24. November 2012 19:57 Skispringen Freund gewinnt beim Weltcup-Auftakt

Überraschung beim Skispringen: Severin Freund gewinnt in Lillehammer. Camille Muffat stellt einen neuen Weltrekord im Schwimmen auf. Rafael van der Vaart hat sich vermutlich einen Muskelfaserriss zugezogen. Italiens Fußballverband entschuldigt sich für den Überfall auf Fans von Tottenham Hotspur. Die deutschen Kombinierer enttäuschen beim Weltcup-Auftakt, Evi Sachenbacher-Stehle überzeugt beim Biathlon.

Sportnachrichten in Kürze

Severin Freund gewinnt beim Weltcup-Auftakt.

(Foto: dpa)

Skispringen, Weltcup: Skispringer Severin Freund hat beim Weltcup-Auftakt in Lillehammer völlig überraschend für einen deutschen Sieg gesorgt. Der 24-Jährige aus Rastbüchl, der sich im April einer Bandscheiben-Operation unterziehen musste, setzte sich auf der Normalschanze nach Sprüngen auf 99 und 100,5 Meter mit 268,5 Punkten durch - vor dem Österreicher Thomas Morgenstern (267,2 Punkte/99+102 Meter) sowie dem Norweger Anders Bardal (267,0/98+101). Für Freund war es der dritte Weltcup-Erfolg seiner Laufbahn. Der nach dem ersten Durchgang sensationell führende Weltcup-Neuling Andreas Wellinger aus Ruhpolding (266,1/103+98,5) kam auf einen glänzenden fünften Platz.

Schwimmen, Weltrekord: Schwimm-Olympiasiegerin Camille Muffat hat bei der Kurzbahn-EM in Chartres einen Weltrekord über 400 Meter Freistil aufgestellt. Die Französin unterbot in 3:54,85 Minuten die drei Jahre alte Marke der Britin Joanne Jackson um sieben Hundertstel. Bereits vor acht Tagen war Muffat, die bei den Olympischen Spielen in London Gold über 400 Meter gewonnen hatte, Weltrekord über die doppelte Distanz geschwommen.

Handball, Champions League: Die Füchse Berlin haben in der Champions League einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale gemacht. Bei RK Zagreb gewannen die Hauptstädter am Samstagabend dank eines furiosen Sturmlaufes in der zweiten Halbzeit 25:23 (9:12). Mit nun 10:2 Punkten haben die Füchse in ihrer Sechser-Vorrundengruppe den Einzug in die K.o.-Runde damit dicht vor Augen. Die besten vier Teams ziehen in die nächste Runde ein. "Mit einem Sieg in Zagreb wären wir so gut wie durch", hatte Bob Hanning vor der Partie auf einen Erfolg gesagt. Eine Woche nach dem 29:27-Heimsieg gegen den kroatischen Meister erfüllte die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson ihrem Geschäftsführer dessen Wunsch in eindrucksvoller Weise. Am 7. Spieltag treten die Berliner am kommenden Sonntag um 15.30 Uhr bei Dinamo Minsk (7:5 Punkte) an.

Hamburger SV, Rafael van der Vaart: Rafael van der Vaart vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV befürchtet das vorzeitige Hinrunden-Aus. "Es wird schwer, dieses Jahr noch mal zu spielen. Die Verletzung schmerzt mich mehr als die Niederlage", sagte der Mittelfeldspieler nach dem 0:2 des HSV bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. Bei van der Vaart besteht der Verdacht auf einen Muskelfaseriss im rechten Oberschenkel. Der niederländische Nationalspieler ging bei einem Laufduell mit Düsseldorfs Adam Bodzek ohne Gegnereinwirkung zu Boden und wurde in der 32. Minute ausgewechselt. "Fest steht, dass es sich um eine Muskelverletzung handelt und er auf jeden Fall in der kommenden Woche ausfallen wird", sagte HSV-Sprecher Jörn Wolf der Nachrichtenagentur dapd. Eine genaue Diagnose soll dann eine Kernspintomografie am Sonntag ergeben. Somit wird der niederländische Nationalspieler den Hanseaten auf jeden Fall am kommenden Dienstag im Heimspiel gegen Schalke 04 und am darauf folgenden Sonntag beim VfL Wolfsburg nicht zur Verfügung stehen.

