Neuhausen/Nymphenburg Zug um Zug

Bahn will jedes halbe Jahr über Stammstrecken-Bau informieren

Mindestens acht Jahre wird der Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke dauern. Zu welchem Zeitpunkt nun ist eine Einwohnerversammlung für die entlang der Strecke wohnenden Nachbarn sinnvoll? Die Bürgerversammlung in Neuhausen-Nymphenburg hatte im vergangenen November gefordert, schnellstmöglich eine solche Versammlung einzuberufen, mit Teilnehmern der Stadt, der Deutschen Bahn AG, Anwohnern sowie Gewerbetreibenden und Vertretern von Einrichtungen aus dem Stadtbezirk. Das Direktorium im Rathaus, zuständig für Stadtviertelangelegenheiten, hält davon wenig.

Es argumentiert, aufgrund der langen Projektlaufzeit seien regelmäßige Treffen zielführender als eine einmalige Einwohnerversammlung, da die Bahn als Hauptansprechpartnerin für den Bau der zweiten Stammstrecke so direkt und kurzfristig auf Probleme und Beschwerden reagieren könne. Inzwischen hat ein erster Gesprächstermin mit der Bahn AG und Anwohnern, Bezirksausschuss und Nachbarschaftstreffs stattgefunden. Die Bahn-Vertreter haben dabei zugesagt, im halbjährlichen Rhythmus Informationsveranstaltungen - im Wechsel für den Abschnitt in Nymphenburg Süd/Laim sowie den Bereich zwischen Hirschgarten und Donnersbergerbrücke - anzusetzen und dazu auch gezielt Elternbeiräte, Mieterinnen und Mieter sowie Anwohner einzuladen. Diese können dann ihre Anregungen und Beschwerden loswerden oder sich einfach über den Stand der Dinge informieren.

Auch der Neuhauser Bezirksausschuss (BA) hält das für die effektivere Variante. "Eine Einwohnerversammlung würde halt vor allem Papier produzieren ...", sagte BA-Chefin Anna Hanusch (Grüne) - Anträge also, die erst einmal die Verwaltungsschleife durchlaufen. Allerdings dringt das Gremium darauf, dass die Bahn ihm die Termine dieser Info-Treffen auch zuverlässig mitteilt.