Waffentechnologie US-Marine will Laserkanone im Persischen Golf testen

Keine Science-Fiction, sondern Realität: Die USA testen für ihre Marine eine Laserwaffe, die sowohl Sensoren von Fahrzeugen unschädlich machen als auch Materie zerstören kann - ohne dass es der Feind sieht. Das US-Militär sieht aber noch einen weiteren, entscheidenden Vorteil.

Die US-Marine will erstmals in internationalen Gewässern ein Kriegsschiff mit einer Laserkanone ausstatten. Ein Prototyp der Hightech-Waffe solle im kommenden Jahr testweise auf dem zur Operationsplattform umgerüsteten Kriegsschiff USS Ponce installiert und im Persischen Golf eingesetzt werden, berichtete die Fachzeitung Navy Times am Montag. Dies könne auch als Warnung an Iran gesehen werden, der nach US-Angaben seine militärischen Aktivitäten in der Region in aggressiver Weise ausweite, schreibt die New York Times.

Der Chef der Marine-Forschungsabteilung, Admiral Matthew Klunder, erklärte gegenüber der Zeitung, die Kosten für einen gebündelten Laserstrahl lägen unter einem Dollar. Angesichts von hunderttausenden Dollar, die das Abfeuern einer Rakete koste, sei die Nützlichkeit der Laserwaffe offensichtlich.

Der Laserstrahl der neuartigen Waffe soll stark genug sein, um die Sensoren von Patrouillenbooten und unbemannten Überwachungsflugzeugen untauglich zu machen. Tests im vergangenen Jahr hätten zudem gezeigt, dass die Kanone auch materielle Zerstörungen anrichten könne, hieß es in der Navy Times. Das Militär veröffentlichte ein Video im Internet, das zeigen soll, wie eine tieffliegende Drohne mit einem Laserstrahl abgeschossen wird.

Die Waffen könnten in den kommenden Jahren immer schlagkräftiger werden und irgendwann etwa Abfangraketen ersetzen, so eine Studie des US-Kongresses.