Während eines DFB-Pokal-Spiels zwischen dem FC Bayern und Fürth ging die Polizei mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen Fans vor. Für vier Beamte hat das nun Konsequenzen.
Die Münchner Polizei zieht Konsequenzen aus den Vorfällen zwischen Fußballfans und Sondereinheiten: Wegen Auseinandersetzungen beim Spiel FC Bayern München und Greuther Fürth am 10. Februar in der Fröttmaninger Arena sind zwei Polizeibeamte des Unterstützungskommandos (USK) versetzt worden, bei zwei weiteren Polizisten sei ohnehin eine dienstliche Veränderungen angestanden, heißt es. "Wir reagieren, weil der Verdacht auf Körperverletzung im Amt besteht", sagt Vize-Polizeipräsident Robert Kopp.
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Polizisten gegen Fußballfans - fast immer eine kritische Situation, die schnell außer Kontrolle geraten kann. Beim Pokalspiel Bayern gegen Fürth sollen Polizisten für die Eskalation mit verantwortlich gewesen sein. (© ddp)
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Was vor und während der Partie im DFB-Pokal-Viertelfinale an jenem Februar-Abend passiert ist, darüber gingen tags darauf die Meinungen der Beteiligten weit auseinander. Die Münchner Polizei berichtete in einer Presseerklärung von "etwa 150 stark alkoholisierten und aggressiven Fürther Ultra-Fans", die wegen des Schneetreibens auf der Autobahn den Anpfiff zum Spiel verpasst hatten.
An der Arena angekommen, hätten sie "ohne erkennbaren Grund die dort eingesetzten Polizeibeamten des USK mit massiver körperlicher Gewalt" angegriffen. Diese Angriffe habe man nur "durch den Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray" abwehren können. Auch während des Spiels sei es dann mehrfach zu Schlagstock- und Pfeffersprayeinsätzen gekommen. 23 Strafanzeigen schrieb die Polizei nach dem Spiel gegen die Fürther Fans. Selbst szenekundige Beamte aus Fürth seien "überrascht gewesen von der Aggression der Fans", so ein Sprecher der Polizei.
Dieser Darstellung der Ereignisse widersprach die SpVgg Greuther Fürth vehement. Die Polizei sei "mit unverhältnismäßigen Mitteln vorgegangen", sagte Holger Schwiewagner von der Geschäftsleitung der SpVgg. Sogar der Fürther Sicherheitsbeauftragte und der Fan-Koordinator, die mehrere Stunden versucht hätten, deeskalierend einzuwirken, seien nach dem Spiel von Beamten des Unterstützungskommandos verbal und handgreiflich angegangen worden.
Er wolle das aggressive Verhalten von Fans nicht entschuldigen, so Holger Schwiewanger damals nach dem Spiel, "aber hier scheint eine Grenze überschritten worden zu sein". "Wir reden hier nicht von aggressiven Ultra-Fans", sagt auch der SPD-Landtagsabgeordnete Horst Arnold. Der ehemalige Stadion-Staatsanwalt und Ermittlungsrichter erstattete nach dem Spiel Strafanzeige gegen Unbekannt - nachdem er sich mit betroffenen Zuschauern unterhalten hatte. "Das waren gut situierte Bürger, zum Beispiel ein 78-jähriger Rentner, der nach diesen Vorfällen sicher nicht mehr zum Fußball gehen wird."
Die strafrechtlichen Ermittlungen des Polizeipräsidiums München haben nun gegen vier Polizeibeamte Verdachtsmomente wegen Körperverletzung im Amt ergeben. Drei Beamte stammen vom USK, darunter ein Zug-Führer, einer von einer Einsatzhundertschaft der Münchner Polizei. Außerdem, so erklärt Vize-Präsident Robert Kopp, wurden gegen die vier Beamten Disziplinarverfahren eingeleitet.
Forderung nach Kennzeichnung der USK-Beamten
Unabhängig von der Bewertung durch die Staatsanwaltschaft, welche noch nicht abgeschlossen ist, habe die Polizei aus dienstlichen Gründen Konsequenzen gezogen und die Versetzungen der Beamten bis Ende Oktober veranlasst. "Die Maßnahmen sind keine Vorverurteilung und dienen insbesondere auch dem Schutz der Kollegen", sagt Kopp. Das USK ist auf "konfliktträchtige Einsätze" spezialisiert. Deshalb ist nicht von vorne herein auszuschließen, dass einer der Beamten wieder in eine kritische Situation gerät, die dann zu strafrechtlichen Ermittlungen oder einer Strafanzeige führen könnte.