Premier League, FC Arsenal: Die deutschen Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski und Per Mertesacker haben mit dem FC Arsenal in der Premier League einen Rückschlag erlitten. Die Gunners kamen am Samstag nicht über ein 0:0 bei Aston Villa hinaus. Dabei blieb der Ex-Kölner Podolski, der zuletzt im Liga-Derby gegen Tottenham Hotspur (5:2) und beim Champions-League-Sieg gegen Montpellier (2:0) getroffen hatte, unglücklich im Abschluss. Er wurde wie an den vorigen zwölf Spieltagen ausgewechselt (70. Minute). Innenverteidiger Mertesacker hatte im Villa Park in Birmingham eine Schrecksekunde zu überstehen, als er unglücklich auf seine linke Schulter fiel (34.), aber nach kurzer Behandlung weiterspielen konnte. Arsenal bleibt mit 20 Punkten vorerst Tabellensechster. Das vom früheren Dortmund-Profi Paul Lambert trainierte Villa-Team hat erst 10 Zähler.

Leichtathletik, Usain Bolt: An Usain Bolt führt kein Weg vorbei. Auch nicht bei der Wahl zum Welt-Leichtathleten des Jahres. Zum vierten Mal nach 2008, 2009 und 2011 wurde der jamaikanische Sprinter vom Leichathletik-Weltverband IAAF ausgezeichnet. Bolt setzte sich bei der Wahl gegen Hürdenläufer Aries Merritt (USA) und Mittelstreckenläufer David Rudisha (Kenia) durch. Bei den Olympischen Spielen in London hatte Bolt seine Goldmedaillen über 100 und 200 Meter verteidigt. Zur Welt-Leichtathletin des Jahres wurde Allyson Felix (USA) gekürt. Die Sprinterin gewann die Wahl gegen Kugelstoßerin Valerie Adams (Neuseeland) und die britische Mehrkämpferin Jessica Ennis. Die Sieger wurden zum Abschluss des 100. Verbandsjubiläums des IAAF in Barcelona am Samstag bekannt gegeben.

Fangewalt, AS Rom: Nach den Angriffen von Hooligans des italienischen Fußball-Erstligisten AS Rom auf Anhänger von Tottenham Hotspur hat sich nun der italienische Verband FIGC entschuldigt. In einem offiziellen Brief an den englischen Verband FA verurteilte FIGC-Präsident Luigi Abete die Randale im Zentrum Roms ebenso wie die antisemitischen Parolen während der Begegnung in der Europa League am Donnerstag zwischen AS-Stadtrivale Lazio Rom und den Spurs (0:0). "Leider war wieder einmal ein Fußballmatch Vorwand für eine Gruppe von Kriminellen, um ihren rassistischen und antisemitischen Wahnsinn freien Lauf zu geben. Der Angriff auf die englischen Fans verletzt das Ansehen unseres Fußballs und entspricht keineswegs der Gastfreundlichkeit Roms", hieß es in dem Brief an den FA-Präsidenten David Bernstein. Der englische Verband hatte bei der Europäischen Fußball-Union (Uefa) am Freitag eine Untersuchung der Vorfälle gefordert. "Wir sind betrübt und alarmiert über die Ausschreitungen und die Gesänge", sagte ein FA-Sprecher. Die Polizei geht davon aus, dass der Angriff seit längerer Zeit geplant war. Die Ermittler berichteten, dass die Rowdys gezielt auf die Tottenham-Anhänger in einem Lokal auf dem Platz Campo dei Fiori losgegangen seien. Dabei wurden zehn Fans verletzt, ein Engländer musste mit schweren Stichwunden notoperiert werden.

Nordische Kombination: Die deutschen Kombinierer haben im ersten Weltcup-Wettbewerb der Saison in Lillehammer enttäuscht. Der Olympia-Zweite Björn Kircheisen aus Johanngeorgenstadt belegte nach dem Springen und dem 10-km-Skilanglauf den 13. Rang, Manuel Faißt aus Baiersbronn folgte auf Platz 15. Es gewann der im Springen achtplatzierte Norweger Magnus Moan mit einer Sekunde Vorsprung auf den Franzosen Jason Lamy-Chappuis. Dritter wurde in der Olympiastadt von 1994 der Österreicher Bernhard Gruber (3,3 Sekunden zurück). Der Rückstand von Kircheisen auf den Gewinner betrug 20,6 Sekunden, Faißt kam mit 24,4 Sekunden Rückstand ins Ziel. Janis Morweiser (Oberstdorf) und Weltmeister Eric Frenzel (Oberwiesenthal) belegten die Plätze 26 sowie 27.

