Asien Erdbeben versetzt Japan in Panik - Dutzende Verletzte

In Asien haben zwei schwere Erdbeben über Stunden hinweg für Aufregung gesorgt. In Taiwan werden nach dem Taifun Morakot immer noch 400 Menschen vermisst.

Starke Erdbeben haben den Indischen Ozean und Teile Japans erschüttert. Durch ein Beben der Stärke 6,5 sind in Zentraljapan Dutzende Menschen verletzt worden. In einigen Geschäften im Raum der betroffenen Provinz Shizuoka fielen Waren aus den Regalen, Mauern stürzten ein und Teile von Straßenbelägen brachen weg.

Autobahnabschnitte wurden für den Verkehr vorübergehend gesperrt. Zwei Atommeiler schalteten sich durch die heftigen Erschütterungen, die auch im Raum Tokio zu spüren waren, automatisch ab. In einer Getränkefabrik fielen Tausende Flaschen um. Schwerwiegende Schäden blieben laut TV-Berichten aber aus. Dem Sender NHK zufolge wurden mindestens 81 Menschen verletzt.

Beben tief im Meer

Nach Angaben der Meteorologischen Behörde lag das Zentrum des Bebens in rund 20 Kilometer Tiefe unter dem Meeresboden. Die Erschütterung werde jedoch diesmal nicht direkt zu dem befürchteten massiven Erdbeben in der zentraljapanischen Region Tokai führen, mit dem in Japan langfristig gerechnet wird.

Erst am Sonntag hatte ein Erdbeben der Stärke 6,9 die Hauptstadt Tokio und Umgebung erschüttert. Nach jüngsten Medienberichten starben in den betroffenen Regionen im Westen Japans infolge des heftigen Regens, Überschwemmungen und Erdrutschen 13 Menschen, 18 galten weiterhin als vermisst. Das Inselreich ist eines der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Länder der Welt.

Vor den ostindischen Andamanen-Inseln sorgte ein zweites Beben mit der Stärke 7,6 für Aufregung. Für große Teile des Indischen Ozeans wurde Tsunami-Warnung ausgegeben, doch erwies sich die Sorge als unbegründet. Nach Angaben des Geologischen Dienstes der USA (USGS) lag das Epizentrum des Bebens im Indischen Ozean in etwa 33 Kilometern Tiefe und rund 263 Kilometer nördlich von Port Blair, der wichtigsten Stadt der Adamanen.

Tsunami-Warnung

Vorsorglich warnte der USGS Indien, Birma, Indonesien, Thailand und Bangladesch vor einem möglichen Tsunami, doch die befürchtete Flutwelle blieb aus. Die Adamanen-Inselgruppe wurde von der Tsunami-Katastrophe Ende 2004 hart getroffen. Insgesamt starben bei der von einem Beben vor Indonesien ausgelösten Flutwelle mehr als 220.000 Menschen, die meisten von ihnen in der nordindonesischen Provinz Banda Aceh.

Im Süden von Taiwan werden nach einem Erdrutsch noch mindestens 400 Dorfbewohner vermisst. Rund 100 Menschen in Shiao Lin seien der Katastrophe entgangen, sagte ein Polizeisprecher. Der Erdrutsch ist eine Folge des Taifuns Morakot, der am Wochenende über die Insel hinwegzog. Nach offiziellen Angaben kamen dabei 38 Menschen ums Leben.

Die heftigen Regenfälle lösten auch an der Ostküste von China Erdrutsche und Schlammlawinen aus. In Pengxi in der Provinz Zhejiang wurden sieben Wohnhäuser am Fuß eines Berges zerstört, wie ein Sprecher der Gemeindeverwaltung mitteilte.

Auf der Flucht vor dem Wasser

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