatzturnier im westfälischen Halle.

Fußball, Italien: Der italienische Fußball-Rekordmeister Juventus Turin hat im Kampf um die erfolgreiche Titelverteidigung in der Serie A einen Dämpfer kassiert. Der Meister verlor mit 0:1 (0:0) beim AS Rom und verpasste die Chance, den Vorsprung auf den Tabellenzweiten SSC Neapel weiter auszubauen. Für Juve war es die vierte Saisonniederlage. Ex-Nationalspieler Francesco Totti erzielte in der 58. Minute das Siegtor für die Römer, die mit nun 37 Punkten auf den siebten Tabellenrang kletterten. Juve bleibt mit 55 Punkten zwar Tabellenführer, mit einem Heimsieg am Sonntag (15.00 Uhr) gegen Sampdoria Genua kann Pokalsieger Neapel jedoch bis auf zwei Punkte an die "Alte Dame" heranrücken.

Fußball, Spanien: Weltfußballer Lionel Messi stößt in neue Dimensionen vor. Der argentinische Superstar erzielte beim 2:1 (0:1)-Sieg des FC Barcelona am 24. Spieltag der spanischen Primera Division beim FC Granada einen Doppelpack und dabei mit dem 1:1 seinen 300. Treffer im Dress der Katalanen. Zugleich traf der 25-Jährige im 14. Ligaspiel in Folge für den souveränen Tabellenführer und baute seinen Rekord weiter aus. Durch seine Treffer in der 50. und 73. Minute hat Messi bereits 37 Saisontore auf dem Konto. Allerdings tat sich Barca in Granada lange Zeit schwer und lag durch den Treffer von Odion Ighalo (26.) nicht unverdient zur Halbzeit mit 0:1 in Rückstand. Nach dem Wechsel nutzte Messi einen Torwartfehler zum Ausgleich, ehe er einen Freistoß direkt zum 2:1 verwandelte. Die Katalanen bauten ihren Vorsprung auf Verfolger Atletico Madrid, der am Sonntag bei Real Valladollid antritt, auf 15 Punkte aus. Am Mittwoch muss Barcelona in der Champions League im Achtelfinal-Hinspiel beim AC Mailand antreten.

Basketball, Bundesliga: Basketball-Bundesligist Bayern München hat seine Erfolgsserie nur mit Mühe ausgebaut. Die Mannschaft von Trainer Svetislav Pesic rang am 23. Spieltag die s.Oliver Baskets Würzburg mit 80:75 (38:46) nieder. Für die Münchner war es der elfte Sieg aus den vergangenen zwölf Spielen. Erfolgreichster Werfer für den Tabellenzweiten, der die Partie erst in der Schlussphase drehte, war Chevon Troutman mit 16 Punkten. Für den Tabellenachten aus Würzburg erzielte Mike Lenzly vor 6700 Zuschauern ebenfalls 16 Zähler. "Wir wollen uns oben festsetzen, da ist jeder Sieg wichtig", sagte Münchens Jan-Hendrik Jagla.

Fußball, England: Ohne Podolski und Per Mertesacker hat sich der FC Arsenal im englischen FA-Cup blamiert. Die Gunners verloren im Achtelfinale des ältestens Cup-Wettbewerbes der Welt gegen den Zweitligisten Blackburn Rovers 0:1 (0:0). Teammanager Arsene Wenger schonte seine deutschen Nationalspieler ebenso wie zahlreiche weitere Stammakteure für das Achtelfinal-Hinspiel gegen die Bayern am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) - was sich bitter rächte. Colin Kazim-Richards erzielte den Siegtreffer für den Außenseiter in der 72. Minute. Am Sonntag hofft Trainer Uwe Rösler mit dem Drittligisten FC Brentford auf eine Sensation. Im Viertrunden-Wiederholungsspiel muss Brentford beim FC Chelsea antreten, nachdem der Underdog dem Champions-League-Sieger im ersten Duell ein 2:2 abgetrotzt hatte.

Skispringen, Weltcup: Richard Freitag hat beim letzten Event vor der WM seinen ersten Saisonsieg und den zweiten seiner Karriere gefeiert. Der 21-Jährige aus Aue gewann auf der Flugschanze in Oberstdorf nach Sprüngen auf 209,0 und 206,5 Meter mit 409,8 Punkten knapp vor Andreas Stjernen (Norwegen/409,5) und Vierschanzentournee-Gewinner Gregor Schlierenzauer (Österreich/409,0). Ganz oben auf dem Treppchen hatte Freitag bislang nur im Dezember 2011 in Harrachov gestanden.

Tennis, Frauen: Serena Williams (USA) ist der Weißrussin Wiktoria Asarenka ins Finale des WTA-Turniers in Doha/Katar gefolgt. Die 15-malige-Grand-Slam-Siegerin gewann gegen French-Open-Siegerin Maria Scharapowa aus Russland im Halbfinale mit 6:3, 6:2. Die 31 Jahre alte Williams stand bereits vor ihrem Finaleinzug als neue Nummer eins der Weltrangliste fest. Sie löst am Montag Finalgegnerin Asarenka ab und ist damit die älteste Nummer eins der Tennis-Geschichte. Asarenka war zuvor durch einen 6:3, 6:3-Erfolg gegen die ehemalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (Tschechien) ins Finale eingezogen.