Biathlon: Evi Sachenbacher-Stehle hat gleich bei ihrer internationalen Biathlon-Premiere die Weltcup-Norm geknackt. Die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin belegte am Samstag beim IBU-Cup im schwedischen Idre im 7,5-Kilometer-Sprint Rang 24. Die 31-Jährige, die erst seit dieser Saison bei den Skijägerinnen an den Start geht, leistete sich zwar im eigentlich als leichter eingestuften Liegendanschlag vier Fehlschüsse. Beim Stehendschießen blieb sie aber fehlerlos und kam mit einem Rückstand von 1:33,4 Minuten auf die norwegische Siegerin Hilde Fenne (22:36,1 Minuten/1 Fehler) ins Ziel. Damit erfüllte die Bayerin gleich die Qualifikationskriterien für einen Start im Weltcup. Laut Reglement des Weltverbandes IBU musste sie in einem Einzel- oder Sprintrennen ein Ergebnis erbringen, das maximal 15 Prozent hinter der Durchschnittszeit der ersten Drei liegt. "Wir können sehr zufrieden sein", sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang. "Beim ersten Schießen war sie sicher aufgeregt. Aber wie sie sich dann gefangen hat, war fantastisch." Am Sonntag folgt noch ein Sprintrennen (13.00 Uhr). Nach Planungen des Trainerstabes könnte Sachenbacher-Stehle im slowenischen Pokljuka Mitte Dezember bei den weltbesten Skijägern starten. Bis dahin soll sie im IBU-Cup in Beitostölen (Norwegen) Rennerfahrung sammeln.

Rodeln: Anke Wischnewski hat überraschend den Weltcup-Auftakt der Rodlerinnen in Innsbruck-Igls gewonnen und ihren zweiten Sieg überhaupt geholt. Die 34-Jährige war am Samstag nach zwei Durchgängen auf der Olympiabahn von 1976 0,074 Sekunden schneller als Natalie Geisenberger. "Ich bin sehr zufrieden, obwohl mein zweiter Lauf gar nicht so gut war", sagte Wischnewski. Auf den dritten Platz kam die Kanadierin Alex Gough (0,152 Sekunden zurück). Mit dem vierten Platz musste sich die Weltmeisterin und Siegerin des Gesamt-Weltcups der vergangenen Saison, Tatjana Hüfner, begnügen. Junioren-Weltmeisterin Aileen Frisch wurde Fünfte.

Zweier-Bob: Die deutschen Bobpiloten Sandra Kiriasis und Francesco Friedrich sind beim Weltcup im kanadischen Whistler jeweils aufs Podest gefahren. Beim dritten Saison-Rennen belegte die Olympiasiegerin von 2006 aus Winterberg am Freitag (Ortszeit) im Zweierbob Platz drei hinter Kaillie Humphries und Fabienne Meyer. Humphries legte auf der Olympiabahn von 2010 zweimal eine Laufbestzeit hin und kam in 1:48,68 Minuten deutlich vor Meyer (+0,69 Sekunden) und Kiriasis (+0,82 Sekunden) ins Ziel. Bei den Männern gelang Friedrich ebenfalls ein dritter Platz. Der WM-Vierte aus Pirna musste sich lediglich Doppel-Weltmeister Steven Holcomb und dem Kanadier Lyndon Rush geschlagen gegeben. Sowohl Kiriasis als auch Friedrich liegen damit in der Gesamtwertung auf Rang zwei hinter Humphries und Holcomb.

Ski Abfahrt, Daniel Albrecht: Der Schweizer Ski-Rennläufer Daniel Albrecht hat sich bei seinem Sturz beim Abfahrtstraining im kanadischen Lake Louise einen Innenbandriss im linken Knie und eine Kniescheibenluxation zugezogen. Das ergab eine Untersuchung im Krankenhaus in Calgary. Wie lange der frühere Kombinations-Weltmeister pausieren muss, ist offen. Albrecht wird in den nächsten Tagen zu weiteren Untersuchungen nach Bern verlegt. Albrecht, mit der hohen Nummer 67 gestartet, kam im obersten Streckenabschnitt an einer vermeintlich harmlosen und flachen Stelle zu Fall und landete im Fangnetz. Die Schweizer müssen in diesem Winter schon den Ausfall von Beat Feuz wegen einer Entzündung im linken Knie verkraften.

