Bundeswehreinsatz gegen den Islamischen Staat Deutsche Tornados können im Syrien-Einsatz nicht nachts fliegen

Schuld ist offenbar eine neue Software. Der Erfolg der Mission sei dadurch aber nicht gefährdet, sagt die Luftwaffe.

Eigentlich sollten die Bundewehr-Tornados bei ihrem Einsatz über Syrien und dem Irak dabei helfen, Informationen über IS-Stellungen zusammenzutragen. Genau das können sie aber anscheinend nicht, zumindest nicht nachts. Wie die Bild am Dienstag berichtet, könnten die Piloten die Jets bei Dunkelheit nicht fliegen. Das bestätigte ein Sprecher der Luftwaffe.

Grund dafür sei die jüngste Aufrüstung der Flieger mit neuer Soft- und Hardware. Dadurch reflektiere die Cockpit-Beleuchtung so stark, dass ein Kampfeinsatz bei Nacht nicht möglich sei. Es werde an einer "zeitnahen Zwischenlösung" gearbeitet. Bis Ende des Jahres hoffe die Luftwaffe, die Probleme grundsätzlich beheben zu können. Der Einsatz sei durch die Nachtflug-Probleme aber nicht gefährdet. Die Aufklärungsergebnisse seien bei Tag ohnehin besser.

Seit Anfang des Jahres beteiligt sich die Bundeswehr mit Aufklärungsflügen über Syrien und dem Irak am Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Damit erfüllt Deutschland seine Hilfszusage an Frankreich nach den Pariser Anschlägen, bei denen Mitte November 130 Menschen getötet wurden.