Angela Merkel hat ihren Wirtschaftminister gerade zurückgepfiffen, da melden sich Unionspolitiker zu Wort: Rainer Brüderles Idee, die Rentengarantie abzuschaffen, sei richtig.
Trotz der Zurückweisung durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) findet Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) Unterstützung für seine Forderung nach Abschaffung der Rentengarantie.
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Rainer Brüderle gilt in der Öffentlichkeit als Hüter der Marktwirtschaft, der den Einfluss des Staates möglichst gering halten will. (© dpa)
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Unions-Bundestagsfraktionsvize Michael Fuchs (CDU) sagte am Dienstag, die Rentengarantie sei ungerecht. "Es kann nicht sein, dass die Löhne sinken, die Rente aber nicht." Ein Sinken der Renten im Moment jedoch kein Thema, weil die Löhne stiegen.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß schloss sich der Unterstützung Brüderles an und forderte eine "Rückkehr zur Normalität". "Das Kriseninstrument Rentengarantie kann es dauerhaft nicht geben."
Rückendeckung bekam Brüderle auch vom Bundesverband der Jungen Unternehmer (BJU). Die Rentengarantie sei eine schreiende Ungerechtigkeit, sagte die BJU-Vorsitzende Marie-Christine Ostermann. "Beim Sparen müssen alle ihren Beitrag leisten. Es kann nicht sein, dass die Rentner davon ausgenommen sind", sagte die Unternehmerin.
Der Rentenexperte Bernd Raffelhüschen sagte, Brüderle habe vollkommen recht. "Die Einführung der Rentengarantie durch die große Koalition war unnötig und unsolidarisch. Die Abschaffung wäre das Beste im Sinne der Generationengerechtigkeit", sagte er. Vor der Rentengarantie habe die Wirtschaftsentwicklung Rentner und Beschäftigte gleichermaßen getroffen. Dies sei jetzt anders. "Die Senioren profitieren nun in guten Zeiten wie die Erwerbstätigen. Sie müssen bei Minusrunden der Löhne aber keine Einbußen hinnehmen", sagte Raffelhüschen.
Auch der Direktor des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, Ulrich Blum, lobte Brüderle. "Da hat endlich jemand zur Vernunft zurückgefunden", sagte er. Die Rentengarantie sei eine Panikreaktion in der Wirtschaftskrise gewesen, die durch nichts zu rechtfertigen sei. "Die Arbeitnehmer werden dadurch einseitig belastet. Zudem ging es noch nie einer Rentnergeneration so gut wie der gegenwärtigen", sagte Blum. Je früher die Rentengarantie abgeschafft werde, desto besser.
Kritik an Brüderles Plänen, die Rentengarantie abzuschaffen, kam vom Juso-Bundesvorsitzenden Sascha Vogt. Er sagte, Brüderles Forderung zeige das wahre Gesicht der Koalition. Vogt warf der Regierung vor, in Deutschland eine Umverteilung von unten nach oben zu betreiben. "Erst schröpft Schwarz-Gelb mit dem Sparpaket die Arbeitslosen, jetzt sollen auch noch die Rentnerinnen und Rentner dran glauben", sagte Vogt. Er glaube nicht, dass Brüderle mit seiner Forderung in der Regierung allein dastehe.
Auch in den eigenen Reihen stehen nicht alle hinter dem Wirtschaftsminister. Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Heinrich Kolb, sagte: "Es macht keinen Sinn, die Pferde scheu zu machen. Es gibt im Bundestag keine Mehrheit für eine Abschaffung der Rentengarantie." Dies sei eine Spätfolge der großen Koalition.
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(sueddeutsche.de/dpa/ddp/dana/liv)
Sorgerechtsverfahren in der Kritik
Wenn im Osten ein Altrentner mit 1100 Euro Durchschnittsrente verstirbt und ein Neurentner mit durchschnittlich 700 Euro nachrückt, dann sinkt die Rentenlast um 1/3
Dafür ist bei Rentnern im Westen der Anteil durch Betriebsrenten, Kapitaleinkünfte oder eben Vermietung/Verpachtung höher. Wer früher in der Industrie Nacht- und Wochenendschichten geschoben hat, der konnte sein Gehalt durch die damals steuerfreien Zulagen leicht verdoppeln. Ich kenne zudem im Bekanntenkreis einige "Pensionäre" der alten Höchst AG, da ist die gesetzliche Rente lediglich ein Zuschuss zur Betriebsrente und nicht umgekehrt. Übrigens ein tolles Beispiel, dass eine sauber aufgesetzte und konservativ agierende kapitalgedeckte Altersvorsorge (PENKA Höchst) auch Insolvenzen der Nachfolgeunternehmen (siehe u.a. Dystar) überleben kann.
Wobei sich diese Zeiten der goldenen 60er bis späten 80er Jahre nicht wiederholen werden. Als junger Arbeitnehmer sind hohe Betriebsrenten ein Relikt aus vergangenen Tagen und den sagenumwobenen "Altverträgen". Siehe VW - der Haustarif ist für junge effektiv "geschlossen", Mitarbeiter der ausgepressten Zulieferer können froh sein wenn Tarif gezahlt wird. Die jüngere Generation mit 100% steuerpflichtigen gesetzlichen Renten wird das heutige Versorgungsniveau nicht erreichen können.
Es ist inzwischen in Mode gekommen, dass sich jeder Trottel aus Politik und Wirtschaft zu den Renten zu Wort meldet.
Es sollte einmal zur Kenntnis genommen werden, dass die Rentner Beiträge gezahlt haben und sich somit auf die Alterssicherung verlassen haben.
Beamte und Berufspolitiker zahlen nichts und erhalten wesentlich höhere Renten.
Die nennt man dann auch Pensionen.
Also, warum melden sich die Trottel nicht bei den Pensionen zu Worte???
Man sollte eigentlich mal Abstand von der Verunsicherung der Rentner nehmen, denn die leisten mit den kaum zum leben reichenden Renten ihren Beitrag zum Sparen ohne dazu aufgefordert zu werden. Letztendlich wurde durch ihre Arbeit der Wohlstand begründet, den jetzt gierige Mitmenschen (Banker , Spekulanten, Politiker etc.durch unmäßige Honorare und die Spekulationsblase zunichte machen.
Die Durchschnittsrente im Osten für Männer ist über 1000€, für Frauen über 660€.
Im Westen für Männer ca. 980€ und für Frauen ca. 480€.
Da im Osten i.d.R. ist dort auch der Anteil der Doppelrenten höher.
www.der-soli-muss-weg.de/tx%20renten.html
Wir sind auf dem Weg, alle Dinge die unter BIsmarck vorbildlich aufgebat worden sind und weltweit vorbildlich waren, Schritt für Schritt abzubauen. Alles Folgen der sogenannte Gutmenschen und des 68er Kalks. Warum denkt Brüderle und Co. mal nicht daran, die Nachversorgung von Bundestagsabgeordneten, Ministern, Staatssekretären und den Beamten die Garantie auf erworbene Ansprüche nicht mehr zu garantieren.
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