Politiker der Grünen und der Linken warnen vor übereilten Schlüssen aus den jüngsten Anschlägen gegen die Bahn in Berlin. Gewalt sei nicht zu akzeptieren, doch es sei falsch, von einem neuen Terrorismus im Stile der RAF zu sprechen. Unterdessen sind an einer Berliner S-Bahnstrecke erneut Brandsätze entdeckt worden.
Politiker der Grünen und der Linkspartei haben übereilte Schlüsse aus den versuchten Brandanschlägen auf Anlagen der Deutschen Bahn in Berlin verurteilt. Der Berliner Bundestagsabgeordnete der Grünen, Hans-Christian Ströbele, warnte in der Mittwochs-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung davor, einen neuen Terrorismus im Stile der RAF "heraufdämmern" zu sehen.
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Ein Polizist sichert eine Bahnstrecke bei Berlin. Am Dienstag wurden wieder Brandsätze gefunden. (© dpa)
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"Damit werden völlig unterschiedliche Sachverhalte und gesellschaftliche Situationen miteinander in Verbindung gebracht. Solche Vergleiche fallen auf die Urheber selbst zurück und zeigen, wie wenig sie die damaligen Vorgänge kennen und dass sie sie jedenfalls nicht verstanden haben", sagte Ströbele.
"Gewalt, egal woher sie kommt, ist nicht zu akzeptieren", erklärte der Innenexperte der Linksfraktion im Bundestag, Jan Korte. Falsch seien jetzt aber reflexhafte Schuldzuweisungen. "Man muss jetzt erst einmal sehr genau schauen, was da passiert ist", forderte er.
Die Gewerkschaft der Polizei hatte zuvor mehr Personal für Verfassungsschutz und polizeilichen Staatsschutz gefordert. "Auch der RAF-Terror hat mit der verharmlosenden sogenannten Gewalt gegen Sachen begonnen", sagte der Bundesvorsitzende Bernhard Witthaut. Später seien Menschen ermordet worden.
Eine bis dahin unbekannte Gruppe namens "Hekla-Empfangskomitee - Initiative für mehr gesellschaftliche Eruptionen" hatte sich am Montag mit Hinweis auf den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr zu Angriffen auf die Bahn bekannt.
Unterdessen haben Mitarbeiter der Deutschen Bahn am Dienstagabend in Berlin erneut Brandsätze an Bahngleisen gefunden. Gegen 21 Uhr seien mehrere mit einer bislang unbekannten Flüssigkeit gefüllte Plastikflaschen in einem Kabelschacht entdeckt worden, sagte ein Polizeisprecher.
Laut einem Bericht der Tageszeitung BZ, lagen die Brandsätze zwischen den S-Bahnhöfen Schönhauser Allee und Gesundbrunnen, am nördlichen Ende des Mauerparks. Die Flaschen enthielten nach ersten Erkenntnissen der Polizei eine Platine und Elektronik.
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(SZ vom 12.10.2011/infu/olkl)
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"Genau so fing die RAF auch an. Dass Ströbele deren Anwalt war, die SED (Vorgänger der Linken) RAF-Teroristen in der DDR Unterschlupf gewährte ist für sie wohl ohne Belang. "
Ooch.. die Aussage Stöbeles wäre auch zu kritisieren, käme sie von Stoiber...
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+++Politiker der Grünen und der Linken warnen vor übereilten Schlüssen aus den jüngsten Anschlägen gegen die Bahn in Berlin.+++
Soso, sind das nicht dieselben Leute, die nach dem Breivik-Attentat ganz schnell, praktisch noch am selben Tag, mit dem Finger auf die Islamkritiker und die ganze Christenheit zeigten und denen die Schuld an dem Massaker in die Schuhe schoben? Selbst heute blasen sie noch in dieses Horn. Aber wenn ihre eigenen Zöglinge Terroranschläge begehen, dann „warnt man vor übereilten Schlüssen“ (selbst wenn Bekennerschreiben auf indymedia, einer der hetzerischsten Seite der „linken SA“, vorliegen). Besonders Ströbele, der es ja mit dem Gesetz auch nicht so genau nimmt, muß sich da wieder hervortun. Das, was er sagt, könnte man eigentlich 1:1 auf das damalige Gehetze nach dem Breivik-Attentat ummünzen.
Da muss oder kann man sich nur wundern,ueber soviel Naivitaet. Was glauben denn die Herrschaften was das fuer Gutmenschen sind ? Auch kann der Herr Stroebele gleich mit seinen RAF Mandat da weitermachen,wo er sich gut auskennt. Traurig genug was da vorgeht,aber es scheint noch Menschen zu geben die fuer solche Dinge noch Zeit und Geld ueberig haben.
Genau wie damals scheint eine Gruppe von Leuten der Meinung sein, dass sie Gewalt gegen Sachen ausüben kann, weil sie ihre poliitschen Ideen auf friedlichem Wege nicht durchsetzen können. Dass dabei auch Menschen zu Schaden kommen können wird billigend in Kauf genommen.
Genau so fing die RAF auch an. Dass Ströbele deren Anwalt war, die SED (Vorgänger der Linken) RAF-Teroristen in der DDR Unterschlupf gewährte ist für sie wohl ohne Belang.
Den Unterschied zwischen politisch motivierten Anschlägen und Hooligans muss ich ihnen doch wohl nicht wirlich erklären?
Paging