Sexuelle Übergriffe auf dem Oktoberfest Von Nackten umzingelt

Da wird auch vor exhibitionistischen Handlungen nicht zurückgeschreckt. Wer öfter aufs Oktoberfest geht, weiß, dass wild gewordene Frauen in der Ekstase schon mal ihren Büstenhalter ausziehen und in die Luft werfen. Doch genauso oft entblößen betrunkene Männer ihre Genitalien. Gerne auf einer Bierbank stehend und genau dann, wenn eine Dame, die ihnen gefällt, vorbeikommt. Im schlimmsten Fall versucht der Angetrunkene noch, die Frau mit seinen Händen zu sich heranzuziehen. Szenen dieser Art gibt es immer wieder. In der Regel schreitet hier keiner ein.

Eine Kollegin, die zum Arbeiten im Hofbräuzelt war, wurde plötzlich von zwei Italienern eingekreist, die um sie herumtanzten und sich dabei Stück für Stück auszogen, bis sie komplett nackt waren. Von den anderen Gästen wurden die beiden noch mit lauten Jubelrufen und Klatschen angefeuert. Geholfen hat der Frau kein anderer Gast. Auch kein Security-Mann war in der Nähe. Erst ein männlicher Kollege, der angerannt kam, konnte die nackten Italiener vertreiben.

Offenbar glauben gerade ausländische Gäste, dass sie sich auf dem Oktoberfest alles erlauben können und wähnen sich im rechtsfreien Raum. Aufgefordert fühlen sich viele Männer auch durch tief ausgeschnittene Dirndl. Doch selbst wenn man Jeans und T-Shirt trägt, ist es schon schlimm genug.

Am Ärgsten leiden die Bedienungen unter den sexuellen Übergriffen. Corinna arbeitet seit drei Jahren auf der Wiesn. Die 25-Jährige finanziert sich mit dem Job ihr Studium. "Zehn Maßkrüge schleppen ist hart, doch viel härter sind die Belästigungen durch die Männer", erzählt sie. Ihren echten Namen will sie lieber nicht in der Zeitung lesen, das Thema ist ihr unangenehm. "Wenn man sich mit den schweren Maßkrügen durch die Massen kämpfen muss, kann man sich gegen Grapscher nicht wehren", sagt sie. Viele Gäste würden das ausnützen und ihr an den Hintern oder unter den Rock greifen.

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