Die Beamten des USK sind wegen ihrer Vorgehensweise schon öfteren in die Schlagzeilen geraten. Seit fast drei Jahren laufen Ermittlungen wegen Ausschreitungen beim Lokalderby 1860 München gegen den FC Bayern im Dezember 2007. Dabei geht es auch um Videobänder, die von USK und Bereitschaftspolizei gefertigt wurden und die Übergriffe seitens der Polizei dokumentieren könnten.
Während die Generalstaatsanwaltschaft das Verschwinden und Fehlen dieser Beweismittel bestätigt, erklärte die Polizei jetzt, dass "alle Videoaufnahmen im Original oder in Kopie" vorhanden seien. Marco Noli, der die Fußballfans anwaltlich vertritt, fordert nun die Staatsanwaltschaft auf, "die Originalaufnahmen schnellstmöglich zu beschlagnahmen". In internen Befragungen hatten nämlich die Videobeamten des USK ausgesagt, dass die ungeschnittenen Originalaufnahmen verschwunden seien.
Der SPD-Landtagsabgeordnete Horst Arnold jedenfalls nimmt die Ereignisse von München zum Anlass, um eine Kennzeichnung der USK-Beamten mit Nummern zu fordern. Mittlerweile habe sich bei der SPD dafür eine "Mehrheitsmeinung" gefunden. Denn die in dunkelblauem Overall agierenden Beamten seien mit Helm schwer zu identifizieren.
Nikolas Heckel, Fan-Koordinator bei Greuther Fürth, zollt der Münchner Kripo Respekt: Die internen Ermittler seien mehrfach in Fürth gewesen, hätten sicher 50 bis 60 Fans vernommen und "sehr gewissenhaft" ihre Arbeit gemacht. Er war erstaunt darüber, dass auf den Polizeivideos trotz Overalls und Mützen "doch die Beamten identifiziert werden konnten".
- Ermittlungsverfahren gegen USK-Beamte Unter Prügelknaben 14.10.2008
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(SZ vom 03.11.2010/isa)
Frauen in Saudi-Arabien
Wiesn-Nachrichten
Der Einwand bezügl. des Militärverbandes ist richtig. Aber die NS-Führung hat sich ja gerne der Bauernkriegssymbolik bedient. Unrichtigerweise, denn die Bauernkriege kann man schwer in den Kontext mit dem Dritten Reich setzen, wie ich finde. F. Geyer war ein ritterlicher Anführer aus den Bauernkriegen 1525 - einer Zeit an dem man sicherlich nicht an die schwarzen Lemuren der NS-Zeit, die ganz Europa ins Unglück stürzten dachte.
Also wenn schon historische Remeniszenz, dann würde ich diese der Bauernkriege bevorzugen. Muß ihren gutgemeinten Vorschlag deswegen zurückweisen. Und auch irgendwelche Unterstellungen (noch eine mehr...?!?!), daß ich irgendwelchem rechts- oder linksextremen Gedankengut an- oder nachhänge!
Ich gehe davon aus, dass Ihr Name ein Pseudonym ist.
Zitat: "Die 8. S S-Kavallerie-Division „Florian Geyer“ war eine Kavallerie-Divisionen der Waffen-S S, die vor allem aus Volksdeutschen aufgestellt wurde."
Von dem her ist Ihre Versetzung - am besten unehrenhafte Entlassung, das mindeste was man fordern sollte!!!
-doch dem öffentlichen Interesse, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und im eigentlichen dem Bürger, der Schutz bei der Polizei sucht, einen Dienst erweist - das wage ich zu bezweifeln. Denn eines hat meinen Kollegen und mir diese Sache aufgezeigt. Die hohe präsidiale und personelle Ebene des PP München hat von Polizeipraxis wenig und von Fußball-Einsätzen (und Fanverhalten im speziellen) überhaupt keine Ahnung!
