"Eine große Chance vertan": Barack Obamas Rede zur Ölpest am Golf enttäuscht - und macht ihn mehr denn je zur Geisel der Krise.
Das Lob kam prompt, wenn auch von der falschen Seite. Ausgerechnet der BP-Konzern, Verursacher der größten Umweltkatastrophe in der amerikanischen Geschichte, versicherte eilfertig nach Barack Obamas nächtlicher Ansprache aus dem Oval Office, man sei einverstanden mit den Vorgaben des US-Präsidenten.
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Obamas erste TV-Ansprache aus dem Oval Office wirkte so vage wie fade, so ideen- wie lustlos. (© AP)
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Etwa dies: Das lecke Bohrloch tief unten im Golf von Mexiko endlich zu verrammeln, die verseuchte Küste zu säubern und all die Schäden zu lindern, die Menschen und Umwelt erlitten haben - all das seien sehr wohl "gemeinsame Ziele". Darüber werde man nun reden am heutigen Mittwoch, beim Gipfeltreffen von BP-Managern und US-Staatsoberhaupt im Weißen Haus. "Wir freuen uns auf eine konstruktive Diskussion", säuselte das Unternehmen.
Ansonsten fiel das Urteil weniger erfreut und weit wenig gnädig aus über Obamas 18-minütigen Fernsehauftritt. Nicht nur Republikaner bemängelten, der Präsident habe "keine Führung gezeigt". Auch linke und liberale Kolumnisten wetterten, der Präsident habe "eine große Chance vertan". Der ansonsten Obama-hörige TV-Moderator Keith Olberman erklärte seinen Zuschauern bei MSNBC, Obama habe "einfach zu niedrig gezielt" - um sich dann Sekunden später zu korrigieren: "Ehrlich gesagt, Obama hat überhaupt nicht gezielt."
Also einfach daneben. Obamas erste TV-Ansprache aus dem Oval Office wirkte so vage wie fade, so ideen- wie lustlos. Dass die Vereinigten Staaten "mit aller Kraft" daran arbeiten, die Ölpest zu bekämpfen, ist selbstverständlich. Dass BP gefälligst alle Rechnungen bezahlen soll, fordert Obama seit Wochen täglich.
Und dass die Öko-Katastrophe am Golf beweist, wie dringend Amerika eine Energiewende - weg vom Öl, hin zu mehr Klimaschutz - braucht, wiederholt nur Sentenzen, die dieser Präsident schon als Kandidat 2008 verbreitete. Nur hatte sein Petitum damals noch ein Feuer, das ihm nun, beim Vortrag im klimatisierten Dienstzimmer zwischen drapierten Standarten und Familienfotos, völlig fehlte. Zudem ließ er völlig offen, wie und bis wann er ein solches Energiegesetz durch den Kongress boxen will.
Geisel der Krise
52 Prozent aller Amerikaner bekunden laut einer Umfrage inzwischen, sie seien mit Obamas Krisenmanagement nicht zufrieden. Das ist ungefähr dasselbe Urteil, das George W. Bush traf, nachdem dessen Katastrophenhelfer 2005 nach dem Hurrikan Katrina tagelang völlig versagten.
Genau diesem ständigen Katrina-Vergleich wollte Obama entkommen. Er hatte sich von seinem Auftritt erhofft, als Retter zu erscheinen. Das sollte den Amerikanern mehr Vertrauen einflößen in die Fähigkeit von Staat und Regierung, die unkontrolliert wabernden Kräfte etwa von Wall Street oder "Big Oil" zu bändigen. Nun aber, nach einer schwächlichen Rede, ist dieser Präsident eine Geisel der Krise - mehr denn zuvor.
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(sueddeutsche.de/juwe/gba)
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"Heil to the Chief"
An Ausserirdische in Elvis´s Vorgarten zu glauben ist also für Sie das gleiche, wie Korruption in der Politik zu orten? :-))))))))))))))
Seit x Jahren wissen sowohl die BP-Manager selbst als auch diverse US-Behörden in diversen US-Bundesstaaten, dass BP permanent und tausendfach!!!!!!! Sicherheitsbestimmungen, Grundregeln, Auflagen etc. verletzt.
NICHTS geschah! BP durfte weiterwurschteln ohne dass irgendeine Behörde ENRSTHAFTE; GLAUBWÜRDIGE Anstrengungen unternommen hätte, das zu unterbinden.
Ein Grossteil die Handlungen erfolgte unter Bush, aber Obama ist nun auch schon 1 1/2 Jahre Präsident und deshalb ebenso verantwortlich für die Arbeit der US-Aufsichtsbehörden.
"Inzwischen aber wird offenbar, wie skandalös die Beziehungen zwischen staatlichen Aufsichtsbehörden und der Ölindustrie waren und wie lasch reguliert wurde. In einem noch diese Woche erwarteten Bericht der Generalinspekteurin des Innenministeriums über die Vorgänge bei der für die Ölbohrungen zuständigen Aufsichtsbehörde Minerals Management Service (MMS) wird weitverbreitete Korruption angeprangert – der Staat, so das Fazit des Reports, gedieh zum Handlanger der Ölindustrie.
Aufsicht war stets zu Diensten
So erlaubte das regionale MMS-Büro in Lake Charles in Louisiana der Industrie beispielsweise das Ausfüllen von Inspektionsberichten mit Bleistift und zog die Buchstaben sodann mit Kugelschreiber nach. MMS-Angestellte nahmen Geschenke von der Industrie an, liessen sich zum Essen einladen und waren den Ölfirmen stets zu Diensten. Als «zutiefst beunruhigend» empfand Innenminister Ken Salazar gestern den Report – eine Untertreibung angesichts des MMSSumpfs von Inkompetenz und Korruption." www.thurgauerzeitung.ch/ausland/amerika/Staat-als-Handlanger-der-lIndustrie/story/30701208
zmag.de/artikel/investigativer-journalismus-jahrelange-interne-untersuchungen-bei-bp-zeigten-erhoehte-unfallgefaehrdung-an
Verstehe, klar. Ausserirdische werden gefangen gehalten und Elvis wurde Arm in Arm mit Michael Jackson in Argentinien gesehen....
In Foren kann man ja jeden Quatsch behaupten insofern will ich canaris auch nicht weiter in seinen phantastischen Träumen stören....
Brauchen Sie auch Beweise dafür, dass die Sonne morgens auf- und abends wieder untergeht? :-)))))))
Was soll er tun? Jedenfalls nicht die alleinige Kontrolle über die Rettungsbemühungen ausgerechnet dem Verursacher überlassen und bestenfalls bittend danebenstehen + dumm aus der Wäsche gucken!
Die Russen haben angeboten das Leck zu verstopfen, ebenfalls der Iran. Beide Länder erklärten, Erfahrung damit zu haben. Bevor man monatelang abermillionen Liter Öl in den Golf laufen lässt, sollte man vielleicht diese Angebote in Erwägung ziehen ohne, dass einem dabei gleich ein Zacken aus der Krone bricht.
Ist das jetzt wirre Phantasie oder haben Sie dafür einen Beweis ?
Paging