Die Saison für Läufer hat wieder begonnen, die verschiedensten Lauftypen sind unterwegs. Eine Typologie der Jogger-Charaktere.
Kilometerweit rennen, nur um nach zig Minuten wieder an der Haustür anzukommen, wo man zuvor gestartet ist, verschwitzt und muffelnd. Jogging-Saison! Aber mittlerweile ist Laufen nicht mehr nur gesund, die Strecken werden zunehmend auch zum riesigen Laufsteg.
iPod-Kopfhörer, unbeschmutzte Schuhe, abgestimmter Look - die an der Isar auf die Reichenbachbrücke zulaufende Joggerin fällt unter die Rubrik "Modisch". Den Socken nach könnte sie allerdings auch als "Effektive" durchgehen. (© Foto: Stephan Rumpf)
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Sehen und gesehen werden, nicht nur in Schwimmbad, Biergarten oder Cafés, nein, auch beim Joggen. Hier kommt noch hinzu: Überholen und überholt werden. Wer nun womöglich zum ersten Mal zu den Laufschuhen greift, sollte gut vorbereitet sein.
Dabei hilft zum einen die Lektüre des Mobilen Lebens in der kommenden Montagsausgabe der SZ. Zum anderen sollte man wissen, was auf einen zukommt. Deshalb hier eine von Philipp Crone zusammengestellte Auswahl der Typen, die dem Läufer begegnen könnten.
Der Angeber
Man erkennt ihn von Weitem, er leuchtet durch Geäst und Blätter, denn der Angeber trägt seine Trophäe auf der Brust: das knall-orangene Leibchen (Fachbegriff: Finisher-T-Shirt) vom letzten oder auch ersten Stadtlauf, am besten noch mit Startnummer. Es bedeutet: Seht her, ich bin schon einmal mehr als zehn Kilometer gelaufen. Die Orange-Quote der Jogger-Outfits sinkt allerdings mit zunehmender Laufgeschwindigkeit.
Erscheinung: Schweifender, suchender Blick, nagelneue oder frisch gewaschene weiße Profischuhe.
Gedanken: Was riecht denn hier so komisch nach zu oft getragenem Trikot?
Der Soldat
Ist gut getarnt, trägt nämlich meist ein graues T-Shirt, wahlweise mit "Navy"-Aufdruck. Grau deshalb, weil man da die wenigen, kaum - also eigentlich gar nicht - vorhandenen Schweißflecken nicht gut sieht. Beide Fäuste umklammern kleine oder größere Laufhanteln. Dazu trägt der Soldat kurze Haare und bewegt sich nach der strikten Bewegungsschule von Forrest Gump.
Musik: Run DMC.
Der Profi
Ist in letzter Zeit nicht mehr ganz so leicht zu erkennen, denn seit einigen Jahren sind die ehemals obligaten kurzen Turnhosen - die glänzenden mit den beiden seitlichen Einschnitten an der Hüfte - ganz offensichtlich vergriffen.
Erscheinung: Drahtig und leise, trägt dreckige, weiße Profischuhe und aerodynamische, eng anliegende Muschelkopfhörer. Jeder Schritt ist ein Sprung.
Musik: B4 und B5.
Die Paarläufer
Pärchen sind in allen Konstellationen fast gleichermaßen vertreten. Meist ist er oder sie außer Atem, und der andere schlurft unterfordert nebenher. Dafür erzählt dieser pausenlos, während der kurzatmige Nebenläufer gestresst ist, weil er kaum Luft zum Antworten hat. Selten auch im Partnerlook, und, ganz selten: Einer mit Kopfhörern, der andere nicht. In dem Fall:
Musik: Keine, Kopfhörer sind nur Attrappe, damit Ruhe herrscht.
Auf der nächsten Seite: Kinderwagen-Schubser und -Schieber.
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FKK-Slackliner Alexander Schulz
Die neueste Antwort
@Mosch-o-mat:
Stimmt, die gibts auch noch ;-)
Nur ein paar Tips:
1. Du solltest deine Schuhe mal wechseln! Die Dämpfleistung lässt nach sovielen Jahren und Kilometern merklich nach! Habs auch net gedacht, aber mit meinen neuen ist es nach 10mal laufen viel angenehmer!
2. Zum Waschen: Meine Waschmaschine hat ein 15 Minuten Programm, da kommt des Zeug nach dem Laufen rein, wenn keine andere Wäsche vorhanden ist. Anderfalls würds bis zum Himmel stinken ;-)
Ich erkenne mich auch nicht wieder. Deswegen neue Kategorie:
Der Suchtl
Schmutzige, abgelaufene Schuhe aus den späten 90ern, Kleidung mit intensivem Körpergeruch (kann die ja nicht 5 mal die Woche waschen) und ebenfalls aus den späten 90ern, Gesichtsausdruck je nach Form mit breitem Lächeln oder stalloneesk. Manchmal fühle ich mich wie das Licht im Kühlschrank, das immer brennt und nur ab und zu schaut jemand rein (also im Frühling, Sommer und Herbst, wenn es nicht regnet und hell ist). Gerne auch mal nachts um 1 oder früh um 5 unterwegs.
Musik: Slayer, Best of Love Parade 97, Justice, Motörhead
Stimme soweit zu. Mit einer Bemerkung: für den Profi hat die Saison nicht gerade begonnen. Der Profi läuft auch im Winter und macht allenfalls Saisonpause im November. Nicht jeder ist ein Schönwetterdschogger.
ich finde mich in diesen Kategorien nicht wieder! Es fehlt die Kategorie:
der DICKE
etwas Pummelig, hoch roter Kopf, Puls zwischen 160 und 180 und dass bei nem Tempo um die 10 km/h aber ehrgeizig bis zum Ende!
Da muss ich beiden Vorrednern/schreiben absolut recht geben!
1. Jogger vschlimmern den Klimawandel beträchtlich, nach neuesten Ursachen verursachen sie sogar 93% der jährlichen Erwärmung von aktuell 0,00076° Celsius.
2. Mehr Gesetze sind prinzipiell erstmal grundsätzlich immer gut. Und in diesem speziellen Fall muss unbedingt ein Gesetz her, damit alles, aber auch wirklich alles klar und eindeutig geregelt ist (zumindest vorübergehend, dann kann es ja um 17-38 Gesetze ergänzt werden).
;-)
Paging