Der britische Vizepremier Nick Clegg sorgt mit einer Äußerung zur Irak-Invasion der Vorgängerregierung für große Aufregung, rudert dann aber zurück: Es sei seine Privatmeinung gewesen.
Britische Parlamentsdebatten sind anders. Lauter, lebhafter, geprägt von Zwischenrufen. Die Abgeordneten führen eben noch richtige Diskussionen, im Gegensatz zu den vielen Redenvorlesern im Deutschen Bundestag. Und so kann es leicht passieren, dass einem Diskutant im Eifer des Wortgefechtes ein unbedachtes Wort entfährt.
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"Die illegale Irak-Invasion" sei die schlimmste Entscheidung seiner Vorgänger gewesen, sagte Nick Clegg - und löste damit Debatten aus. (© rtr)
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Das Wort, das dem britischen Vizepremier Nick Clegg entfuhr, als er in Vertretung des Premiers David Cameron die Fragen der Opposition zu parieren versuchte, ist genau genommen ein Halbsatz. Und er sorgte für heftige Reaktionen: Die "illegale" Irak-Invasion sei die desaströseste Entscheidung der Labour-Regierung unter Tony Blair gewesen, sagte Clegg am Mittwoch nach Angaben des Guardian.
Ist die Aussage rechtlich verbindlich?
Dass der Irakkrieg nach internationalen Gesetzen illegal gewesen ist, diese Meinung ist auch unter Völkerrechtlern weit verbreitet. Mit Nick Clegg übernahm aber das erste Mal ein hochrangiges Regierungsmitglied eines der am Krieg beteiligten Länder diese Ansicht.
Das schlug Wellen. Und Nick Clegg bemühte sich auch bald, das unbedachte Wort wieder einzufangen. Dass der Krieg illegal gewesen sei, das sei seine private Ansicht gewesen, so Clegg. Doch Fachleute des internationalen Rechts warnten, dass die Äußerung Konsequenzen haben könnte: "Wenn ein Minister in einer Parlamentsdebatte so etwas äußert, könnte das durchaus internationale Gerichte interessieren, wenn sie sich damit befassen müssen, ob dieser Krieg legal oder illegal war", sagte etwa Philippe Sands, ein Rechtsprofessor der Universität Oxford.
Die Downing Street versuchte hingegen, den Vorfall herunterzuspielen. Clegg habe nur eine "Meinung geäußert, der er schon sehr lange anhängt" - und das dürfe er natürlich auch im Parlament. Die offizielle Linie der Koalition sei das aber nicht zwangsläufig.
Nick Clegg hat neben seinem Leben als Privatperson und als Vizepremier noch eine dritte Funktion: Er ist Vorsitzender der Liberaldemokraten. Und auch in dieser Rolle würde Clegg den Krieg als illegal bezeichnen, so sein Sprecher. Wie die Abgeordneten im Unterhaus nun unterscheiden können, in welcher Funktion Clegg zu ihnen spricht, das verriet er aber nicht.
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...kein Gericht der Welt, wird diesen illegalen Angriffskrieg, der nur durch Betrug und Lügen zustande kam als legal bezeichnen.... naja vielleicht irgendein Hillbillygericht in Arizona oder Oklahoma...
Weiter so... offene Worte über die unsägliche aggressive Politik der Blair/Bush-Kriegstreiberfraktion sollte es noch viel mehr geben.
Wer als Politiker seine "Privatmeinung" nicht mit der offiziellen Meinung seiner Regierung unter einen Hut bringt, der sollte in die Opposition gehen oder zurücktreten...
Da merkt man das die Liberlalen 40 jahre nicht in der Regierung UKs waren.
Da darf man doch keine Wahrheiten laut sagen Mr. VicePM Clegg!
Wie steht denn jetzt Ex-PM Blair und sein Nachfolger Brown international da??
Das könnte so gar Folgen für Bush und Cheney haben, wenn der Leibverbündete der USA plötzlich eine Anti-US-Haltung inbezug zum gemeinsamen Irak-krieg einnehmen könnte.
Clegg ist einfach noch zu ehrlich, weil noch "politisch zu unerfahren"!
Wahrheiten sind in der Politik unerwünscht!