Die Bundesregierung plant Castor-Transporte nach Russland. Nach SZ-Informationen will Berlin noch in diesem Monat den Deal mit Moskau besiegeln.
Während der Atommüll-Transport nach Gorleben auch am Montag für heftige Proteste sorgte, trifft die Bundesregierung Vorbereitungen für drei Castor-Transporte nach Russland. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung soll noch diesen Monat ein entsprechendes Regierungsabkommen zwischen beiden Ländern unterzeichnet werden. Die Castoren sollen Atommüll aus der einstigen DDR-Kernforschungsanlage Rossendorf enthalten. Zielort ist der Atomkomplex Majak im Südural.
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Demnächst unterwegs nach Russland? Elf Castor-Behälter in Dannenberg. (© AP)
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Das deutsch-russische Abkommen sei "unterschriftsreif verhandelt", hieß es am Montag in Regierungskreisen. Mit 18 Castoren sollen demnach insgesamt 951 Brennelemente in das russische Atomzentrum gebracht werden, aufgeteilt auf drei Transporte. Seit 2005 lagern sie im nordrhein-westfälischen Zwischenlager Ahaus. Wann der Transport konkret ablaufen soll, ist bislang offen. Eine entsprechende Transportgenehmigung des Bundesamts für Strahlenschutz soll bis April gelten, die Ausfuhrgenehmigung steht aber noch aus.
Ziel sei es, "die Menge an hoch angereichertem Uran so weit wie möglich zu reduzieren", heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Eine Entsorgung und Endlagerung hierzulande sei "wegen des in naher Zukunft nicht verfügbaren Endlagers für bestrahlte Brennelemente keine gangbare Option".
Grundlage für den Transport ist ein Abkommen zwischen Russland und den USA. Es regelt die Rückholung von Brennelementen aus Forschungsreaktoren, die einst von der Sowjetunion bestückt worden waren. Letztlich soll es helfen, waffenfähiges Uran einzusammeln. Mehrere einstige Warschauer- Pakt-Staaten haben davon Gebrauch gemacht. Allerdings sollten die Abfälle des DDR-Forschungszentrums Rossendorf ursprünglich in Ahaus bleiben, bis ein Endlager auf deutschem Boden errichtet ist. Nach Informationen des Bundesamts für Strahlenschutz war dies im Jahr 2005 so vereinbart worden.
Dagegen hieß es im sächsischen Wissenschaftsministerium, der Transport helfe, Kosten für die Zwischenlagerung zu sparen. Die Brennelemente sollen in Majak so behandelt werden, dass sie in Kernkraftwerken verwendet werden können. Danach werden sie in Russland endgelagert.
Umweltschützer und Grüne kritisieren den Plan scharf. "Billig vor sicher, nur darum geht es hier", sagte die atompolitische Sprecherin der Grünen, Sylvia Kotting-Uhl. "Dieser Transport darf nicht sein." Wladimir Sliwjak von der russischen Umweltlobby Ecodefense warnte, Majak sei nicht sicher genug. So sei die Anlage vor Flugzeugabstürzen nur unzureichend geschützt.
Unterdessen wurden die Castoren, die aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ins Zwischenlager nach Gorleben sollen, am Montag mit erheblicher Verspätung auf Lastwagen verladen. Bis zu 3000 Demonstranten harrten in einer Sitzblockade vor dem Atommülllager aus. Die Polizei sprach von einem "in der Masse friedlichem Protest". Bürgerinitiativen kritisierten, die Polizei sei am Sonntag überhart gegen Demonstranten vorgegangen. Dadurch habe es schwere Verletzungen gegeben.
Zugleich ist neuer Streit darüber entbrannt, wer die Kosten für den Polizeieinsatz zu tragen hat. Niedersachsen verlangt, dass die Bundesregierung die Millionen-Kosten für den Schutz dieses und aller künftigen Transporte übernimmt. Landesinnenminister Uwe Schünemann (CDU) sagte der Süddeutschen Zeitung, Niedersachsen erfülle bei diesen Transporten eine Aufgabe für den Bund. "Das ist eine Sonderlast, die die Bundesregierung tragen soll." Die Bundesregierung lehnt diese Forderung ab.
