In der Diskussion um die Gesundheitsreform legt die CDU ein neues Modell vor, wie die Zusatzbeiträge für die Krankenkassen zukünftig gestaffelt werden sollen.
Bei den Verhandlungen zwischen Union und FDP über die Gesundheitsreform liegt einem Zeitungsbericht zufolge ein neues Kompromissmodell der CDU auf dem Tisch. Dieses sehe vor, die Zusatzbeiträge nach dem Einkommen der Versicherten zu staffeln, berichtete die Frankfurter Rundschau.
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Bis zu einem Einkommen von 1400 Euro solle der maximal mögliche Zusatzbeitrag weiterhin bei einem Prozent des Einkommens liegen. Bis zur sogenannten Beitragsbemessungsgrenze von 3750 Euro solle der Satz dann schrittweise auf 2,5 Prozent steigen. Für Gutverdiener würde damit die Belastung von bisher höchstens 37,50 Euro auf 93,57 Euro steigen.
Das Modell wurde dem Bericht zufolge vom früheren Chef des Bundesversicherungsamtes, dem jetzigen Staatssekretär im Familienministerium Josef Hecken, entwickelt und mit CDU-Gesundheitspolitikern abgestimmt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Donnerstag mit den Spitzen der Koalition über Reformen im Gesundheitswesen und das Milliardendefizit in der gesetzlichen Krankenversicherung beraten. Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) geht von einem Minus in Höhe von elf Milliarden Euro aus, von denen vier Milliarden Euro durch Einsparungen aufgefangen werden sollen.
An das Treffen der Koalitionsspitzen sollen sich erneute Beratungen Röslers mit den Fachpolitikern der Fraktionen anschließen. Eine weitere Runde der Koalitionsspitze ist wiederum für Freitagmorgen geplant. Röslers Vorschlag eines einkommensunabhängigen Arbeitnehmerbeitrages zur Krankenversicherung ist innerhalb der Koalition strittig.
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(Reuters/AFP/liv)
Müll am Fluss
da sehen wir übrigens mal, was wir so an "uns ulla" hatten ....
ich denke nicht, dass sich die gkv in der abwicklung befindet - allerdings probt die fdp eine mini-demontage. aber da die fdp ja nicht mehr so lange regierungswirksam dabei sein wird .... insbesondere ärzte und apotheker verstehen es sehr gut, dass gkv-system zu "melken", denn ansonsten würden sich wohl kaum auch sehr gute, bisherige privatärzte um eine gkv-zulassung bemühen.
momentan gibt es übrigens einige pkv'n, die ihre alttarife schließen - die zukünftigen kostensteigerungen werden noch so manch einen an den rand der verzweifelung treiben ... ist dies auch politisch gewünscht?
Einfache Antwort: Abwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung. ___________Jetzt muss ich aber mal kurz auflachen.
Die Privaten sparen und die Gesetzliche ist in der Abwicklung?
Das hätte die FDP gerne,aber es sieht so aus als wenn die PKV immer mehr Mitglieder verlieren.
"ich frage mich was der staat davon hat, wenn er die sog. "gutverdiener" systematisch in die arme der privaten treibt. unterm strich bleibt dann noch weniger geld. dementsprechend hohe forderungen kommen dann auf die verbliebenenen gkv-versicherten zu."
Einfache Antwort: Abwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung.
Es wird nicht mehr viele Jahre dauern, bis die Beitragsbemessungsgrenze zum Diskussionsgegenstand wird und am Ende steht möglicherweise deren völliger Wegfall. Was bei derzeitiger Gesetzeslage bleiben müsste, wäre eine Grundversorgung - also Notfallmedizin und Lebenserhaltung. Medikamente, Arztbesuche wegen einer Erkältung etc. pp. werden dann nicht mehr Leistungsbestandteil sein.
Bei einem nüchternen Blick auf die Staatsfinanzen und die fehlende Fachkompetenz in allen Bereichen der staatlichen Administration ist dies der einzige Weg, der ein völliges Desaster noch halbwegs glimpflich abwenden kann - denn die Alternative Dazu wären immer weitere scheinheilige Zusatzbeiträge, immer weniger Leistungen etc. pp.
Was mich anwidert ist dieser Rössler. Und diese Verlogenheit in der Debatte. Man nennt eine Beitragserhöhung "Gesundheitsreform" und lässt die unvermeidliche Notwendigkeit einer Beschränkung auf Notfallmedizin außen vor - man stellt sich einfach nicht der Realität, sondern versucht sie zu kaschieren. Das geht aber nicht mehr lange gut - und wie's eben so ist: Auch kleine Nadelstiche können bei stetiger Wiederholung großen Schmerz und Raserei auslösen - manchmal mehr als ein richtiger Stich zu rechten Zeit.
Die privaten Krankenversicherungen können nicht teuer genug werden!Wenn die PKV mit billigen Beiträgen für junge wirbt so teurer wird sie wenn man alt und zum Risiko wird.Wenn die PKV alle Risikomitglieder hinaus befördert so kann man natürlich billiger sein,denn Bluter ,Dyalysepatienten oder andere gesundheits Kosten teure Patienten werden hinaus befördert.
Jetzt jammern die Befürworter dieser Kassen Form aber in die GKV wollte ja keiner weil die PKV ja so viel besser ist.Aber nur für reiche und gesunde Junge Mitglieder.
Ich bin der Meinung man sollte diese PKV auflösen und eine allgemeine Krankenversicherung einführen in die alle einzahlen,auch Beamte und Soldaten ,Bauern und Bundestagsabgeordnete.Das Schweizer Genossenschafts Modell.
Wer dann immer noch denkt das er eine Chefarztbehandlung benötigt oder eine Schönheits OP braucht kann sich dann ja selber zusätzlich versichern.
Jetzt aber die Risiko Mitglieder in die GKV abzuschieben oder die Standart Tarife anzubieten ist ganz schön dreist.Der ist nämlich an den Leistungen gemessen teurer als in der GKV.
Paging