Krieg in Syrien Todesopfer nach neuen Angriffen auf Ost-Ghouta

Feuer nach einem Bombenangriff nahe Damaskus.

(Foto: AFP)
  • In Syrien wütet der Krieg: Das Gebiet nahe Damaskus erlebt die schlimmste Angriffswelle seit Beginn des Bürgerkriegs vor fast sieben Jahren.
  • Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sind bei der jüngsten Serie von Luftangriffen mindestens 21 Zivilisten getötet worden.
  • Die Vereinten Nationen drängen auf eine Waffenruhe für Ost-Ghouta, um die etwa 400 000 eingeschlossenen Menschen versorgen zu können.

Kurz vor dem erneuten Versuch des UN-Sicherheitsrates, eine Waffenruhe in Syrien zu vereinbaren, haben Regierungskräfte die schweren Angriffe auf das belagerte Gebiet Ost-Ghouta fortgesetzt.

Bei der jüngsten Serie von Luftangriffen und Einschlägen von mindestens 140 Raketen in der Region nahe Damaskus seien mindestens 21 Zivilisten getötet worden, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

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Das Gebiet im Südwesten des Landes erlebt die schlimmste Angriffswelle seit Beginn des Bürgerkriegs vor fast sieben Jahren. Seit vergangenem Sonntag wurden etwa 500 Zivilisten getötet, darunter mehr als 100 Kinder, wie die Beobachtungsstelle meldet. Mehr als 2200 Menschen seien verletzt worden.

Die verschiedenen Rebellengruppen in Ost-Ghuta werden von Islamisten dominiert

Ein Rebellenführer sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass auch russische Jets Angriffe flögen. Hubschrauber der syrischen Regierung würden Fassbomben über Ost-Ghouta abwerfen und damit schweren Schaden an Gebäuden anrichten. Rettungshelfer berichteten, dass es die heftigen Bombardements schwer machten, zu Verletzten vorzudringen. Auf der anderen Seite beschossen Rebellen aus verschiedenen Bereichen Ost-Ghoutas nach Angaben der Menschenrechtler die Hauptstadt Damaskus. Wie viele Menschen heute verletzt oder getötet wurden, ist bislang unbekannt.

Syriens Regierungstruppen belagern das Gebiet seit 2013 - die humanitäre Situation ist Helfern zufolge dramatisch. Die Menschen suchten in Kellern Schutz vor den Bomben. Ärzte ohne Grenzen zufolge wurden mehrere Krankenhäuser, die von der Organisation unterstützt werden, angegriffen und ganz oder teilweise zerstört. Die verschiedenen Rebellengruppen in Ost-Ghouta werden von Islamisten dominiert. Der Abzug von etwa 600 Kämpfern eines Ablegers des Terrornetzwerkes al-Qaida aus dem Gebiet wurde der Beobachtungsstelle zufolge von russischer Seite abgelehnt. Die syrische Opposition wirft Moskau vor, die Extremisten als Vorwand für Angriffe auf die Region zu nutzen.

Die Vereinten Nationen drängen unterdessen auf eine Waffenruhe für Ost-Ghouta, um den etwa 400 000 dort eingeschlossenen Menschen dringend benötigte Lebensmittel bringen zu können. Der UN-Sicherheitsrat will am heutigen Samstag ab 18 Uhr über eine entsprechende Resolution abstimmen, nachdem ein Votum am Freitagabend erneut verschoben wurde.

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