Kommt nach dem arabischen Frühling der europäische Sommer? Von Nordafrika kommend hat der Protest der Unzufriedenen erst Spanien erfasst und ist nun auf dem Protestplatz schlechthin angekommen: dem Place de la Bastille. 222 Jahre nach der französischen Revolution fordern die Jugendlichen nun nichts Geringeres als die Weltrevolution.
Der Protest der Empörten weitet sich von Nordafrika kommend in Europa aus und ist auf dem Revolutionsplatz schlechthin angekommen: der Place de la Bastille in Paris. Seit einigen Tagen versammeln sich dort Demonstranten, um den "internationalen Finanzkapitalismus" zu geißeln, ihr Recht auf Arbeit und Wohnung einzufordern und den Protestierern an der Puerta del Sol in Madrid Solidarität zu bezeugen.
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"Paris, wach auf!" - Die Pariser Jugend demonstriert am Place de la Bastille. Sie wollen nicht das politische System umstürzen wie ihre Vorgänger in Nordafrika, sie wollen nur mit ihren Sorgen ernst genommen werden. (© AFP)
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Erst kamen ein paar Dutzend "Indignés", "Empörte", an die Bastille; dann Hunderte; am Sonntag bereits tausend. Jetzt wollen sie eine Massenbewegung auslösen. "Was wir anstreben, ist eine Weltrevolution", sagt einer der jungen Leute an dem Ort, an dem 1789 die Revolutionäre die Gefängnisburg des Königs stürmten.
Zur Revolution will es die Polizei diesmal nicht kommen lassen, und auch nicht zu einer dauerhaften Platzbesetzung mit Zelten wie in Madrid. Daher räumte sie am späten Sonntagabend den Bastille-Platz. Doch die Demonstranten werden wiederkommen, womöglich in größerer Zahl. Sie werden erneut ihre Transparente enthüllen, mit Parolen wie: "Paris, wach auf!" Und sie werden wieder in die Megaphone rufen, dass sich die Regierungen zu Vollstreckern des Finanzkapitals machen ließen und den Sozialstaat zerstörten.
Auch in Städten wie Lyon oder Toulouse laufen bereits ähnliche Proteste, genauso wie in ganz Europa. Ob in Lissabon, Athen, Budapest, Wien oder Berlin, überall verabreden sich "Empörte" über das Internet und das soziale Netzwerk Facebook, um gegen Sparhaushalte, Sozialabbau, Korruption, eine ungerechte Verteilung des Reichtums und die politischen Eliten zu protestieren.
Oft funktioniert der Protest ohne Beteiligung von Parteien und Gewerkschaften; und in der Regel geht es, anders als im Mai 1968, nicht darum, das politische System umzustürzen und selbst an die Macht zu kommen. Die "Empörten" wollen, manchem Revolutionsgerede zum Trotz, meist nur mit ihren Sorgen ernst genommen werden. Als "Bibel" dient den Protestierern das Buch "Empört euch!" des 93-jährigen Stéphane Hessel, das in Frankreich ein sensationeller Erfolg ist.
Das Land der Großen Revolution diskutiert nun, ob auf den arabischen Frühling ein europäischer Protest-Sommer und ein globaler heißer Herbst folgen. Dafür könnte sprechen, dass Jugendliche in vielen Staaten pessimistisch in die Zukunft blicken. Hohe Jugendarbeitslosigkeit und miserabel bezahlte Praktikumsjobs plagen Spanier, Italiener und Franzosen, von Griechen oder Portugiesen ganz zu schweigen. In all diesen Ländern ist das Vertrauen in Parteien und Regierungen gering. Und überall organisiert sich die Jugend via Internet.
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Kuriose Schilder (4)
Grund und Boden zu Preisen, die ihn reich und seine Bauern arm machten.
Im heutigen Industriefeudalismus vegeben immer mehr Unternehmer Arbeit und zahlen Löhne, die sie reich und ihre Arbeiter grenzenlos arm machen.
Das zu ändern gab es immer wieder Aufstände und Revolutionen. Und vor solch einer Zäsur stehen wir heute wieder. Empört Euch.
Bedenkt man aber, daß auch Deutschland Teil der Welt ist, wird es eben keine Weltrevolution werden, weil Deutschland garantiert außen vor bleibt.
Aber es geht auch ohne uns.
Bildung macht frei, heißt es. In Deutschland jedoch ist Bildung eine geistige Klimakatastrophe. Wie dann die daraus resultierende Freiheit aussieht, kann man an verschiedenen Stellen sehen.
Andere junge Leute sind da ganz offensichtlich gebildeter.
ist heute durch den kannibalkapitalistischen Staatsterrorismus ersetzt worden.
Beides sind totalitäre Besitzstandsdiktaturen, deren schizoid-narzistische Besitz- und Konsumsucht der Bevölkerungsmehrheit die Existenzmöglichkeiten nimmt und deshalb zerstört werden müssen.
Wie die gegenwärtigen Beisitzfeudalherrschaftsangehörigen beseitigt werden, wird uns die Zukunft zeigen.
In jedem Falle sind die heutigen Gesellschaften in den sogen. Industriestaaten faktisch schon Geschichte.
Recht haben sie, die jungen Leute! Weiter so! Die Zeit ist einfach reif für so etwas.
Ja was diesen jungen Menschen nicht klar ist was nach so einer Revolution kommt wenn es wirklich der ganzen Welt besser gehen soll. Da muß man dann 8 Milliarden Menschen sagen das sie...
- Nur 2 Kinder bekommen dürfen.
- Nur essen dürfen was man ihnen zuteilt.
- Arbeiten müssen was es eben zu arbeiten gibt und nicht was man mag.
- Dort wohnen muß wo es geht und nicht wo man will.
Und zu guter letzt stellen die dann irgendwann fest das alle Güter der Verteilung einen Wert besitzen müssen um es ordentlich disponieren zu können. Und das ein abschalten des "Weltkapitalismus" sofort dazu führt das dieser durch inen eben so blühenden "Weltschwarzmarkt" ersetz würde.
Und um das dann alles in den griff zu bekommen muß man erstmal 100 Jahre Weltkrieg führen da es ja dann keine Staaten oder Institutionen gibt die mit einander reden.
Viele hier tun grad so als würden wir in einer üblen Diktatur leben. Ihr seit verwöhnte, dumme Gutmeschen.
Die Jugend ist voll Idiotie und Verschwörungstheorien. Gott ist wieder da und macht den rest bescheuert. Ich schäme mich für den ganzen Planeten exclusive Asien.
Paging