Basketball, NBA: Vierte Auswärtsniederlage im vierten Spiel: Die schwarze Serie auf fremdem Boden geht für die Los Angeles Lakers in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA weiter. Im Topspiel bei den Memphis Grizzlies unterlag das Team um Superstar Kobe Bryant am Freitag (Ortszeit) 98:106 (49:56). Memphis bleibt dagegen das Team der Stunde und feierte mit dem neunten Sieg im elften Spiel den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte. Rudy Gay war mit 21 Punkten bester Werfer bei den Grizzlies, für die Lakers waren auch 30 Punkte von Bryant am Ende nicht genug.

Badminton, Juliane Schenk: Badminton-Spielerin Juliane Schenk hat beim Jahresabschluss-Turnier der Super Series in Hongkong den Einzug ins Endspiel knapp verpasst. Die 29 Jahre alte Berlinerin, in der Weltrangliste auf Platz vier geführt, verlor am Samstag im Halbfinale der mit 350.000 Dollar dotierten Veranstaltung gegen die Weltmeisterin Wang Yihan aus China mit 8:21, 21:19, 15:21. Eine Woche zuvor bei den China Open hatte die EM-Zweite Schenk die Asiatin noch bezwungen. Juliane Schenk ist bereits für das Super-Series-Finale der acht besten Spielerinnen qualifiziert. Sie schloss die Serie als zweitbeste Spielerin ab. Im Juni konnte sie als erste Deutsche in Singapur sogar ein Super- Series-Turnier gewinnen, außerdem stand sie in zwei weiteren Finals.

Eishockey, DEL: Die Kölner Haie haben ausgerechnet im Topspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ihre schwarze Serie beendet und wieder für Spannung an der Tabellenspitze gesorgt, Meister Berlin verpasste dagegen im Verfolgerduell den Sprung auf Rang drei. Köln setzte sich nach zuvor vier Niederlagen in Folge bei Vizemeister Adler Mannheim mit 5:2 (2:1, 3:1, 0:0) durch und liegt als Zweiter nur noch zwei Punkte hinter dem Tabellenführer. Die Eisbären mussten bei den Hamburg Freezers eine 1:3 (1:0, 0:1, 0:2)-Niederlage hinnehmen und haben nun bereits vier Zähler Rückstand zu den drittplatzierten Norddeutschen. Dahinter vergaben die Straubing Tigers durch ein 1:2 (0:1, 0:0, 1:1) bei den Nürnberg Ice Tigers die Chance, ebenfalls an den Berlinern vorbeizuziehen. Die Augsburger Panther feierten beim ERC Ingolstadt mit einem 3:2 (0:1, 1:1, 1:0, 1:0) nach Verlängerung einen wichtigen Erfolg im Kampf um die direkten Play-off-Plätze. Im Mittelfeld-Duell setzten sich zudem die Krefeld Pinguine mit 4:2 (1:0, 0:1, 3:1) bei den Iserlohn Roosters durch. Die Hannover Scorpions schlugen Schlusslicht Düsseldorfer EG mit 3:1 (1:0, 2:1, 0:0). Im Tabellenkeller feierte der EHC München einen 3:0 (1:0, 0:0, 2:0)-Sieg gegen den EHC Wolfsburg. Vor 13.600 Zuschauern in Mannheim erzielten Christopher Minard (7.), Philip Gogulla (14.), Felix Schütz (26.), Daniel Tjernqvist (29.) und Nathan Robinson (34.) die Tore für Köln. Für den Vizemeister trafen lediglich Douglas Janik Jr. (9.) und Matthias Plachta (32.). Berlin war in Hamburg durch Mark Katic (20.) in Führung gegangen, Jerome Flaake (39.), Nicolas Krämmer (45.) und Garrett Festerling (54.) drehten jedoch das Spiel für die Freezers.

Basketball, Euroleague: Die Brose Baskets Bamberg müssen in der Basketball-Euroleague weiter um den Einzug in die Top-16-Runde bangen. Am siebten Spieltag unterlag der deutsche Meister 72:83 (42:36) bei Besiktas Istanbul und liegt weiter auf dem vierten Tabellenplatz, der gerade noch zur Qualifikation für die zweite Gruppenphase reichen würde. Drei Spiele stehen in der Vorrunde noch aus. Bamberg (2 Siege, 5 Niederlagen) hätte durch einen Sieg in der Bilanz mit dem drittplatzierten türkischen Champion (4:3) gleichziehen können, musste sich aber wie im Hinspiel (71:86) klar geschlagen geben. Bester Werfer der Franken war Anton Gavel mit 21 Punkten. Der dreimalige Double-Gewinner Bamberg, der am Sonntag in der Bundesliga durch den Sieg im Süd-Gipfel gegen Bayern München (76:68) Selbstvertrauen getankt hatte, konnte nur bis zur Schlussphase des dritten Viertels mithalten. Beim Stand von 54:54 gelangen Besiktas 14 Punkte in Serie, danach konnten die Gäste es nicht mehr spannend machen.

