Der Tiefschneecruiser

Pisten sind ihm zu platt, er braucht Pulverschnee bis zu den Knien, um glücklich zu sein. Daher ist er auf gewalzten Abfahrten eine eher selten anzutreffende Spezies, bei höchster Lawinenwarnstufe bleibt er lieber gleich zuhause: Falls sich der Tiefschneecruiser doch auf eine Piste verirrt, ist er am traurigen Blick zurück zu erkennen - seine Spuren im Schnee sind, kaum gezogen, schon verwischt. Ein typisches Merkmal des Tiefschneefahrers: Da er stets freiwillig im Abseits unterwegs ist, wird er von anderen kaum wahrgenommen - höchstens als kleiner bunter Punkt am Hang auf der Bergflanke gegenüber. Im Gegensatz zum Über-Stock-und-Stein-Fahrer kann er skifahren.

Was tun?

Nein. Sie fahren nicht hinterher.

Bild: Illustration Jessy Asmus 24. Januar 2018, 05:422018-01-24 05:42:56 © SZ.de/ihe/sks