US-Präsidentschaftskandidatur 2016 Obama stärkt Hillary Clinton

Barack Obama, Hillary Clinton Interview

Barack Obama und seine scheidende Außenministerin Hillary Clinton im Interview mit CBS-Moderator Steve Kroft.

(Foto: CBSNews.com)

US-Präsident Barack Obama versüßt Außenministerin Hillary Clinton den Abschied. Bei einem gemeinsamen TV-Interview lobt er sie als hervorragende Politikerin. Fragen nach einer Präsidentschaftskandidatur 2016 weichen beide aus. Aber das gemeinsame Interview ist ein klares Signal.

Ein besseres Abschiedsgeschenk hätte Barack Obama seiner Außenministerin Hillary Clinton nicht machen können. Der US-Präsident lobte die scheidende Chefdiplomatin in einem gemeinsamen Fernsehinterview in den höchsten Tönen und befeuerte damit die Spekulationen um eine mögliche Kandidatur Clintons bei den Wahlen in vier Jahren.

Ihre bittere Rivalität beim Kampf um die demokratische Präsidentschaftskandidatur 2008 sei einer Freundschaft gewichen, beteuerten beide Politiker. Doch vor einer klaren Antwort auf die Frage nach Clintons politischer Zukunft drückten sie sich.

Harmonisch saßen Obama und Clinton im Weißen Haus nebeneinander, der Präsident im dunkelblauen Anzug, die Außenministerin im pinken Blazer. Das Gespräch war bereits am Freitag aufgezeichnet worden, am Sonntagabend strahlte es der Fernsehsender CBS aus. Erst einmal hatte Obama in seiner Amtszeit bei einem Interview die Bühne mit einem anderen Politiker geteilt - im November 2011 mit dem damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Die Idee zu dem Doppelinterview mit Clinton soll der Präsident selbst gehabt haben.

Ausgezeichnet, großartig, außergewöhnlich

Obama erklärte, er habe Clinton für ihre Arbeit öffentlich danken wollen. "Ich glaube, dass Hillary als eine der ausgezeichnetsten Außenministerinnen in die Geschichte eingehen wird", sagte der Präsident. Die Zusammenarbeit in den vergangenen vier Jahren sei "großartig" gewesen. Als eine seiner "wichtigsten Berater" habe die Außenministerin eine "außergewöhnliche Rolle" in seiner Regierung gespielt, sagte Obama. "Ich werde sie vermissen."