Großbritannien Cameron spricht mit Juncker über EU-Reformen

  • Großbritanniens Premierminister Cameron hat bei einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident Juncker Reformen in der EU gefordert.
  • Das Gespräch ist der Auftakt zu mehreren Gesprächen in europäischen Hauptstädten.
  • Cameron will bis spätestens Ende 2017 in einem Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der EU abstimmen lassen.

Cameron fordert, EU solle sich ändern

Zum Auftakt seiner diplomatischen Offensive für eine EU-Reform hat der britische Premierminister David Cameron am Montagabend auf seinem Landsitz Chequers EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker empfangen. Der britische Regierungschef warb dafür, die Bedingungen für die Mitgliedschaft seines Landes in der Gemeinschaft zu ändern.

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Bei einem Abendessen am Montag habe Cameron deutlich gemacht, dass die Briten mit dem Status quo nicht zufrieden seien, sagte eine Regierungssprecherin. Die EU müsse sich ändern, um auf diese Sorgen einzugehen. Juncker habe zugesagt, dabei zu helfen, eine faire Lösung für Großbritannien zu finden.

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Cameron will diese Woche in mehreren europäischen Hauptstädten für sein Vorhaben werben, so auch in Paris und in Berlin. Unter anderem will er die Gewährung von Sozialhilfe für EU-Bürger in Großbritannien erschweren und Kompetenzen von Brüssel nach London zurückübertragen. Nach Abschluss der Beratungen sollen die Briten bis spätestens Ende 2017 in einem Referendum über den weiteren Verbleib ihres Landes in der EU abstimmen.