Eine "sprachlose" Partei, schlechte Umfragewerte und eine missglückte Kampagne: Der Kieler FDP-Fraktionschef Kubicki sorgt sich um den Zustand der Liberalen.
FDP-Vorstandsmitglied Wolfgang Kubicki zeigt sich im Gespräch mit dem Stern über den Zustand seiner Partei und ihre schlechten Umfragewerte extrem besorgt .
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FDP-Vorstandsmitglied Wolfgang Kubicki kritisiert die "völlig missglückte" Kampagne für die Steuersenkungen. (© Foto: dpa)
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"Wir erleben derzeit eine gewisse Auflösung der Ordnung der FDP", sagte der FDP-Fraktionschef im Kieler Landtag laut Vorabmeldung. Die Kampagne für die Steuersenkungen nannte Kubicki "völlig missglückt". Die Partei sei "oft sprachlos", es gebe "keinen, der die Botschaften zusammenbindet".
Minus für FDP und Unionsparteien
Auch der frühere FDP-Vorsitzende Wolfgang Gerhardt sagte dem Hamburger Magazin: "Die Partei ist in einer ausgesprochen schwierigen Lage."
In der am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Erhebung "Wahltrend" für Stern und RTL fiel die FDP um einen Punkt auf acht Prozent. Auch die Unionsparteien sackten im "Wahltrend" um zwei Punkte auf 34 Prozent ab. Für die SPD würden sich der Umfrage zufolge unverändert 22 Prozent der Wähler entscheiden.
Die Grünen klettern erneut um einen Punkt und erreichen mit 17 Prozent ein neues Umfragehoch. Die Linke steht wie schon seit Jahresbeginn stabil bei elf Prozent. Sonstige Parteien kämen bei den 2.501 Befragten auf zusammen acht Prozent (plus zwei).
Gemeinsam hätte Schwarz-Gelb damit nur noch 42 Prozent der Stimmen und liegt damit 8 Punkte hinter SPD, Grünen und Linken mit zusammen 50 Prozent.
So schlecht standen Union und FDP bei der Forsa-Wochenumfrage für Stern und RTL zuletzt vor achteinhalb Jahren im Herbst 2001, als sich die Bevölkerung nach den Terroranschlägen von New York stark hinter die damalige rot-grüne Regierung Gerhard Schröder/Joschka Fischer stellte.
Auch die Bundesminister der Liberalen erhalten in einer weiteren Umfrage für den Stern unter 1.005 Befragten schlechte Noten.
Schlusslicht Niebel
Am besten schnitt noch Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ab, mit ihrer Arbeit sind 37 Prozent zufrieden, 63 Prozent finden sie nicht gut.
Mit Außenminister Westerwelle sind nur 35 Prozent zufrieden, mit Gesundheitsminister Philipp Rösler 27 Prozent, mit Wirtschaftsminister Rainer Brüderle 26 Prozent.
Auf die größte Ablehnung stößt Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel, dem 85 Prozent der Befragten eine schlechte Note gaben. Von 514 befragten FDP-Wählern gaben zwei Drittel an, ihre Erwartungen an die Freien Demokraten seien enttäuscht worden.
40 Prozent sagen, sie hätten die FDP falsch eingeschätzt und kritisieren deren "Klientelpolitik". Kritisiert wurde auch eine unrealistische Haltung in der Steuer- und Finanzpolitik.
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(AP/fvk/woja)
Protest gegen dritte Startbahn
und nun schauen wir uns mal an was die sog. Liberalen denn heute sind:
- intern sind sie ein zentralistischer Despotismus mit einem Führer der nicht alle Pfründe auf sich vereint und jedes Ansinnen auf Gewaltenteilung weit von sich weist.
- nach außen sind sie ein bigotter Club. Wollen Freizügigkeit für die gesellschaftliche Minderheit der Besser- und Bestverdiener. Und wollen Gängelung für alle die nicht zu ihrer Klientel gehören.
- aktuell predigen sie einen Faschismus wider die Arbeitslosen.
- seit 20 Jahren predigen sie einen Marktradikalismus.
Auch die FDP hat ihr Gewissen, ihre Intention, ihre Namensgebung, verloren.
bis nie habe ich diesem Menschen recht geben mögen.
Aber wenn er konstatiert: "Wir erleben derzeit eine gewisse Auflösung der Ordnung der FDP. "
Dann möchte ich seufzen, ach ja, bitte bitte behalte doch Recht! Und wenn's geht: mehr davon!
Erschreckt stellen die eigennützig motivierten FDP-Anhänger-Klientel fest, dass die Westerwelles noch nicht mal ihr Eigenwohl, geschweige denn einen Hauch von Gemeinwohl garantieren können.
Schlechte Zeiten für Absahner....
4,9 % bei der NRW-Wahl im Mai wären für diese einst "liberale" Partei gerade gut genug. Zum Nachdenken in der Opposition reicht's allemal...
"Am besten schnitt noch Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ab, mit ihrer Arbeit sind 37 Prozent zufrieden, 63 Prozent finden sie nicht gut."
*Prust na wenn es schon "gut" ist, dass "nur" knapp 2/3 die eigene Arbeit schlecht finden... aber da geht noch was liebe fdP-Minister! Bei euch hab ich da keinerlei Zweifel...
was die FDP darbietet, nach Kubicki Sprachlosigkeit ist, wünscte ich, ich wäre taub. Das wäre eine Ruhe.
Paging