Osama bin Laden, der meistgesuchte Mann der Welt

Als Anfang Mai der Tod von Osama bin Laden rund um den Globus Schlagzeilen machte, stellte dieses Foto, das den Al-Qaida-Chef beim Fernsehen in seinem Haus in Abbottabad zeigen soll, das öffentliche Bild vom Terrorfürsten in Frage: Lebt so der meistgesuchte Mensch der Welt?

Als Sohn einer reichen Unternehmerfamilie aus Saudi-Arabien fand Bin Laden sehr früh zur Religion. Während viele seiner Verwandten das Leben in der Jet-Set-Elite genossen, machte sich Osama bin Laden auf den Weg nach Pakistan und Afghanistan. Ende der achtziger Jahre gehört er zu den wichtigsten Dschihad-Führern Afghanistans im Kampf gegen die sowjetischen Besatzer. In dieser Zeit gründet er das Terrornetzwerk al-Qaida. Er predigt die ersten Hasstiraden gegen Amerika. Sein Ziel: Die US-Truppen sollten aus allen islamischen Ländern abgezogen werden.

Schon zwei Jahre vor 9/11 wurde bin Laden nach den Terroranschlägen auf die US-Botschaften der Vereinigten Staaten in Kenia und Tansania (1998) auf Platz eins der Most-Wanted-Liste der Bundespolizei FBI gesetzt. Die Anschläge vom 11. September 2001 brachten ihn noch am selben Tag in die Schlagzeilen rund um den Globus. Wenige Stunden nach den Angriffen spekulierten erste Stimmen über Bin Laden als Verantwortlichen.

Zehn Jahre lang suchten die Amerikaner, unterstützt von ihren Alliierten und - vorgeblich - auch von der pakistanischen Regierung Bin Laden in den Höhlen an der pakistanisch-afghanischen Grenze. Mit Satellitenaufklärung. Mit Drohnen. Mit den Waffen der hochgerüsteten US-Geheimdienste und Spezialeinheiten. Am Ende brachte ein Kurier Bin Ladens die Amerikaner auf die Spur des Al-Qaida-Chefs.

Bild: AP 26. Juli 2011, 13:052011-07-26 13:05:48 © sueddeutsche.de/maza/mati