Lieber für eine Begleitung zahlen, als bei den Eltern alleine aufkreuzen: In China suchen Singles im Internet nach Vorzeige-Partnern fürs Neujahrsfest - um dem familiären Heiratsdruck zu entkommen.
Anerkennung um jeden Preis: Um bei ihrem Heimatbesuch während des chinesischen Neujahrsfestes ihre Eltern nicht zu enttäuschen, planen viele Singles in China, für diese Zeit einen Partner zu mieten. 500 Yuan (53 Euro) pro Tag bot beispielsweise ein Mann auf der Website baidu.com für eine Freundin auf Zeit. "Du musst nicht mit mir schlafen, ich kann auf dem Boden im selben Zimmer schlafen, aber Du musst eine gute Schauspielerin sein", hieß es in dem Anzeigentext unter der Überschrift "Suche Miet-Freundin".
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Umgerechnet 1100 Euro pro Tag bot eine chinesische Studentin im Internet für ihren Vorzeige-Partner. (© Foto: AP)
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Auf der Website chinaren.com erklärte ein Inserent seine Suche nach einer Partnerin auf Zeit folgendermaßen: "Ich habe noch keine passende Freundin gefunden und meine Eltern machen so viel Druck." Er suche daher nach einer etwa 23 Jahre alten und zwischen 1,60 und 1,75 Meter großen Frau, um sie daheim als seine Herzensdame zu präsentieren. Ansonsten gab sich der Inserent nicht sehr wählerisch. "Durchschnittliches Aussehen ist ok", hieß es in seiner Anzeige.
Eine Studentin aus Peking bot laut einem Bericht der Global Times umgerechnet 1100 Euro pro Tag für einen Vorzeige-Partner.
Ihre Eltern hätten ihr gesagt, sie solle einen Mann mit nach Hause bringen oder sie brauche während der Ferien gar nicht erst heimzukommen.
Die Ferien zum chinesischen Mondneujahrsfest, die am kommenden Wochenende beginnen, sind traditionell ein wichtiger Anlass für Familienbesuche. Chinesen, die Ende 20 sind und zu Hause keinen potentiellen Ehepartner vorzeigen können, werden von ihren Eltern oft stark unter Druck gesetzt - zumal aufgrund der Ein-Kind-Politik in China alle Hoffnungen dem Nachwuchs ruhen.
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(AFP/juwe/kat)
sehe den artikel erst jetzt, bin allerdings erstaunt, wie undifferenziert und klatschig er erscheint im vergleich zur IHT, die einen aehnlichen thematischen fokus fuers neujahrsfest waehlte: http://www.nytimes.com/2010/02/12/world/asia/12iht-rent.html nur ist die IHT besser recherchiert und weniger BILD-haft... keiner von beiden ist 'wahr', aber ergaenzend sei die IHT empfohlen... wie immer!
Aufgrund dieser Politik und der Vorliebe für männlichen Nachwuchs wurden weibliche Föten abgetrieben oder neugeborene Mädchen getötet. Jetzt fehlen den jungen Männern die Frauen.In Indien ist es ähnlich.
Das sollte man wissen, um das Phänomen zu begreifen.
Neulich noch berichtete die SZ von chinesischen elterlichen Vermittlungsversuchen für die jungen Leistungsträger, die schlicht keine Zeit hätten, sich selbst um die Partnerwahl zu kümmern. Heute das andere Extrem, elterlicher Druck zur Eigeninitiative.
Irgendwo zwischen den Extremen liegt die Normalität, die jedoch zu banal ist, um darüber zu schreiben.
manchmal sollte man Quellen checken, bevor man Artikel kopiert. 1100 Euro Tagessatz, das verdient kein durchschnittlicher Rechtsanwalt in China am Tag. Von 1100 Euro kann man sehr, sehr lange auf dem Campus leben. Eine Studentin, die es sich leisten kann solche Budgets zu zahlen, verdient mit aller Wahrscheinlichkeit anderweitig ihr Geld und hat dann einen solchen Dienst kaum nötig.
Gesellschaftlich geforderte Prostitution. Auch nett.