Mit einem edel wirkenden Online-Magazin will eine Al-Qaida-Gruppe von der Arabischen Halbinsel ihre Hass-Botschaften in der ganzen englischsprachigen Welt verbreiten. Erklärtes Ziel: Aus Muslimen sollen Glaubenskrieger werden.
Die Aufmachung ist edel, die Themen bunt gemischt und auch die Zielgruppe dürfte klar umrissen sein. Die Macher des Online-Magazins Inspire haben aus Marketing-Gesichtspunkten alles richtig gemacht. Ihre Mission: Angst und Terror auf der ganzen Welt. Inspire scheint sich mit der gerade erschienenen dritten Ausgabe immer mehr zum Sprachrohr des Terroristennetzwerks al-Qaida zu etablieren.
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Terrorismus als aufregendes Abenteuer: Ein Ausriss aus der zweiten Ausgabe des Islamisten-Magazins Inspire.
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Die Verantwortlichen demonstrieren mit Inspire einmal mehr, dass der Kampf gegen den Terrorismus ein Kampf um die Köpfe ist. Denn das Magazin erscheint auf Englisch. Man wolle so "die vielen Millionen Muslime" in Europa, den USA, Asien und Afrika erreichen, die des Arabischen nicht mächtig sind, schreibt ein anonymer Herausgeber in der ersten Ausgabe, die im Juli auf verschiedenen Seiten im Internet auftauchte. Ziel sei es, "Muslime zu Mudschaheddin zu machen".
Das betont moderne Aussehen, die einfachen Antworten auf die Ungerechtigkeiten der Welt, die Mischung aus religiöser Festigung, Abenteuergeschichten und genauen Anleitungen zum Heiligen Krieg zeigen, dass mit Inspire nicht bereits überzeugte Terroristen angesprochen werden sollen. Die Zielgruppe sind junge, unentschlossene Islamismus-Sympathisanten.
Osama bin Laden als Star-Autor
Wie jung die anvisierten Leser sind, zeigt die Überschrift einer mehrseitigen Anleitung zum Bombenbau in der ersten Ausgabe: "Wie du eine Bombe in Mamas Küche basteln kannst", lautet sie. Mit Fotos illustriert erklären die Autoren Schritt für Schritt und leicht verständlich alle nötigen Schritte bis zur fertigen Rohrbombe. Wie ein Yps-Heft für junge Terroristen scheint Inspire hier. Potentielle Bombenleger sollen nach dem Willen der Macher nicht mehr gezwungen sein, Arabisch zu lernen und zur Ausbildung in Terrorcamps im Nahen Osten zu reisen.
Auch der Text des Star-Autors der ersten Ausgabe richtet sich nicht gerade an profunde Kenner der internationalen Politik: Osama bin Laden verspricht im Titel den "Weg zur Rettung der Welt". Über weite Strecken liest sich der Text der Terror-Ikone dann wie aus einer unverfänglichen linksliberalen Publikation. Von Klimawandel bis Finanzkrise und Welthunger zählt er die Menschheitsprobleme auf und zitiert dabei unbefangen die Nasa und westliche Wissenschaftler.
Bin Ladens Lösungen sind simpel wie erwartbar: Boykott amerikanischer Unternehmen (denn wenn die amerikanischen Fabrikschlote nicht mehr rauchen, geht es dem Klima besser), Hinwendung zu Allah - und, gegen alle, die diesem Weg nicht folgen: Terror. "Das ist für Amerikaner eine besonders einfache Sache", heißt es.
Amerikanische Sicherheitsexperten vermuten die Verantwortlichen hinter Inspire im Jemen. Dortige Al-Qaida-Gruppen würden sich schon seit einiger Zeit um modernere Formen der Terror-Propaganda bemühen. Die Server, auf denen das Material lagert, sollen in Malaysia stehen.
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Erschreckend, wie plump CIA & Co mittlerweile fälschen (siehe auch diverse "OBL"-Videos aus den letzten Jahren), erschreckend, wie wenig Mühe sich die westlichen Propagandaabteilungen noch geben müssen, und erschreckend, dass SZ, Spiegel & Co trotzdem immer noch und immer wieder darauf hereinfallen. Dazu noch Mithilfe bei der Terrorisierung der Bevölkerung durch diffuse Terrorwarnungen und ungeschickt inszenierte "Anschlagsversuche" - man kann nur noch ein Wort dafür verwenden: Pfui!
" Sie haben wirklich nicht die geringste Ahnung von den realen Zuständen in nahöstlichen Ländern. "
Wer redet von den derzeit herrschenden Zuständen, die von den Kolonialmächten künstlich geschaffen und unterhalten werden? Ich spreche davon, was sich die Völker der Region wünschen.
Die absolute Mehrheit der Araber bejubelt den politischen Kurs des Iran, egal wie sehr die vom Westen an der Macht gehalteten Folterdikatoren auch gegen den Iran schäumen mögen. Wenn Sie die Haltung der dortigen Herrscher mit der ihrer Völker gleichsetzten, dann ist Ihnen wirklich nicht mehr zu helfen.
Ein Viertel der libanesischen Bevölkerung stand am Flughafenzubringer um Ahmadinejad bei seinem Staatsbesuch im Libanon frenetisch zuzujubeln. Er ist der unumstrittene Held der arabischen Strasse und die arabischen Bevölkerungen sind stolz auf das iranische Atomprogramm und fänden selbst eine iranische Atombombe eine tolle Sache, obwohl die Iraner ja Shiiten sind.
Beide Wahlen in der Region, die in Palästina und die im Libanon, haben Parteien gewonnen, die dem Iran nahestehen, der seit Jahren alle Moslems zur Einigkeiit auffordert und vehement alle sektiererischen Anschläge in arabischen Ländern aufs Schärfste verurteilt, egal, ob sie sich gegen Sunnis, Shias oder Christen richten. Da gibt es ein enormes Einigungspotential, um das USrael sehr genau weiss und deshalb auch so voller Hass und Panik gegen den Iran vorzugehen versucht.
Wieso erscheint dieser Artikel nicht unter Panorama?
Selbst der größte Dummkopf müsste die letzten Jahre draufgekommen sein, dass die Al-Kaida keinen Glaubenskrieg führt, sondern gegen alle vorgeht. Außerdem waren fast alle Opfer von Al-Kaida-Anschlägen im Irak und in Afghanistan doch bitte selbst Moslems! Und zwar jeder beliebigen Glaubensrichtung. Christliche Opfer hat es im Verhältnis dazu doch kaum gegeben.
Für mich ist das dumme westliche Lügenpropaganda, die Al-Kaida und Moslems in einem Zusammenhang bringen will. Der Versuch, die Bevölkerungen dummzuklopfen, hört anscheinend nie auf.
"Was um jeden Preis vermieden werden muss, ist die Bildung einer einheitlichen, friedlich miteinander auskommenden islamischen Völkergemeinschaft. "
Aus diesem schaurig naiven Satz erlaube ich mir zwei Dinge zu schließen:
1) Ich frage mich ja schon seit längerem, ob Sie die Dinge, die Sie hier unter jeden Artikel setzten, wirklich glauben oder ob Sie ein Troll sind. Nach diesem Satz, dem nur noch das Wörtchen "solidarisch" fehlt, bin ich sicher, es ist Ersteres.
2) Sie haben wirklich nicht die geringste Ahnung von den realen Zuständen in nahöstlichen Ländern.
Paging