USA Murdoch: "Wie wär's mit einem echten schwarzen Präsidenten?"

Medienmogul Rupert Murdoch findet, dass sich US-Präsident Obama nicht genug für die Belange der Afroamerikaner einsetzt.

(Foto: AP)
  • Mit einem Tweet hat Medienmogul Murdoch deutlich gemacht, dass sich US-Präsident Obama seiner Meinung nach nicht genügend für Afroamerikaner einsetzt.
  • Zuletzt lobte Murdoch wiederholt den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Ben Carson.
  • Carson ist ein Quereinsteiger ohne politische Erfahrung, doch bei den Wählern steht er hoch im Kurs.

Murdoch lobt Republikaner Carson

Medienmogul Rupert Murdoch ist der Meinung, dass sich US-Präsident Barack Obama nicht genügend für Afroamerikaner einsetzt. "Wie wär's mit einem echten schwarzen Präsidenten, der die Kluft zwischen Ethnien - und andere Probleme - richtig anpackt?", fragte Murdoch in einem Tweet.

Obama, das impliziert Murdoch mit seiner Aussage, betrachtet er nicht als "echten" Afroamerikaner. Obamas Mutter ist eine weiße Amerikanerin und sein Vater stammt aus Kenia. Obama musste sich in der Vergangenheit bereits wiederholt den Vorwurf gefallen lassen, sich nicht genügend für die Schwarzen in den USA einzusetzen.

Murdoch hatte sich zuletzt wiederholt für den schwarzen Präsidentschaftsbewerber Ben Carson, 64, stark gemacht, den er wohl für den besseren Präsidenten hält - vor allem für die afroamerikanische Bevölkerung und deren Belange.

Viel Lob für den Republikaner

Den Republikaner Carson lobte Murdoch zuletzt immer wieder auf Twitter und schrieb zum Beispiel: "Ben Carsons Umfragewerte verbessern sich von Woche zu Woche. Tadellose Herkunft, Leistungen, Charakter und Vision."

Damit revidierte Murdoch seine Ansicht, die er noch im März dieses Jahres vertreten hatte: Damals hatte er Carson noch als "naiv" bezeichnet.

Ben Carson gilt als Pionier in der operativen Trennung siamesischer Zwillinge. 22 Stunden dauerte sein erster erfolgreicher Eingriff 1987 an einem deutschen Brüderpaar aus Ulm. Für seine harsche Kritik an der vom aktuellen Präsidenten eingeführten Krankenversicherung Obamacare - "sie ist das größte Übel seit der Sklaverei"- wurde Carson von konservativen Medien hochgejubelt. Er plädiert für Steuersenkungen und für militärische Stärke vor allem im Nahen Osten.

Im Washingtoner Establishment hat Carson - ein Quereinsteiger ohne politische Erfahrung - kaum Unterstützung, doch bei den Wählern steht er hoch im Kurs: 23 Prozent hielten ihn Mitte September in einer CBS-Umfrage für den besten Kandidaten.

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