Skispringen, Weltcupauftakt in Lillehammer: Die deutschen Skispringer haben beim Weltcupauftakt in Lillehammer das Podest verpasst. Auf der Olympiaschanze von 1994 sprangen Ulrike Gräßler, Carina Vogt, Richard Freitag und Severin Freund im Mixed-Teamwettbewerb mit 875,7 Punkten auf Rang vier. Der weiteste Sprung für Deutschland gelang am Freitagabend Freund mit 101,5 Metern. Bei der Weltcup-Premiere des neuen Wettkampfmodus sicherten sich die Norweger dank 983,1 Zähler den Sieg. Sie verwiesen Japan (966 Punkte) und Italien (899 Punkte) auf die Plätze zwei und drei. Die hoch favorisierten Österreicher scheiterten bereits im ersten Durchgang, da Andreas Kofler wegen eines zu großen Anzugs disqualifiziert wurde.

Formel 1, Großer Preis von Brasilien: Sebastian Vettel hat auch im zweiten Training zum Großen Preis von Brasilien Rang zwei belegt. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister aus Heppenheim musste sich am Freitag in Sao Paulo erneut Lewis Hamilton geschlagen geben. Der britische McLaren-Pilot war um 0,274 Sekunden schneller als Vettel im Red Bull. Fernando Alonso erreichte wie am Vormittag nur den fünften Platz. Der Ferrari-Pilot aus Spanien muss im Rennen am Sonntag aber 14 Punkte mehr als Vettel holen, um diesem noch den WM-Titel streitig machen zu können. Michael Schumacher aus Kerpen erreichte im zweiten Training Rang sechs vor seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg aus Wiesbaden.

Schwimmen, Deutsche Meisterschaft: Paul Biedermann und Britta Steffen haben bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Wuppertal ihre ersten Freistilrennen gewonnen. Weltrekordler Biedermann siegte am Freitag über die 200 Meter in 1:43,47 Minuten und blieb damit wie schon beim Weltcup zuvor unter der WM-Norm. Dimitri Colupaev verfehlte als Zweiter in 1:43,63 die Norm um zwölf Hundertstelsekunden. "Dima hat mir ganz schön Kontra gegeben. Ich bin nicht so fit, wie ich mir das vorstelle. Bei der WM reißt du mit so einer Zeit gar nichts. Mit viereinhalb Wochen Pause kommst du nicht so in Tritt", sagte Biedermann, der eine knappe Sekunde über seiner Jahresbestzeit blieb. Britta Steffen schlug über 100 Meter Freistil nach guten 52,60 Sekunden an und unterbot ebenfalls erneut die Norm für die Kurzbahn-WM Mitte Dezember in Istanbul. "Der Schritt, unter 52 Sekunden zu kommen, ist schwer, aber ich habe ja noch ein bisschen Zeit", sage Steffen, die ihre Weltjahresbestzeit um 22 Hundertstelsekunden verfehlte. Auch ihre künftige Trainingskollegin Daniela Schreiber aus Halle/Saale schaffte in 53,11 die WM-Norm. Ein Kuriosum mit gleich drei Meistern bot das Rennen über 50 Meter Rücken. Lokalmatador Lukas Nattmann, Stefan Herbst (Leipzig) und Jan-Philip Glania (Frankfurt/Main) schlugen zeitgleich in 24,56 an.

Radsport, Dopingsperre: Das Antidoping-Gericht des italienischen Olympischen Komitees Coni hat den italienischen Radprofi Stefano Di Carlo zu einer zweijährigen Sperre verurteilt. Der 25-jährige, der beim Team Acqua e Sapone unter Vertrag steht, war positiv auf Doping getestet worden. Die Sperre läuft italienischen Medienberichten zufolge bis zum 15. August 2014.