Ich war dort im Einsatz und wurde auch versetzt. Ich habe weder auf Senioren, kleine Mädchen noch körperl. Behinderte eingedroschen. Ich wurde körperl. angegriffen und habe deswegen eine polizeiliche Maßnahme mittels unmittelbaren Zwanges durchgesetzt. Obwohl Unschuldsvermutung gilt, und der Ausgang des Strafverfahrens offen ist wird man disziplinarisch bestraft. Als Polizist kann ich gegen eine rechtsstaatl. Ermittlung in diesem Fall u. einer sachlichen Prüfung nichts sagen - ich hoffe auch auf ein gerechtes Urteil. Sehr befremdend ist aber eine gewisse Hektik in Kreisen der Polizeiführung u. das dort anscheinend personelle Entscheidungen aufgrund medialen Druckes entschieden werden!? Das ist nat. schlecht für den betroffenen Beamten - ist es aber auch gut für den Bürger? Damit meine ich jetzt solche Bürger, die ohne Straftaten zu begehen, friedlich ins Stadion gehen ohne andere Personen anzupöbeln oder sonstige "Erlebniskultur" dort ausleben wollen.
Welches Verhalten kann man von Polizeibeamten erwarten, die Maßnahmen durchsetzen und falls hinterher eine Beschwerde kommt (ist ja beim aktuellen Beschwerdeverhalten und insbesondere Fanverhalten - siehe gewisse Internet-Foren der Ultra-Szene nicht ganz aus der Luft gerissen), bekommt man eine Anzeige wg. Nötigung/Körperverletzung/Beleidigung im Amt u. ohne weitere rechtsstaatliche Prüfung durch einen Staatsanwalt/Richter wird man versetzt, disziplinarische Maßnahmen angedroht etc. Ich heische hier nicht um Mitleid, will nur aufzeigen - von solchen Beamten wird man konsequentes Vorgehen gegen Gewalttäter (wie so oft in Einsatzbesprechungen von unserer "praxisnahen" Führung gefordert) nicht mehr erwarten dürfen. Man ist sehr betroffen über Gewalttaten im Stadion, in der U-Bahn, macht einen "Tag der Courage" im Fall des tragischen Todes von D. Brunner - geht der Einsatz-Beamte aber konsequent gegen solche Elemente vor und es gibt ein negatives Presseecho/Beschwerden etc. will die Polizeiführung nat. nichts mehr davon wissen. Weder Verantwortung wird in irgendeiner Hinsicht übernommen, noch steht man zu seinen Untergebenen - für die ja im Grunde immer noch Unschuldsvermutung gilt - solange kein Richter über die Sache entschieden hat - oder versteh ich etwas falsch?!? Aber, daß das PP München schon immer führend in Sachen Führungs-Ethik u. Führungs-Stil im negativen Sinne war und ist, werden mir viele Pol.-Kollegen bestätigen können. Ob man, und darauf will ich hinaus, damit je
Sie haben den Artikel aber schon gelesen, oder? Dass die Versetzung "das Schlimmste" ist, stimmt nun einmal nicht. Es laufen Ermittlungen, und bis die abgeschlossen sind, werden die betroffenen Beamten aus der Einheit genommen. Welche Konsequenzen also konkret im Raum stehen (Anklage/Verurteilung wg. KV im Amt u.a.), ist bislang noch gar nicht entschieden. Es kann also noch "schlimmer" kommen.
Bedauerlich ist, dass überhaupt kein Fußballspiel ohne einen größeren Polizeieinsatz abgeht, weil bier- und vereinsfahnenschwingende I..oten meinen, dass es nicht um das Spiel geht, sondern um die "Ehre" "ihres" Vereins oder darum, sich die Birne so zulaufen zu lassen, dass man vom Spiel selbst sowieso nichts mitbekommt oder - wie die lieben Superultras und Hools - ohnehin in einer Gedankenwelt auf der Ebene des beliebten Fanspruchs "ihr seid Scheiße, und wir nicht" leben.
Wer diese Primatenhorden sehen will, dem sei eine Zugfahrt in einen beliebigen BL-Austragungsort am Wochenende zu empfehlen.Ich bedauere die Polizeibeamten, die wegen solcher S..cken Schicht schieben dürfen und alle, die als Steuerzahler hierfür aufkommen müssen.
Paging