CDU und FDP warfen den Grünen Verlogenheit und Doppelzüngigkeit vor. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe kritisierte insbesondere Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin. Als Bundesumweltminister habe er damals um Zurückhaltung gebeten, jetzt befürworte er die scharfen Proteste. "Das ist der Gipfel der Heuchelei", sagte Gröhe. Die FDP-Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger hieb in die gleiche Kerbe. Trittin mache sich unglaubwürdig, wenn er heute den Eindruck erwecke, "Castortransporte seien nur dann notwendig, wenn die Grünen regieren", schrieb Homburger an Trittin.
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(SZ vom 09.11.2010/odg)
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Als Forist zweiter Klasse, sprich ohne Postfach, zudem verbal benachteiligt, kann ich es mir locker leisten, Ignoranz und Psychologie miteinander zu verbinden. Ich kann Sie analysieren, dazu musste ich nicht einmal Ihr Postfach vorher lesen, allerdings stellte ich dort im Nachhinein fest, das andere Foristen Sie ähnlich durchschaut hatten, und ich kann Sie ignorieren. Auch das kann ich mir ganz leicht leisten, ich bin nämlich nicht Gott und muss nicht alle Menschen lieben.
Ich kann es mir leisten, auf Wikipediahalbwissen zu verzichten, um dieses hier anschließend zu posten und ich unterlasse es auch, andere Foristen zu diffamieren, bloßzustellen, zu beleidigen oder anderweitig klein zu machen, sogar Sie!
Ich hetze niemanden auf, betreibe keinen Fundamentalismus und erwarte lediglich, das JEDER Mensch nachdenkt, bevor er sich eine Meinung bildet und die auch vertritt. Es wäre schön, von Ihnen auch endlich mal etwas, "... wirklichen Austausch und Gedanken ..." zum Thema zu lesen, anstatt immer nur die selbe Leier, um wieviel schlechter und beschränkter doch der Forist neben Ihnen ist.
Ansonsten stelle ich, wie erwartet fest, dass es keine Antworten auf meine Fragen gibt.
1. Je einen in den Keller eines jeden CXU/FDP Abgeordneten. Wenn das nicht reicht, die CXU/FDP Parteimitglieder.
2. Bayern.
Dann wäre der Ausstieg aber ganz schnell beschlossen, glauben Sie nicht?
wieso haben Sie eigentlich hier kein Postfach eingerichtet? Bräuchte dann nicht die anderen Foristen mit unserem Dialog zu belästigen...
Wer an wirklichem Austausch und den Gedanken anderer interessiert ist, hat wohl eher ein Postfach eingerichtet, oder? Aber Sie werden schon Ihre Gründe haben?
Und besten Dank auch, diesen Rat habe ich im gleichen Wortlaut schon x-mal erhalten von Leuten wie Ihnen, die treffender Argumentation nicht gewachsen sind und sich beleidigt fühlen, wie man als Angehöriger einer vermeintlichen Minderheit die Frechheit besitzen kann, anderer Meinung als Sie zu sein. Sie wissen schon was ich meine, Ihr "auf anderen herumschlagen" z.B., auch eine ewig bemühte Floskel der verbal Benachteiligten. Herumschlagen? Ich fordere Sieauf, populistische Hetze gegen Nachdenken auszutauschen, sonst nichts. Ich kann nichts dafür, wenn Ihnen die Argumente ausgehen.
Und lassen Sie das lieber sein mit dem Hobbypsychologen, Ignoranz und Psychologie passen absolut nicht zusammen.
Atomkraft muss ein Auslaufmodell bleiben. Sonne, Wind, Biomasse und Wasser plus Energieeffizienz und Einsparung gehören die Zukunft!
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