Golf, Europa-Tour: Golfprofi Marcel Siem hat am zweiten Tag des Saisonfinales der Europa-Tour in Dubai groß aufgetrumpft. Der Ratinger spielte auf dem Par-72-Kurs eine hervoragende 65 und arbeitete sich mit insgesamt 138 Schlägen auf den geteilten 23. Platz und damit ins Verfolgerfeld vor. Der zweifache Ryder-Cup-Champion Martin Kaymer (70 Schläge) spielte eine solide Runde, fiel mit 137 Schlägen aber 13 Positionen zurück. Die Führung bei der mit acht Millionen Dollar (6,22 Millionen Euro) dotierten Veranstaltung übernahm der Weltranglistenerste Rory McIlroy (Nordirland/133). Das Abschlussturnier wird zum vierten Mal mit den besten 60 Golfern der Europa-Tour in Dubai ausgetragen. Kaymer war bei jeder Auflage am Start, im vergangenen Jahr hatte er mit Platz elf sein bestes Ergebnis erzielt. Zuletzt hatte der ehemalige Weltranglistenerste bei der Südafrika Open Platz drei belegt und war dadurch auch im Ranking auf Platz 30 geklettert.

Europa League, Ausschreitungen: Fußball-Fans haben am Donnerstagabend in Hannover randaliert. Vor dem Europa League-Spiel zwischen Hannover 96 und Twente Enschede wurden 16 Autos beschädigt. Die rund 350 Krawallmacher zündeten Böller, warfen mit Steinen aus dem Gleisbett der Straßenbahn und mit Flaschen auf die Einsatzkräfte. Sechs Beamte seien leicht verletzt worden, berichtete die Polizei am Freitagmorgen. Laut Nachrichtenagentur SID nahm die Polizei 32 gewaltbereite Personen in Gewahrsam. Die Partie war schon im Vorfeld als "Risikospiel" eingestuft worden. 27 Fußball-Fans müssen mit Strafverfahren wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung rechnen.

Alemannia Aachen, Insolvenz: Fußball-Drittligist Alemannia Aachen hat wie angekündigt einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Aachen gestellt. Ziel des Ex-Bundesligisten ist eine Sanierung, um befreit in der Regionalliga neu zu starten. Die Alemannia hatte zuletzt eine Liquiditätslücke von 4,5 Millionen Euro offengelegt. Hintergrund der finanziellen Probleme sind neben dem Zweitliga-Abstieg besonders die Kosten für den Neubau des Tivoli-Stadions. Am Vormittag hatte der Klub seine Gläubiger über das "Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung" informiert. Diese sähen "Sanierungschancen", teilte die Alemannia mit. Das Gericht wird voraussichtlich Anfang kommender Woche über den Antrag entscheiden. Zuletzt hatte die Staatsanwaltschaft Aachen Ermittlungen wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung eingeleitet.

Biathlon, Mixed-Staffel: Arnd Peiffer muss beim Weltcup-Auftakt der Biathleten im schwedischen Östersund auf seinen geplanten Start in der deutschen Mixed-Staffel verzichten. "Ein Schnupfen plagt mich noch ein wenig, und ich möchte kein Risiko eingehen", teilte der 25-Jährige aus Clausthal-Zellerfeld am Freitag auf seiner Facebook-Seite mit. Für den früheren Sprint-Weltmeister wird beim Saisonauftakt-Rennen am Sonntag (15.30 Uhr) Simon Schempp (Uhingen) gemeinsam mit den Staffel-Weltmeisterinnen Andrea Henkel (Großbreitenbach) und Tina Bachmann (Schmiedeberg) sowie Erik Lesser (Frankenhain) an den Start gehen. Peiffer reist dann mit den restlichen Teamkollegen Andreas Birnbacher (Schleching), Michael Greis (Nesselwang) und Florian Graf (Eppenschlag) am Sonntag nach Östersund. Am Mittwoch steht mit den 20 Kilometern das erste im Einzelrennen der Herren an. Die Damen starten tags darauf.

Eishockey, EHC Wolfsburg: Eishockey-Bundesligist EHC Wolfsburg hat den Vertrag mit Cheftrainer Pavel Gross vorzeitig um ein Jahr verlängert. Der sportlich erfolgreiche Weg des Clubs unter Gross solle auch in der kommenden Saison forgesetzt werden, teilte der Verein am Freitag mit. Der 44 Jahre alte Tscheche geht damit in seine sechste Saison beim EHC. Bereits am Donnerstag hatten die Wolfsburger den Vertrag mit Sportdirektor Karl-Heinz Fliegauf um drei Jahre verlängert.