Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt Auf der Bremse

Umtost: Der Thomas-Wimmer-Ring ist im Mittelpunkt der Diskussion.

(Foto: Matthias Ferdinand Döring)

Stadtviertelpolitiker fordern die deutliche Verringerung des Verkehrs entlang der Zweibrückenstraße

Von Birgit Lotze, Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt

Der Bezirksausschuss (BA) Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt hat sich für eine weitere Verringerung des Verkehrs auf der Zweibrückenstraße ausgesprochen - auch zu Lasten der parallel verlaufenden Einstein- und Maximilianstraße. Die Stadtverwaltung soll, wie schon am Isartor vor einigen Jahren - dort ging der Autoverkehr um 15 Prozent zurück - notwendige Maßnahmen ergreifen. So soll nach Vorstellung des Gremiums der Fuß- und Radverkehr ausgebaut, der ÖPNV gefördert werden. Andererseits soll der Verkehr von der Rosenheimer Straße über die Ludwigsbrücke und die Zweibrückenstraße auf die Einstein- und die Maximilianstraße verlagert werden, so der BA in seiner Stellungnahme zur geplanten Verkehrsabwicklung und Oberflächengestaltung des Thomas-Wimmer-Rings.

Bei den Bauarbeiten am Thomas-Wimmer-Ring soll sich auch oberirdisch etwas tun, unter anderem auch der Isartorplatz verschönert werden. Der Plan: die Verkleinerung der Verkehrsschneise vor dem Isartor, die Vergrößerung des Parks. Für die Oberfläche des Thomas-Wimmer-Rings stehen dabei zwei Ideen im Mittelpunkt: Zum einen soll überprüft werden, ob die provisorische Reduzierung auf zwei Spuren je Fahrtrichtung dauerhaft bleibt. Zum anderen könnte auf der Zweibrückenstraße die Rechtsabbiegespur wegfallen - das beträfe jene Fahrzeuge, die von der Ludwigsbrücke kommen und am Isartorplatz auf den Thomas-Wimmer-Ring wollen. Der Bezirksausschuss Altstadt erhofft sich damit weniger Verkehr und mehr Grün, denn: So ließe sich mehr Platz gewinnen, um die Grünfläche an der Ecke Isartorplatz/Thomas-Wimmer-Ring zu einem kleinen Park umzugestalten. Bislang ist diese Grünfläche wenig attraktiv.

Generell stößt dieser Plan auch bei den Nachbarn in der Isarvorstadt auf Zustimmung. Begrüßt werden in der Stellungnahme, die auf Stadtrat Paul Bickelbacher (Grüne) zurückgeht, die zusätzlichen Querungen für Fußgänger auf der Nordseite und, vor allem, dass die direkt auf den Thomas-Wimmer-Ring führende Rechtsabbiegespur abgeschafft wird. Das würde aus Sicht der Stadtviertelpolitiker die Sicherheit für Radfahrer an dieser Stelle zwar erhöhen, insgesamt aber bleibe die Situation für Fußgänger und Radfahrer am Isartorplatz unbefriedigend. Zu einer Verbesserung könne nur die Verringerung des Autoverkehrs auf der Zweibrückenstraße führen.